Unsere Filme W

Was nicht passt, wird passend gemacht

D, 2002 Regie: Peter Thorwarth. Makabre Komödie vom Bau, die durch (Ruhrpott-)Pointen, authentische Dialoge, markante Figurenzeichnung und flüssigen Erzählstil besticht. Wer den Erfolgs-Kurzfilm zweier unserer Open-Air-Festivals kennt, weiss, welche zwerchfellerschütternde, schwarze Komödie über die ersten Schritte eines Architekturstudenten am Bau auf ihn zukommt.

 

Wahnsinnig verliebt

Die Kunststudentin Angélique (Audrey Tautou) ist wahnsinnig in den Herzchirurgen Loïc (Samuel le Bihan) verliebt. Mit Liebesbriefen, Rosen, Geschenken und einem zuckersüßen strahlenden Lächeln zeigt sie ihm stets aufs Neue ihre Liebe. Das Problem ist nur, dass Loïc noch mit Rachel (Isabelle Carré) verheiratet ist, und die ist noch dazu schwanger. Doch Angélique hört nicht auf, an ein Happy End zwischen ihr und Loïc zu glauben, denn was bliebe ihr noch, wenn sie keine Hoffnung mehr hätte. Also steckt sie eine Enttäuschung nach der anderen weg und kämpft und kämpft und kämpft. Doch in ihrem Liebesrausch hat Angélique nicht bedacht, dass Loïc das Ganze vielleicht ein wenig anders sieht... 

Wallace & Gromit unter Schafen

Animationsfilm, Großbritannien 1995, Nick Park, 30 Minuten, Farbe, FSK: ab 6, Altersempfehlung ab 8
Die allzeit unternehmungslustigen Plastilin-Helden Wallace & Gromit haben einen neuen Geschäftszweig eröffnet, um sich weiterhin Käse und Crackers leisten zu können: den Wash'n'Go - Fensterreinigungsservice. Aber ein kurzes Zusammentreffen mit der liebenswürdigen Wendolene Ramsbottom, Besitzerin des örtlichen Wollgeschäftes, versetzt nicht nur Wallaces Herz in Aufregung, sondern führt unsere Helden in ein Netz aus Betrug und heimtückischem Verbrechen ...
In der Nacht verschwinden Schafe von den Feldern, und die Wolle muß rationiert werden. Preston, Wendolenes böswilligerer Köter, ist der Hauptverdächtige, und während Wallace in amourösen Verwirrungen steckt, ist Gromit dem Bösewicht auf der Spur. Doch dann schnappt Prestons raffinierte Falle zu, und der unschuldige Gromit wird an Prestons Stelle für die Sheep-nappings verhaftet und ins Gefängnis überstellt. Ist dies das Ende einer wundervollen Freundschaft? Werden Wallace und Wendolene zu Verstand kommen und den wahren Schuldigen der Justiz übergeben? Eine todesverachtende Jagd führt zurück zu Prestons übelriechener Hundefutterfabrik, wo Wallaces letzte Apparatur, die harmlose Knit-o-matic Maschine, in einen Fleischwolf umgebaut unsere Helden erwartet.
Sollten Wallace & Gromit Prestons üblen Plan nicht vereiteln können, dann sind sie dazu bestimmt, als Hundefutter zu enden.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

War photographer

Schweiz 2001, Dokumentarfilm, 96 min, Regie: Christian Frei. James Nachtwey gilt als der beste und meistbeschäftigte Kriegsfotograf unserer Zeit. In seinen mehrfach ausgezeichneten Bildern hält der schüchterne Einzelgänger das Elend und die Grausamkeiten des Lebens fest. Die Hoffnung, dass Bilder die Welt verändern und Kriege beenden können, lässt ihn seinen gefährlichen Job seit mittlerweile 20 Jahren durchstehen...

