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(K)-ein Alpen-Heimatfilm Unter dieser Überschrift subsummieren wir ein paar Filme, die in letzter Zeit Furore gemacht haben. Dabei ist es ihnen allen gelungen, gewisse Charaktereigenschaften der Bayern und Österreicher zu treffen und ohne Häme zu karikieren. Am besten ist es nämlich, wenn man über sich selbst lachen kann. Die Filme suchen die Heimat und finden eine ganz bestimmte, neue. So präsentieren wir nochmals unseren Kultfilm „Die Scheinheiligen" über ein bayrisches Dorf, das gerne ein Grundstück einer alten Frau einkassieren würde, „Großglocknerliebe" über eine Wasserburger Bibliothekarin, ihre Liebe zu einem Automechaniker und einen alten Ritter, der das Licht am Großglockner sucht, natürlich verfolgt von der Polizei. Außerdem „Hierankl" im Hauptprogramm und im nächsten Programm „Jennerwein" und „Die Siebtelbauern" über sieben Knechte, die einen Hof erben und ein paar Monate der Anarchie die Chance haben, sich gegen die Großbauern aufzulehnen. Wir freuen uns, dass Josef Hader zu uns kommen wird und zeigen ihm zu Ehren seine bekanntesten Filme: 10.12.: Kino Herrsching,
Blue moon Der Österreicher Johnny Pichler (Josef Hader) überreicht auf einem Parkplatz einem zwielichtigen slowakischen Geschäftsmann eine Tüte Dollarnoten an. Irgendetwas läuft schief und er droht als Geisel zu enden. Doch bevor er sich umschaut, hat ihn dessen Animierdame Shirley (Viktoria Malektorovych) ins Auto gezogen und sich mit ihm auf die Flucht begeben. Die beiden kommen sich zwar etwas näher, doch bevor es richtig funkt, trennen sich ihre Wege. Verzweifelt versucht Johny seine ukrainische Traumfrau wieder zu finden. Auf seiner Suche begleitet ihn Ignaz (Detlev Buck), der sich mit kleinen Diebstählen und großen Sprüchen über Wasser hält. In Kiew trifft Johnny die angebliche Schwester von Shirley. Erst durch Zufall findet er heraus, dass sie in ihrer Kindheit ein schweres Schiffsunglück überlebt hat und gar keine Schwester hat. Mit einer Schifffahrt, genau da, wo ihre Familie ums Leben kam, versucht er ihr Herz zu erobern... Großglocknerliebe D 2002, 90 min, mit Jule Ronstedt; Durch Zufall lernen sich Johanna und der Automechaniker Uwe kennen: Beide haben Liebeskummer. Johanna hat einen mysteriösen Onkel, den liebenswürdigen aber etwas verrückten Onkel Heinrich, der sich für einen Ritter hält und unbedingt mit seiner großen Liebe Anneliese, Johannas verstorbener Mutter, wieder vereint sein möchte.Dazu muss er allerdings das Zeitloch finden, das sich nur alle sieben Jahre am Großglockner öffnet. Er macht sich mit Johanna und Uwe auf den Weg, koste es, was es wolle. Hierankl D 2003, Regie: Hans Steinbichler, 93 min. „Das Fest"
in den Chiemgauer Bergen. Hierankl ist für Lene ein einsames Gehöft am Rande
der Alpen, in dem ihre Familie wohnt, das sie zuletzt vor 13 Jahren gesehen hat.
Jetzt geht sie zurück und entdeckt mit dem Geheimnis von Hierankl auch das
Geheimnis ihres Lebens. Mit Lene trifft überraschend ein weiterer Gast in
Hierankl ein. Goetz Hildebrand (Peter Simonischek), ein gemeinsamer Freund der
Eltern aus Studienzeiten. Er taucht nach dreißig Jahren zum ersten Mal wieder
auf. Goetz kennt Hierankl noch so, wie Lene es in Erinnerung hat, und er weiß
auch, wie es hier vor ihrer Zeit war, als er noch ein dramatisches
Liebesverhältnis mit Rosemarie hatte. Lene hegt sofort tiefe Gefühle für den
undurchschaubaren, gut aussehenden Fremden und stürzt sich in eine amour fou,
die jedoch eine ungeahnte Kettenreaktion in Gang setzt.....
Indien Österreich 1993, Regie: Paul Harather, 90 min. Eine Komödie über zwei extrem verschiedene, für das österreichische Gaststättengewerbe zuständige Inspektoren, die auf einer Dienstreise nach einigen Schwierigkeiten zu Freunden werden. Als der eine erfährt, dass er bald an Krebs sterben wird, muss sich ihre Zuneigung auch angesichts des nahen Todes bewahren. Bissiger Witz, österreichische Schmäh, präzise Beobachtungsgabe und lebensbejahende Heiterkeit. Jennerwein Deutschland 2003, Regie: N.C. Bücking, 87 min. Der Film erzählt die Geschichte des Georg "Girgl" Jennerwein, eines Rebellen der Berge, der Ende des 19. Jahrhunderts im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol mit seiner Wilderei den Menschen in bitterer Not half und die königlichen Jäger im Revier in Atem hielt.Ein moderner Heimatfilm mit dem Oberösterreicher Fritz Karl in der Hauptrolle. Komm, süßer Tod Österreich 2000, Regie: Wolfgang Mumberger. Bitterböse, rabenschwarze Satire auf die Wiener „Kreuzretter" und das Krankenwesen. Josef Hader als Krankenwagenfahrer und Ex-Polizist Brenner. Er ist ein gemütlicher, wenn auch etwas gescheiterter Typ. Erst eine Reihe mysteriöser Morde bringen ihn aus der Ruhe. Brenner vermutet, dass der Kampf um Patienten hinter den Morden stecken muss. Nicht ganz vorurteilsfrei beginnt er zu ermitteln. Die Scheinheiligen D 2001. FSK: ab 6 ;76 min.; Regie: Thomas Kronthaler; Darsteller: Johannes Demmel, Andreas Lechner ; Genre: Drama; Subversiver bayrischer Heimatfilm über ein Dorf ( gedreht am Irschenberg ), wo Bestechung, Vetternwirtschaft, rauhe Sitten und bayrischer Charme herrschen. Als die „oide Trennerin" ihr Grundstück für eine Autobahnausfahrt nicht verkaufen will, dazu auch noch einen schwarzen Asylanten bei sich aufnimmt, ist der Ärger vorprogrammiert.Wunderbar authentische Dialoge in einer moritätlichen Provinzgroteske über Autobahn, Fortschritt und bayrisch-traditionelle Beharrlichkeit mit wirklicher Menschlichkeit. Hochschul-Abschlußfilm. Die Siebtelbauern Österr. 1998, Regie: Stefan Ruzowitzky. Anarchischer Alpenwestern um sieben Knechte und Mägde, die einen Bauernhof erben. Das traditionelle Bauernvolk neidet den „Siebtelbauern" ihre neue Position und auch untereinander kommt es bald zu Reibereien. Der etwas andere Heimatfilm läßt die zumeist jugendlichen Protagonisten für die modernen Werte - Demokratie und Selbstbestimmung - mit viel Humor kämpfen. Ab 16
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