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kleine Helden
Kinderfilm DARSTELLER: Ariel Petsonk, Zamand Hägg und Michael
Nyqvist, u.a. REGIE: Ulf Malmros, Schweden 2002 FILMLÄNGE: 87 Minuten HOMEPAGE:
www.2kleinehelden.de
Wunsch und Realität des zehnjährigen Marcello aus einer schwedisch-italienischen Familie klaffen manchmal weit auseinander. Wie soll er in einem selbstgenähten Fußballtrikot jemals zum Profikicker werden wenn er obendrein auch noch meistens das Tor verfehlt?
Marcello muss allerhand Niederlagen einstecken � bis die selbstbewusste Fatima in seine Klasse kommt.
Sie ist so alt wie er, kommt aus dem Libanon und kann klasse Fußball spielen. Von ihr lernt er, an seine eigenen Träume zu glauben � auch wenn sie nicht den Erwartungen seiner Eltern entsprechen und er deswegen von seinen Klassenkameraden gehänselt wird.
Der 10-jährige Marcello hat es nicht leicht. Marcellos Vater möchte aus seinem Sohn einen Profifußballer machen. Doch Marcello trifft niemals das Tor. Marcellos Mutter wünscht sich, dass aus ihrem Kind ein Priester wird und steckt ihn vorsorglich schon einmal in den Kirchenchor. Doch Marcello kann nicht singen. Sein Traum ist es, hoch über die Dächer seiner Heimatstadt zu fliegen. Wäre da nur nicht seine Höhenangst.
Marcello ist ratlos und wendet sich an Jesus, und umgehend schickt der Himmel Hilfe: Fatima, eine neue, muslimische Mitschülerin. Mit ihr ändert sich alles. Fatima ist selbstbewusst und eine großartige Fußballerin. Aber auch Fatima hat Probleme,ihre älteren Brüder wollen ihr das Fußballspielen verbieten. Doch zusammen lassen sich die beiden kleinen Helden jetzt nicht mehr unterkriegen.Wunsch und Realität des zehnjährigen Marcello aus einer schwedisch-italienischen Familie klaffen manchmal weit auseinander. Wie soll er in einem selbstgenähten Fußballtrikot jemals zum Profikicker werden wenn er obendrein auch noch meistens das Tor verfehlt?
7
Brüder

Sieben Brüder, geboren in Mülheim an der Ruhr zwischen 1929 und 1945. In der magischen Stille eines dunklen Filmstudios verweben sich ihre Erzählungen zum faszinierenden Familienuniversum, in dem sich deutsche Geschichte auf außergewöhnliche Weise spiegelt. Ein dokumentarisches Ereignis, das die Zuschauer gleichsam zum Teil der Erzählung werden lässt. 7 Brüder ist Erzählkino im besten Sinne: ein Märchen aus der Wirklichkeit, aufrichtig, spannend, unterhaltsam und nachhaltig beglückend.
Wie wird man zu dem, der man ist? Was ist das, ein Bruder, eine Familie? Wie spannend und komplex muss die Gemeinschaft gewesen sein, die sieben Brüder unter einem Dach geteilt haben? 7 Brüder erzählt von den individuellen Wahrnehmungen des gemeinsam Erlebten, vom Gleichen und Ungleichen, das aus den familiären Wurzeln hervorgegangen ist.
Im Spannungsfeld von Geschichte und Eigensinn, Gemeinsamkeit und Selbstbehauptung zeugen sieben Lebenswege von einer Generation, deren Kindheit zur Stunde Null endete bzw. gerade erst begann. Ihre Biographien entwickeln sich in eigene Richtungen: Kaufmann, Bäcker, Musikprofessor, Schauspieler, Manager, Lehrer. Die enge Verbundenheit der Brüder bleibt, über alle Unterschiede der Lebensentwürfe hinweg.