Knapp zwei Jahre begleitete der Schweizer Dokumentarfilmer Christian Frei den Fotografen bei seiner Arbeit in Indonesien, Kosovo und Palästina. Durch modernste Technik, in Form von Mirokameras, die er an Nachtweys Fotoapparaten installierte, taucht der Zuschauer mitten hinein in die alptraumhaften Bilder, die sich vor der Linse abspielen. Da "Jim" Nachtwey privat eher scheu und wortkarg ist, übernehmen Kollegen und Weggefährten seine Charakterisierung. Dadurch erhebt der Film den Fotografen zum lebenden Mythos, der trotz aller schrecklichen Erlebnisse noch nicht zum abgestumpften Zyniker mutiert ist. Eine spannende Dokumentation, die den Zuschauer optisch mit einer erbarmungslosen Realität konfrontiert

Was das Herz begehrt

USA 2003, Regie: Nancy Myers. mit Jack Nicholson, Diane Keaton, Keanu Reeves, Frances MacDormand; 128 min., Harry Sanborn (Nicholson) ist der ewige Junggeselle, der grundsätzlich nur mit Frauen unter 30 ausgeht. Mit seiner neuesten Flamme Marin (Peet) will er ein romantisches Wochenende im Strandhaus ihrer Mutter auf Long Island verbringen � doch plötzliche Schmerzen in der Brust torpedieren Harrys Plan. Marins Mutter Erica Barry (Keaton), eine erfolgreiche, geschiedene Theaterautorin, ist alles andere als begeistert, als sie Harry gesund pflegen soll. Aber als die beiden allein sind, staunt Harry nicht schlecht: Erstmals fühlt er sich zu einer Frau hingezogen, die altersmäßig zu ihm passt. Und obwohl Erica Harry zunächst vehement abgelehnt hat, entdeckt auch sie die Liebe neu. Das Techtelmechtel der beiden bleibt allerdings nicht ungestört, denn auch Harrys charmanter, jugendlicher Arzt Julian Mercer (Reeves) macht Erica den Hof.

Als Harry wieder auf den Beinen ist, kehrt er nach Hause und zu seinem alten Leben zurück. Doch seine Liebe zu Erica hat ihn nachhaltig verändert � diesmal muss er wirklich über seinen Schatten springen, um sie endgültig für sich zu gewinnen.

Was Mädchen wollen
Ab 12 Jahren, 104 min., Daphne Reynolds hat scheinbar alles, was sich ein amerikanisches Mädchen nur wünschen kann. Mit ihrer unkonventionellen Mutter Libby versteht sie sich blendend, sie führt ein unbeschwertes Leben, aber dennoch spürt sie, dass etwas fehlt. Daphne träumt davon, den ihr unbekannten Vater kennen zu lernen: Libby hat sich vor 17 Jahren unsterblich verliebt, verließ dann aber ihren Freund, weil sie von seiner aristokratischen Familie nicht akzeptiert wurde.

Spontan fliegt Daphne nach London, denn sie möchte endlich eine Beziehung zu ihrem Dad aufbauen. Dort entdeckt sie, dass ihr Vater der bekannte Politiker Lord Henry Dashwood ist. Henry hatte von seiner Vaterschaft keine Ahnung, nimmt aber seine Tochter bei sich auf und führt sie in die Gesellschaft ein - was fast einen Skandal auslöst und seine Karriere gefährdet.

Weil die Wahlen bevorstehen, hält Daphne ihr ungestümes Temperament im Zaum und passt sich den verstaubten britischen Gesellschaftsritualen an, um als Debütantin zu reüssieren. Henry unterstützt sie dabei - was man von seiner intriganten Verlobten und ihrer eifersüchtigen Tochter nicht sagen kann: Sie brüskieren Daphne, wo es nur geht.

Doch Daphne findet einen Verbündeten, den charmanten Musiker Ian, der sich mit der Etiquette bestens auskennt. Daphne fügt sich, hat Erfolg, muss dafür aber ihre Persönlichkeit verleugnen. Sie möchte zwar Henrys Tochter sein, aber soll sie sich deshalb aufgeben?

Oder, wie Ian es formuliert: "Warum passt du dich an, wenn es dir doch vorbestimmt ist, dich von der Masse abzuheben?"

