Unsere Filme S

     Das Sams

D 2001; 100 Min.;BJF/KJF-Empfehlung: ab 6 Jahren, FSK: o.A. (besonders wertvoll); Darsteller: Christine Urspruch, Ulrich Noethen, Armin Rohde, Eva Mattes, Aglaia Szyszkowitz u. a .Regie: Ben Verbong ;Genre: Kinderfilm
Herr Taschenbier (Ulrich Noethen) hatte eine wirklich seltsame Woche: Am Sonntag schien die Sonne. Am Montag traf er seinen Freund Herrn Mon (Armin Rohe). Dienstags hatte der Regenschirmkonstrukteur Dienst, Mittwoch war wie immer Mitte der Woche, und am Donnerstag donnerte es. Am Freitag schließlich hatte er überraschenderweise frei. Dann kam der Samstag, und der brachte ein seltsames kleines, dickes Wesen mit Rüsselnase, Karottenhaar und blauen Punkten im Gesicht: Das Sams (Christine Urspruch). Zunächst ist der schüchterne Herr Taschenbier gar nicht so begeistert von diesem vorlauten Wesen, das zudem alles anknabbert, was nicht niet- und nagelfest ist. Aber dann entdeckt er, dass die blauen Punkte im Gesicht des Sams "Wunschpunkte" sind, die ihm jede Bitte erfüllen. Und schon wird sein langweiliges Leben aufregend: Endlich kann er seine ewig nörgelnde Vermieterin Frau Rosenkohl (Eva Mattes) mal zum Schweigen bringen oder in seinem Zimmer eine Schneeballschlacht veranstalten. Und da wäre ja noch die neue hübsche Kollegin Frau März (Aglaia Szyszkowitz), in die sich Herr Taschenbier unsterblich verliebt hat und die er unbedingt beeindrucken möchte. Aber noch bevor er am Ziel seiner Wünsche ist, wird das Sams plötzlich todkrank, und es gibt nur noch einen Wunschpunkt: Wie wird Herr Taschenbier sich wohl entscheiden?
Bruno Taschenbier (Ulrich Noethen) führt ein geordnetes Kleinstadtleben, bis eines Samstags ein merkwürdiges kleines Wesen mit einer Rüsselnase und roten Haaren auftaucht. Das Sams, so nennt er das Wesen, ist nicht nur frech und chaotisch, sondern es kann auch seine Wünsche erfüllen. Dass von nun an Taschenbiers Leben viel spaßíger und aufregender als früher ist, das kann sich jeder denken ... nach dem Kinderbuch von Paul Ma

 Das Sams in Gefahr
D 2003, Regie: Ben Verbong, mit Ulrich Noethen, Christine Urspruch. Nach elf Jahren kehrt das Sams zu Herrn Taschenbier zurück - diesesmal, um dessen schüchternen Sohn Martin zu helfen. Nach anfänglicher Eifersucht entdeckt Martin den Vorteil der Wunschpunkte. Ohne das Wissen seiner Eltern verändert er - mit gezielten Wünschen - seine Welt nach seinen Vorstellungen. Doch da entführt der fiese Sportlehrer Daume das Sams und wünscht selber, was das Zeug hält. Alles gerät durcheinander und entwickelt sich für Herrn Taschenbier zum schlimmsten, doch da wächst sein Sohn über sich hinaus ...

   Samsara  

Deutschland 2001; 138 Min.; FSK: 12; Darsteller: Christy Chung, Swan Ku, Lhakpa Tsering; Regie: Pan Nalin; Genre: Drama

In einer Höhle im indischen Ladakh hat der Mönch Tashi (Shawn Ku) drei Jahre meditiert. Als er von den Mönchen seines Klosters wieder abgeholt wird, muss er sich nicht nur an das Tageslicht, sondern auch das Leben als Mönch wieder gewöhnen. Während seine Glaubensbrüder die lange Meditation bewundern, gehen Tashi eher weltliche Gedanken durch den Kopf: Er träumt von der Welt außerhalb des Klosters und vor allem von der bildhübschen Pema (Chrity Chung), der er bei einem Erntedankfest tief in die Augen geschaut hat. Er kann der Liebe nicht widerstehen und verlässt das Kloster. Das Leben wird zu einem wunderschönen Traum, denn nach der Hochzeit mit Pema genießt er die Liebe. Als er merkt, dass der Getreidehändler Dawa (Lhakpa Tsering) die Bauern seit Jahren betrügt, bringt er sein Getreide selber in die Stadt. Die Folge sind Streit über Traditionen und schließlich brennen seine Felder. Längst hat er gemerkt, dass auch das weltliche Leben nicht einfach ist. Nachdem er auch noch eine Affäre hat, plant der die Rückkehr ins Kloster...