Gedreht wurde an sieben aufeinander folgenden Tagen – ein Tag für jeden Bruder. Im Filmstudio wurde ein eigener Erzählraum geschaffen, der sich unendlich auszudehnen scheint und eine gemeinsame Situation für Erzähler und Zuschauer schafft. Regisseur Sebastian Winkels gab seinen Protagonisten keine Themen vor und stellte keine Fragen. Allein der freien Erzählung, der unbedrängten Erinnerung der Brüder gilt die Aufmerksamkeit, die sich aus einer Atmosphäre der
absoluten Stille entwickelt. Aus den sieben Einzelporträts wird ein Austausch unter Brüdern, in dem sich Gleiches und Ungleiches, Gesagtes und Nicht-Gesagtes zum Bild einer großen, gemeinsamen Erzählung verbindet. Die Idee, den sieben Hufschmidtbrüdern einen Film zu widmen, beschäftigte Sebastian Winkels schon seit einigen Jahren. Von der Existenz dieser ungewöhnlichen Familie hatte er durch Stephan Froleyks erfahren, einem befreundeten Komponisten, mit dem er das Musik-Filmprojekt Innen-Aussen-Mongolei realisiert hatte. Noch ohne Genaueres über die Brüder zu wissen, war er von ihrer familiären Konstellation fasziniert.
"Mich hat die Beziehung zwischen Brüdern interessiert", erzählt Winkels. "Zwischen Geschwistern besteht ein unbeschreibliches Band. Ähnlichkeiten und Gegensätze entwickeln sich fortlaufend, nicht zuletzt durch eine Art gemeinsamen, familiären Druck. So werden unterschiedliche Biographien geformt, deren gemeinsamer Ursprung aber unverkennbar bleibt. Auch mich selbst haben geschwisterliche Beziehungen geprägt. Es gibt z.B. diese merkwürdige Gleichzeitigkeit großer Nähe und Distanz, die uns begleitet. Auch die familiäre Position – ich bin Zweitjüngster von fünf Geschwistern – ist eine Kondition, die sich im Leben spiegelt. So haben sich viele spannende Aspekte ergeben, auf die ich mich im Film konzentrieren wollte."
Die grundlegende Frage für Sebastian Winkels am Anfang des Projektes hieß: Was ist das überhaupt, Familie? "Darauf mit Worten eine erschöpfende Antwort zu geben, erscheint mir nach wie vor unmöglich. Ich habe nach einem filmischen Ansatz gesucht, um die Verbindungen zwischen Geschwistern spürbar werden zu lassen. Dabei ging es mir um ein gleichberechtigtes Nebeneinander, in dem die individuellen Wahrnehmungen des gemeinsam Erlebten eine eigenständige Erzählung bilden konnten. Der Film sollte ein Kommunikationsfeld zwischen Brüdern entstehen lassen und ihren freien Erzählungen einen geschützten Raum bieten. Aus unserem Erzählraum, den wir im Studio gebaut haben und der einem dunklen Kinosaal durchaus ähnelt, sollte Gleiches und Ungleiches, Gesagtes und Nicht-Gesagtes als kollektives Bild aus dem gemeinsamen Hintergrund hervortreten können."
Daneben interessierte es Sebastian Winkels, einen Film über die Generation seiner Eltern zu machen, auch hinsichtlich der eigenen Sozialisation. "Die Generation, die mich erzogen hat, besser zu verstehen, schärft den Blick auf das eigene Leben. In den gängigen historischen Formaten habe ich bisher wenig von dem gehört, was diese letzte Kriegs- und erste Nachkriegsgeneration zu erzählen hat. Zur Stunde Null war Klaus Hufschmidt 16 Jahre, und Jochen gerade erst geboren. Der starke Zusammenhalt der Hufschmidtbrüdern rührt nicht zuletzt daher, dass sie während des Krieges jahrelang getrennt waren, bevor sie sich 1945 im Elternhaus neu begegneten. Diese Generation hat einen unglaublichen Umbruch erlebt und existenzielle Erfahrungen gemacht: die Kindheit im Schatten des Krieges, die Kinderlandverschickung, den Zusammenbruch des Nazireichs und dessen Aufarbeitung oder Verdrängung in der Familie, die allgegenwärtige Verlogenheit und das Festhalten am Alten, z.B. in den Schulen, schließlich der Aufschwung der Nachkriegsjahre. Eine andere wesentliche Erfahrung dieser Generation, der ‚Gründungsriege’ der alten BRD, ist wohl auch, dass sie so dringend gebraucht wurde – diese Herausforderung hat ihre Lebenswege wesentlich bestimmt und sie vielleicht auch mit ermöglicht. Das siebenfache Erinnern an die persönliche, zum Teil kindliche Sicht birgt für mich Perspektiven einer eigenen Wahrheit, die mir neue Einblicke in diese schon ferne Zeit ermöglicht haben."