Was nützt die Liebe in Gedanken

Thriller DARSTELLER: Daniel Brühl, August Diehl, Anna Maria Mühe, Thure Lindhardt, Jana Pallaske, u.a. REGIE: Achim von Borries, Deutschland 2002 FILMLÄNGE: 89 Minuten HOMEPAGE: www.liebe-in-gedanken.de

 Gibt es ihn wirklich, den höchsten Punkt im Leben? Günther (August Diehl) und Paul (Daniel Brühl) sind davon überzeugt: Sie wollen leben, in vollen Zügen und ohne Kompromisse - und gleiches verlangen sie von der Liebe. Gemeinsam mit Günthers Schwester Hilde (Anna Maria Mühe) verbringen sie das Wochenende in einem Sommerhaus auf dem Land. Paul ist fasziniert von dem Mädchen und verliebt sich in sie. Und zunächst sieht es so aus, als ob Pauls Gefühle erwidert
werden. Doch Hilde liebt viele. Heimlich trifft sie sich mit Hans - Günthers ehemaligem Liebhaber.

Im Garten des Hauses feiern sie ein rauschendes Fest. Als Hans überraschend zu ihnen stößt, setzt er eine Achterbahnfahrt der Gefühle in Gang, die sehr bald außer Kontrolle gerät: Berauscht von Absinth und Musik, von großer Sehnsucht und ihrer Gier nach dem Leben werden sie alle in einen tödlichen Strudel gerissen....

ALS VORFILM: TRUE
Drehbuch und Regie: Tom Tykwer; Kurzfilm, 35 mm, ca. 10 min
Teilnehmer am Kurzfilm-Wettbewerb der 54. Berlinale (5.-15. Februar 2004)

Inhalt:

Thomas hat Glück: durch einen Irrtum erhält er die Chance, seine Gefühle zu überprüfen. Weil er in eine Extremsituation gerät, in die er die Geliebte zu verlieren scheint, fällt ihm all seine Unachtsamkeit auf und er erkennt, dass es in der Liebe darum geht, dem anderen in die Seele zu blicken, um ihm dadurch Halt zu bieten. So bekommt er eine zweite Chance. 


FSK ab 16 Jahren
90 Min.Well done
Ab 14 Jahren. Schweiz 1994. Regie : Thomas Imbach. 75 min. Dokumentarfilm, Der Film dokumentiet den Alltag in einem High-Tech-Betrieb. Durch die Aneinanderreihung kürzester Abschnitte gleicher Abläufe entstanden rasante serielle Bildfolgen eines Finanz- und Arbeits- Mikrokosmos. Dessen subtile Gewalt der Technologie und Selektionierung lässt Frauen und Männer zu ständig rotierenden Rädchen in einer durchorganisierten Konkurrenz- und Effizienzmaschinerie werden und beeinflusst das Verhalten der auf Erfolg getrimmten MitarbeiterInnen auch im Familien- und Freundeskreis. Eindrucksvolle Bilder und stimmige Beschreibung unserer Arbeitswelt.

Whale rider

Genre: Drama
Farbe, Neuseeland, 2002,Neuseelands Ureinwohner, die Maori, glauben, dass ihre Vorfahren in Kanus über das Meer kamen. Die Einwohner von Whangara und der Ostküste hingegen glauben, dass ihr Urahne Paikea vor über tausend Jahren das Land auf dem Rücken eines Wales, der ihn nach dem Kentern seines Kanus gerettet hatte, erreichte. Seither trägt in jeder Generation ein männlicher Nachfahre des Walreiters diesen Titel und ist Oberhaupt des Stammes.



Nun ist die Zeit für einen neuen Erben gekommen. Als jedoch der Hoffnungsträger bei der Geburt stirbt und nur dessen Zwillingsschwester überlebt, sieht sich Stammesführer Koro nicht imstande, seine Enkelin Pai(kea) als zukünftiges Oberhaupt zu akzeptieren.



Koro, überzeugt davon, dass das Unglück seines Stammes mit der Geburt Pais begann, ruft sein Volk dazu auf, ihm seine Söhne zu bringen, um unter ihnen den neuen Anführer zu ermitteln. Dieser soll den Stamm wieder aus all seinen Schwierigkeiten herausführen.



Die 12-jährige Pai, die ihren Großvater Koro mehr als jeden Anderen auf der Welt liebt, muss sich nun gegen diesen und eine tausendjährige Tradition auflehnen, um ihre Bestimmung zu erfüllen. 

So ergreifend, dass in Neuseeland sogar hartgesottene Maori-Krieger Rotz und Wasser heulten

Wilde Bienen

Tschechien 2002, 94 min, Regie: Bohdan Slama; In einem entlegenen tschechischen Dorf, weit entfernt vom Rest der Welt und seinen Revolutionen, pendelt das Leben zwischen der Arbeit und dem Gang in die Kneipe. Das Ereignis des Jahres ist der Feuerwehrball. Kaja, der Sohn des selbsternannten Dorfphilosophen, ist ein schüchterner und einfacher Holzfäller, der ein Auge auf Bozka geworfen hat, das Mädchen, das im Dorfkiosk arbeitet. Leider hat die etwas mit Lada, dem Dorfdandy und Michael Jackson-Imitator. Selbstverständlich kann Kaja sich mit ihm nicht messen. Dann trifft sein Bruder unerwartet im Dorf ein und der Feuerwehrball beginnt. Ein heiter-ironischer Film über das Landleben in einem mährischen Dorf. Liebevoll beobachtet, manchmal grotesk, sehr berührend erzählt er von den einfachen Menschen, ihren Träumen und geheimen Sehnsüchte - in der Tradition der tschechischen Nouvelle Vague. Denn wer muss nicht bei Feuerwehrball an den gleichnamigem Film von dem Tschechen Milos Forman denken, der an die cineastischen Ursprünge des berühmten Regisseurs erinnert sowie an seine frühere Nähe zum Cinéma Vérité. Wie unaussprechlich wertvoll Humor ist, wie schmal die Grenze zwischen Verzweiflung und Glückseligkeit sein kann und was das Leben lebenswert macht, all das zeigt dieser Film. Und nicht zuletzt, warum Kino Kino ist und unverzichtbar.

Wilbur

Dänemark 2002, Dänem/GB 2002, Regie: Lone Scherfig („Italienisch für Anfänger"). 106 min., Eine sanft-schwarze Komödie im schottischen Milieu. Wilbur ist ein netter Kerl - er bringt sich jedesmal um, doch ruft er vorher seinen Bruder Harnour an, damit er gerettet wird. Harbour ist Buchhändler, kümmert sich selbstlos um den Bruder und geht nach und nach mit der schüchternen Alice ein Verhältnis ein. Ihre Tochter Alice mag wie alle den eigensinnigen Wilbur. Lachen zieht in den Buchladen ein, aber dann ändert sich alles, als der unerschütterlich scheinende Harbour plötzlich krank wird. Aber wie auch sonst in diesem wunderbaren Film zeigt sich, dass alle menschlichen Unzulänglichkeiten durch die Größe des Herzens mit einem weinenden und einem lachenden Auge angenommen werden können.

Die wilden Kerle

D 2003, 93 min, ab 6 Jahre Alles ist gut, solange du wild bist! Der Schlachtruf der Wilden Kerle, einer lässig frechen Fußball-Bande, hallt über den Teufelstopf. Der Bolzplatz ist das Revier der sechs- bis zehnjährigen Jungs, hier sind sie die beste Fußballmannschaft der Welt! Ihr Anführer ist Leon, der Slalomdribbler. Sein großer Bruder Marlon, Leons bester Freund Fabi, der kleine Raban, die Brüder Juli und Joschka und der Bomber Maxi machen das Dreamteam perfekt.

Doch in diesen Ferien sind die Wilden Kerle vom Pech verfolgt. Dauerregen hat den Teufelstopf in einen Sumpf verwandelt. Für die Wetter-Beschwörungsversuche mit dem runden Leder im heimischen Wohnzimmer - geniale Ballkunststücke und Hackentricks der Wilden Kerle - hagelt es Hausarrest und Fußballverbot. Und dann besetzt auch noch der Dicke Michi mit seiner schwabbelbäuchigen Bagage den heiligen Bolzplatz.

Todesmutig macht Leon einen Deal mit den Großen: In zehn Tagen wird ein Fußball-Match entscheiden, wer die Meister vom Teufelstopf sind.

Alles scheint gut zu werden. Die Wilden Kerle finden einen Trainer, der sie für das große Spiel gegen Michis Balltreter fit macht. Doch dann passiert eine Katastrophe nach der anderen: Raban und Juli laufen zum Dicken Michi über, Willi schmeißt den Trainerjob hin und: ein Mädchen taucht auf!!