8 mile
Mitten in Detroit, auf der Trennlinie zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung, lebt Jimmy Smith Jr. (Eminem) mit seiner schlampigen Mutter (Kim Basinger) in einem schmuddeligen Wohnwagen. Jimmy träumt von einer erfolgreichen Karriere als Rapper. Doch davon ist er weit entfernt. Bei Auftritten in lokalen HipHop-Schuppen versagen ihm regelmäßig die Nerven und in der von Schwarzen dominierten Musikszene gilt er sowieso als kümmerlicher Exot. Jeden Tag muss Jimmy erneut um seine Anerkennung kämpfen...
Plakatmotiv (USA) - Klicken für große Version Mit "8 Mile" gibt der umstrittene US-Rapper Eminem seinen schauspielerischen Einstand. Die Story des weißen Künstlers, der sich unter Schwarzen behaupten muss, ist dabei teilweise an die eigene Biografie angelehnt. Vielleicht ist das ein Grund, warum Eminem seine Aufgabe mit Bravour bewältigt. Engagiert spielt er gegen sein Image des Bad Boy an und zeigt sich als verletzlichen und nachdenklichen Menschen. Aggressiv sind einzig seine Texte. Das gleiche gilt für den Film insgesamt. Hier liefern sich keine Straßengangs blutige Schlachten, hier wird sich allein mit Worten duelliert. Der Höhepunkt ist somit auch ein verbaler Showdown in einem Musikclub. Für seine Debütleistung gebührt allein Eminem Respekt. |
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11`09``01

(11`09``01 - September 11, Großbritannien, Frankreich
2002)
123 min. Die terroristischen Anschläge vom 11. September 2001 ließen die
Welt erstarren. Rund um den Globus lösten die einstürzenden Zwillingstürme
des World Trade Centers Trauer, Angst und Entsetzen aus. Jeder erlebte
diesen Augenblick anders. Doch egal mit welchen Gefühlen die Bilder auch
betrachtet wurden, vergessen wird diesen Augenblick vermutlich niemand...
11 Regisseure aus 11 Nationen erzählen in 11 Geschichten ihre ganz
individuelle Sichtweise auf den Anschlag und seine weitreichenden Folgen.
Inhaltlich wurde den Filmemachern vollkommen freie Hand gelassen. Nur die
Rahmenbedingungen standen fest. Die Kurzfilme mussten eine exakte Länge
von 11 Minuten, 9 Sekunden und einem Bild aufweisen - 11`09``01. Initiiert
wurde der Episodenfilm von dem französischen Produzenten Alain Brigand,
der so namhafte Regisseure wie Ken Loach, Shohei Imamura, Sean Penn und
Samira Makhmalbaf für sein Projekt engagierte. Die große Stärke der
Kollage ist dabei nicht einmal die Qualität jedes Einzelstücks, sondern
die Vielfalt der Perspektiven auf ein und dasselbe Ereignis. Wenn eine
Gruppe Schulkinder in Burkina Faso auf der staubigen Straße steht und gen
Himmel fleht: "Osama Bin Laden, wir brauchen dich!", dann hat
das aus einer afrikanischen Sicht urplötzlich eine ganz andere Intention,
als man zunächst annehmen würde. Für politisch und kulturell
interessierte Kinogänger ist dieser Film geradezu ein Muss. Allerdings
mit dem gravierenden Schönheitsfehler, dass erst der 11. September
passieren musste, um ihn auf die Beine zu stellen.
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12
Uhr mittags
Oscar ®: Oscar für 1952 für Gary Cooper (Hauptdarsteller)
Osca fürr 1952 für Dimitri Tiomkin (Musik)
Oscar für 1952 für Elmo Williams, Harry Gerstad (Schnitt)
Oscar für 1952 für "High Noon" (Song)
Oscar-Nominierung für 1952 für "High Noon" (Bester Film)
Oscar-Nominierung für 1952 für Carl Foreman (Drehbuch)
Oscar-Nominierung für 1952 für Fred Zinnemann (Regie)

Genre: Western, Schwarzweiß, USA, 1952, FSK 12,
Regie: Fred Zinnemann, mit Gary Cooper, Grace Kelly, Um zwölf Uhr mittags an seinem Hochzeitstag soll der Mörder Frank Miller mit dem Zug nach Hadleyville kommen. Seine Komplizen erwarten ihn bereits. Sheriff Will Kane weiß, daß Miller ihn töten will; er braucht Unterstützung von den Bürgern des Ortes.