Hottentottenalptraumnacht! Aber so schnell lassen sich die Wilden Kerle nicht unterkriegen. Schließlich heißt es ja nicht umsonst: Alles ist gut, solange du wild bist! 

 

Wie werde ich ihn los in 10 Tagen



Wette nie, wenn du nicht sicher bist auch zu gewinnen! Werbeprofi Ben (Matthew McConaughey) hat 10 Tage Zeit das Herz der jungen Mode-Journalistin Andie (Kate Hudson) zu erobern. Denn nur so gewinnt er nicht bloss eine Wette, sondern auch den neuen Etat seiner Agentur. Und was sollte da schiefgehen, denn ein Typ wie Ben lässt Frauenherzen schmelzen. Aber auch Andi (Kate Hudson) hat ihrerseits 10 Tage Zeit, Ihren Artikel "Wie wird man ihn in los, in 10 Tagen?" fertigzustellen. Was dabei herauskommt, wenn "er alles probiert, sie zu halten" und "sie alles daran setzt, ihn loszuwerden": Die ganz große Liebe!


Wie Feuer und Flamme

Deutschland 2001, Darsteller: Anne Bertheau, Antonio Wannek, Tim Sander Regie: Connie Walther Drehbuch: Natja Brunckhorst FSK: ab 12 Länge: 94 Min. Prädikat: besonders wertvoll Genre: Drama.1982. Schauplatz der Geschichte ist das zweigeteilte Berlin. Nele (Anna Bertheau) ist 17. Zusammen mit ihrem Vater, der einst aus der DDR geflohen ist, wohnt sie in einer lockeren WG im Westen der Stadt. Als die Großmutter stirbt, geht Nele zur Beerdigung. Das erste Mal in ihrem Leben sieht sie die andere Seite des "Eisernen Vorhangs". Dort lernt sie Captain (Antonio Wannek) kennen, einen jungen Punk, der in einer Band spielt und gegen den Staat rebelliert. Die beiden fangen sofort "Feuer". Doch welche Chance hat eine Teenagerliebe in der geteilten Stadt? Captains Eltern können Nele nicht leiden, seine Clique ist misstrauisch gegenüber der West-Tussi und Neles beste Freundin hält ihre große Liebe für ein Hirngespinst. Doch der gefährlichste Feind der beiden ist die Stasi, denn diese hat Captains Clique als Staatsfeind ins Visier genommen. Nach einer Razzia wird Nele aus der DDR ausgewiesen und Captain verhaftet. Es scheint, dass es für die beiden keine Chance gibt, sich jemals wieder zu sehen. Doch Nele gibt nicht auf, sie setzt alles daran, heimlich in die DDR zurückzukehren und ihre große Liebe zu retten...

Mit schnellen Kamerafahrten, comicartig verfremdeten Sequenzen und einer großen Liebe zum Detail fängt Regisseurin Connie Walther das ein, was einem diesen Film besonders nahe bringt: Die Gegensätze und die Absurdität einer zweigeteilten Stadt. Da ist einerseits das graue, als spießig dargestellte DDR-Leben vom Mufuti (wer kennt ihn nicht, den DDR-Parade-Multifunktionstisch) bis hin zur absoluten Kontrolle durch die Stasi. Und da ist eben auf der gleichen Seite auch das ganz normale Leben der Jugendlichen, die Sehnsüchte haben, rebellieren, protestieren - gegen was auch immer. Da ist auf Wessi-Seite das freie Leben, der Konsum und Menschen, die die Präsenz der Mauer in ihren Köpfen längst zu verdrängen suchen. Zwar wirkt die Darstellung der Gegensätze, einerseits die lässig-lockere Wessi-WG, andererseits die fiesen DDR-Grenzbeamten, fast karikaturhaft übertrieben, doch nimmt das dem Charme der Geschichte nichts. Im Gegenteil, als einzig normal erscheinen die beiden Jugendlichen, die das gleiche wollen wie die meisten Menschen auf dieser Welt, nämlich mit der Liebe ihres Lebens zusammen sein.
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Wilbur