Doch die lassen ihn feige im Stich und raten ihm sogar, aus Hadleyville zu verschwinden. Kane aber bleibt stur - selbst dann, als ihn auch seine Frau Amy, eine Quäkerin, die Gewalt verabscheut, verlassen will. Alleine tritt er zum Showdown gegen Miller und dessen Männer an.
Lexikon des internationalen Films: Über seinen filmhistorischen Wert hinaus stellt der populärste und meistausgezeichnete Film der 50er Jahre eine bittere Abrechnung mit der McCarthy-Ära dar. Der Drehbuchautor Carl Foreman war 1951 auf die "Schwarze Liste" des Kommunistenjägers geraten und in dem Stoff eigene Erfahrungen verarbeitet.
Fred Zinnemann, US-Regisseur österreichischer Herkunft, schuf mit "Zwölf Uhr mittags" den wahrscheinlich bekanntesten Western der Filmgeschichte.
Bemerkenswert ist die Fotografie von Kameramann Floyd Crosby. Gemeinsam mit Fred Zinnemann studierte er viele Originalaufnahmen vom echten Wilden Westen. Darauf beschlossen sie, den Film ohne beschönigende Kameraeffekte möglichst realistisch zu zeigen. Eigentlich sollte Gregory Peck die Hauptrolle bekommen, nach dem Lesen des Drehbuchs sagte er jedoch ab.
21
Gramm
Drama, USA 2003, Regie: Alejandro González Iñárritu;
FSK ab 12 Jahren; 125 Min.Der für seinen weltweiten Kinoerfolg "Amores Perros" Oscar®-nominierte Regisseur Alejandro González Iñárritu zeigt mit 21 GRAMM ein wildes und mitreißendes, raffiniert verwobenes und innovativ erzähltes Drama um Liebe, Betrug, Tod, Schuld und Vergeltung. 21 GRAMM beschäftigt sich mit dem Leben dreier Personen, deren Schicksale sich durch einen dramatischen Unfall unwiderruflich verbinden. Der todkranke Paul (SEAN PENN) hofft, dass ein Spenderherz sein Leben retten wird; die Ehefrau und Mutter Cristina (NAOMI WATTS) muss einen großen Verlust verkraften; und dem Ex-Strafgefangenen Jack (BENICIO DEL TORO) wird erneut der Boden unter seinen Füßen weggerissen.
Alejandro González Iñárritu zählt zu den interessantesten Filmemachern der jüngeren Generation. Für 21 GRAMM, seinen ersten englischsprachigen Film, konnte er hochkarätige internationale Darsteller gewinnen: Neben dem 4-fach Oscar®-nominierten Sean Penn ("Ich bin Sam", "Sweet and Lowdown"), der bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig mit der „COPPA VOLPI“ als Bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, spielen Oscar®-Preisträger Benicio Del Toro ("Traffic") sowie Naomi Watts, Shooting Star aus "Mulholland Drive" und "Ring", die Hauptrollen.
21 GRAMM wurde Ende Januar in 2 Kategorien für einen Oscar® nominiert: Naomi Watts als Beste Weibliche Hauptdarstellerin und Benicio Del Toro als Bester Männlicher Nebendarsteller.
In den USA erhielt 21 GRAMM bereits zahlreiche Preise: Sean Penn gewann den NBR Award (National Board of Review Award) als Bester Männlicher Darsteller; Naomi Watts erhielt unter anderem den LAFCA Award (Los Angeles Film Critics Association Award) und den OFCS Award (Online Film Critics Society Award) als Beste Schauspielerin und war - genau wie Benicio Del Toro - für viele weitere Kritikerpreise nominiert. Auch bei den SAG Awards (Screen Actors Guild Awards) ist 21 GRAMM vertreten: mit einer Nominierung für Naomi Watts als Beste Hauptdarstellerin und einer weiteren für Benicio Del Toro als Bester Nebendarsteller.
Bei Preisverleihungen in Europa findet 21 GRAMM ebenfalls große Beachtung. Für die BAFTA Awards (British Academy of Film and Television Art Awards), hat der Film zahlreiche Nominierungen erhalten: Sean Penn und Benicio Del Toro als Beste Hauptdarsteller, Naomi Watts als Beste Hauptdarstellerin, Guillermo Arriaga für das Originaldrehbuch sowie Stephen Mirrione für den Schnitt.