Dänem/GB 2002, Regie: Lone Scherfig („Italienisch für Anfänger"). 106 min., Eine sanft-schwarze Komödie im schottischen Milieu. Wilbur ist ein netter Kerl - er bringt sich jedesmal um, doch ruft er vorher seinen Bruder Harnour an, damit er gerettet wird. Harbour ist Buchhändler, kümmert sich selbstlos um den Bruder und geht nach und nach mit der schüchternen Alice ein Verhältnis ein. Ihre Tochter Alice mag wie alle den eigensinnigen Wilbur. Lachen zieht in den Buchladen ein, aber dann ändert sich alles, als der unerschütterlich scheinende Harbour plötzlich krank wird. Aber wie auch sonst in diesem wunderbaren Film zeigt sich, dass alle menschlichen Unzulänglichkeiten durch die Größe des Herzens mit einem weinenden und einem lachenden Auge angenommen werden können.

 

 


 

 

 

Wir 

Drama, D 2002, Regie: Martin Gypkens, FSK ab 12 Jahren/Prädikat: besonders wertvoll, 105 Min. Einen Sommer lang wird das Leben eines Freundeskreises erzählt. Zehn Menschen, Mitte Zwanzig, sind auf der Suche nach dem richtigen Job, dem richtigen Studienfach und natürlich auf der Suche nach Liebe. Florian zieht von Aachen nach Berlin. Einen Sommer lang wird das Leben eines Freundeskreises im heutigen Berlin erzählt. Zehn Menschen, Mitte Zwanzig, müssen Entscheidungen treffen. Sie stammen aus der gut bürgerlichen Mittelschicht, haben Abitur gemacht und alle Möglichkeiten stehen ihnen offen. Sie sind auf der Suche nach den richtigen Lebensentwürfen, nach dem richtigen Job, dem richtigen Studienfach und natürlich auf der Suche nach Liebe. Doch überfordert von der Freiheit, von dem Über- angebot an Möglichkeiten, flüchten sie sich in die Beliebigkeit von Beziehungen, in den Kon- sum von Drogen, Medien und Menschen. Sie proben die Flucht nach vorne, indem sie ihre Verletzlichkeit hinter schnoddrigen Zynismen zu verbergen suchen. Oder sie ziehen sich zurück in die eigenen vier Wände, in Tagträume auf der Suche nach dem inneren Gleichgewicht. Sie stehen sich selbst im Weg und merken dabei nicht, das einer unter ihnen die Kontrolle verliert.

Wir müssen zusammenhalten

2001. Die tragikomische, schweijakische Geschichte eines Helden wider Willen. 1941 in einer tschechischen Kleinstadt. Das Leben eines kinderlosen Ehepaares nimmt einen gänzlich unerwarteten Verlauf, als es eine jungen jüdischen Flüchtling versteckt. Bizarr anrührend wird das Leben im Aberwitz von Kollaboration und Feigheit, Anstand und Schlitzohrigkeit, Angst und unverhohlenem Heldentum beschrieben. 2001 für den besten OSCAR als bester ausländischer Film nominiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wolfzeit

D/Ö/FR 2003 Regie: Michael Haneke, mit Isabelle Huppert, Patrice Chéreau, Béatrice Dalle, 113 Minuten. Nach der KLAVIERSPIELERIN ein neuer künstlerischer Triumph von Michael Haneke und seiner Lieblingsschauspielerin Isabelle Huppert.Als Anne und ihre Familie in ihrem Ferienhaus ankommen, finden sie Fremde darin vor. Diese Konfrontation ist nur der Beginn eines schmerzlichen Lernprozesses:

Nichts ist mehr, wie es war.Was als Familiengeschichte beginnt, entwickelt sich zur kollektiven Tragödie. Aber es ist auch eine Legende, also die Geschichte eines Opfers und, vielleicht, die Geschichte eines Heiligen.Haneke erzählt eine Apokalypse, die so realistisch und unspektakulär wie eindringlich ist. Eine Herausforderung! PRESSESTIMMEN:
"In streng durchkomponierten, oft nachtschwarzen Bildern erzählt Regisseur Michael Haneke vom Zerfall der menschlichen Zivilisation und tastet sich durch eine Odyssee des nackten Überlebens in einem feindlichen Milieu. Menschliche Abgründe, extreme Brutalität - Haneke ist diesen Themen in all seinen Filmen treu geblieben. Während in seiner Jelinek-Verfilmung DIE KLAVIERSPIELERIN Gewalt und Verletzungen Privatsache blieben, verborgen in der Lebensnische einer Frau, zeigt sein neuer, ebenfalls in Österreich gedrehter Film Gewalt sehr viel direkter, unmittelbarer." Katalog Französische Filmtage Leipzig