Im Jahr 2003 war 21 GRAMM außerdem als Bester Ausländischer Film für den Europäischen Filmpreis nominiert.

Paradiso
- 7 Tage mit 7 Frauen
Deutschland 2000, 103 min, von
Rudolf Thome, mit Hanns Zischler. Der erfolgreiche Komponist Adam
Bergschmidt lädt zu seinem sechzigstem Geburtstag die sieben wichtigsten
Frauen seines Lebens in sein Landhaus ein. Gemeinsam verbringen sie eine
Woche voller Erinnerungen und Erzählungen. Die Phasen und Schichten eines
Lebens schieben sich übereinander, und ganz neue Erfahrungen scheinen möglich.
Nichts ist abgeschlossen, aber nirgends ist ein Neuanfang möglich. Was
als Feier der Vergangenheit beginnt, endet mit großen Versprechungen für
die Zukunft.
Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären 2000.
50
erste Dates

Regie: Peter Segal; Komödie, ab 6
J., USA 2004, mit Adam Sandler (Henry Roth), Drew Barrymore (Lucy Whitmore),
Henry Roth arbeitet als Veterinär in einem Aquarium auf Hawaii und
verliebt sich dort in Lucy. Allerdings hat die vermeintlich perfekte
Romanze einen Haken: Lucy leidet am ständigen Verlust ihres
Kurzzeitgedächtnisses. Um also eine geregelte Beziehung führen zu
können, muss Henry jeden Tag aufs Neue dafür sorgen, dass sich Lucy in
ihn verliebt.
100
Schritte
Eine wahre Geschichte. Alles
beginnt mit einer Entscheidung.
Nur 100 Schritte liegen zwischen dem Elternhaus von ‚Peppino’ Giuseppe
Impastato und dem von Gaetano Badalamenti, dem Oberhaupt der lokalen Mafia
von Cinisi, einem kleinen Ort bei Palermo. Ginge es nach seinem Vater
Luigi, dann hätte Peppino eine wichtige Position in Onkel Tanos
Organisation bekleiden sollen, doch Peppino entscheidet sich schon als
Kind gegen die Mauer des Schweigens, die seine Familie umgibt.
„100 Schritte” erzählt die Geschichte einer italienischen Familie,
einer Mutter, die viel zu spät das traditionelle Schweigen bricht, eines
Vaters, zerrissen zwischen der Liebe für seinen Sohn und der Zugehörigkeit
zur Mafia. „100 Schritte” ist die Geschichte eines jungen Mannes,
dessen Zivilcourage ganz Italien aufgerüttelt hat
Es kommt immer seltener vor, dass ein Film
gesellschaftspolitische Relevanz entfaltet, zuletzt war eine solche
Relevanz eines Films für Deutschland bei Bowling for Columbine” von
Michael Moore zu spüren. Für die Italiener war „100 Schritte” im
Jahr 2000 ihr „Bowling for Columbine”. Wenn man den Film gesehen hat
versteht man warum, und auch wie folgerichtig „100 Schritte” sich
gegen starke Konkurrenz wie „Malena” von Giuseppe Tornatore und
„Brot und Tulpen” von Silvio Soldini um die Italienische Kandidatur
für den Oscar ‚Bester fremdsprachiger Film” behauptet hat.
Der Fall Giuseppe Impastato ist einmalig für die Geschichte Italiens.
Am 9. Mai 1978 wird der Radioredakteur und Anti-Mafia-Aktivist ermordet.
Die Behörden legen das Verbrechen als Selbstmord zu den Akten. Seine
Freunde und die Familie Impastato kämpfen fast zwei Jahrzehnte lang um
die Wiederaufnahme der Ermittlungen. 1994 macht eine Fernsehreportage
des Journalisten Claudio Fava über unaufgeklärte Mafia-Verbrechen „Cinque
delitti imperfetti” (1994) den Fall in ganz Italien bekannt, löst
eine Welle der Anteilnahme aus und setzt die italienische Justiz unter
Druck.
Erst 1996 erklärt die Staatsanwaltschaft von Palermo den Tod Impastatos
offiziell zum Verbrechen. |