"Nach der KLAVIERSPIELERIN zeichnet Haneke hier eine Welt jenseits aller gesellschaftlichen Normen. Welcher Katastrophe dem zugrunde liegen mag, interessiert Haneke nicht, er konzentriert sich auf das veränderte menschliche Verhalten, das fortan von dunklen in den Abgründen unseres Unterbewußtseins verschütteten Instinkten bestimmt wird. In seiner metaphorischen Kraft geht der Film weit über Darwin hinaus und entwickelt kafkaeske Züge, die das Thema einer kulturellen Auseinandersetzung zugänglich machen." PROGRAMMKINO.DE

 

Wolken

Dokumentarfilm der belgischen Regisseurin Marion Hänsel, die in Auszügen aus eigenen Briefen über die Beziehung zu ihrem Sohn philosophiert. Dazu schwelgt sie in Aufnahmen von Wolken. Es sind Bilder von grimmigen grauen Ungeheuern und weichen weißen Schäfchen. Sie geben zeitgleich Zeugnis von Kraft, Tristesse und Schönheit der Natur.


Das Wunder von Bern

D 2003, Regie: Sönke Wortmann, 118 min., Sommer 1954: In einer kleinen Bergarbeitersiedlung in Essen sieht der elfjährige Matthias Lubanski mit seiner Mutter und seinen Geschwistern voller Hoffnung und Sorge der Rückkehr seines Vaters aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft entgegen. Christa Lubanski hat sich und ihre Kinder unter großen Entbehrungen durch Krieg und Nachkriegsjahre gebracht.

Längst hat der fußballbegeisterte Matthias in seinem Idol, dem Essener Stürmer-Star und Nationalspieler Helmut Rahn, einen Ersatzvater gefunden. Als der Taschenträger vom "Boss" verdient sich Matthias ein paar Groschen dazu, und Rahn bestätigt ihm, dass er nur dann gewinnen kann, wenn Matthias als sein Maskottchen bei den Spielen dabei ist. Das nimmt Matthias natürlich für bare Münze.

In der Schweiz erwartet man zu gleicher Zeit das Aufeinandertreffen der besten Fußballmannschaften der Welt. Während Sepp Herberger und seine Elf zur WM fahren, steht in Essen die Familie Lubanski vor einer Zerreißprobe: Vater Richard bleibt nach seiner Rückkehr verschlossen und aggressiv.

Als die deutsche Mannschaft überraschend ins Finale einzieht, will Matthias unbedingt nach Bern, um Rahn Glück zu bringen - doch Richard Lubanski hat für die Träume seines Sohnes kein Verständnis.

Am 4. Juli 1954 muss sich alles entscheiden ...

In einer Mischung aus dramatischen Momenten aus dem Leben der Familie Lubanski in Essen und packenden, detailgenauen Szenen aus einem Fußballspiel, das Geschichte gemacht hat, erzählt Das Wunder von Bern vom Schicksal der Kriegsheimkehrer in den gar nicht so braven fünfziger Jahren - und von einem Ereignis, das die noch junge Bundesrepublik nicht nur sportlich in einen neuen Zustand versetzte. 

Wutprobe



USA 2003, mit Jack Nicholson, 106 min., ab 6 Jahre, Dave Buznik (ADAM SANDLER), friedliebend, gerät an Bord eines Flugzeugs ohne eigenes Zutun in eine verbale Kontroverse mit dem Kabinenpersonal. Als Folge wird er zu einer Deaggressionstherapie verdonnert. Einen Haken hat die Sache: Kein geringerer als der augenscheinlich völlig verrückte Dr. Buddy Rydell (JACK NICHOLSON) soll Dave die Vorzüge der Sanftmütigkeit vermitteln. Buddy lässt seinen Patienten von einem Fettnäpfchen ins nächste tapsen und macht sich auch noch an dessen Freundin (Marisa Tomei) heran