"Was ist wichtiger: Tausend Wünschen nachzugeben oder einen einzigen wahrhaftig zu besiegen?", lautet die zentrale Frage des Films. Keinesfalls bedient sich der indische Regisseur Pan Nalin dabei westlicher Buddhismus-Klischees oder verliert sich in abgehobene religiöse Sphären. Vielmehr schildert er in atemberaubenden Aufnahmen die glaubwürdigen Lebensfragen eines Mönches. "Samsara" strahlt vor Liebe und überrascht mit einem innovativen Blick in eine faszinierende Welt.

    Sass - die Meisterdiebe

D 2001; 112 min;FSK : ab 12; Regie: Carlo Rola; Darsteller:Ben Becker, Henry Hübchen, Jürgen Vogel; Genre: Drama

 Franz (Ben Becker) und Erich Sass(Jürgen Vogel) werden mit einer Reihe von spektakulären Einbrüchen im Berlin der 20-er Jahre zu wahren Volkshelden. Auch wenn sie verhaftet werden, reichen die Indizien nie zu einer Verurteilung aus. Aus den mittellosen Brüdern einer Arbeiterfamilie werden angesehene Mitglieder der besseren Gesellschaft. Aus vollen Zügen geniessen die beiden das süße Leben. Als sie den größten Coup wagen, besteht auch die größte Gefahr

 

  Der Schatzplanet

(Treasure Planet,) USA 2002; Regie: Ron Clements, John Musker FSK: ab 6 Genre: Trickfilm

Seit seiner frühesten Kindheit träumt Jim Hawkins davon, den verschollenen Goldschatz des sagenumwobenen Kapitän Flint zu finden. Als ihm eines Tages eine mysteriöse Schatzkarte in die Hände fällt, wähnt er sich kurz vor seinem großen Ziel. Flints "Erbe" soll auf einem Planeten am Rande des Universums versteckt sein. Kurzentschlossen chartert Jim eine riesige Weltraumgaleone mitsamt ihrer skurrilen Besatzung. An Bord freundet er sich mit dem Schiffskoch und Cyborg John Silver an. Jim ahnt nicht, dass Silver böses im Schilde führt und den Schatz für sich alleine will... Nicht nur für Kinder...

    Die Scheinheiligen

D 2001. FSK: ab 6 ;76 min.; Regie: Thomas Kronthaler; Darsteller: Johannes Demmel, Andreas Lechner ; Genre: Drama

Subversiver bayrischer Heimatfilm über ein Dorf ( gedreht am Irschenberg ), wo Bestechung, Vetternwirtschaft, rauhe Sitten und bayrischer Charme herrschen. Als die „oide Trennerin" ihr Grundstück für eine Autobahnausfahrt nicht verkaufen will, dazu auch noch einen schwarzen Asylanten bei sich aufnimmt, ist der Ärger vorprogrammiert.Wunderbar authentische Dialoge in einer moritätlichen Provinzgroteske über Autobahn, Fortschritt und bayrisch-traditionelle Beharrlichkeit mit wirklicher Menschlichkeit. Hochschul-Abschlußfilm.

           Scherbentanz     

Jesko (Jürgen Vogel) hat Leukämie. Die einzige, die ihm jetzt noch vor dem nahenden Tod retten kann, ist seine Mutter Käthe (Margit Carstensen). Ausgerechnet jene Frau, die Jesko seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat. Denn Käthe wurde damals wegen ihrer cholerischen Ausraster in eine Psychiatrie eingewiesen. Im Haus seines Vaters steht Jesko ihr erstmals wieder gegenüber. Er sieht eine verwahrloste und geistig gestörte Frau. Bilder aus der eigenen Vergangenheit treten vor sein geistiges Auge. Soll er sein Leben wirklich einer Frau anvertrauen, die ihn damals so fahrlässig im Stich ließ?  

In der Verfilmung seiner eigenen Romanvorlage zeigt Regisseur und Autor Chris Kraus eine zerbrochene Familie voller Psychosen und Neurosen. Durch den drohenden Tod eines Mitglieds wird sie noch einmal im Haus des Vaters zusammengeführt. Dadurch werden längst verdrängte Wunden wieder frisch. Kraus inszenierte sein Drama wie ein Kammerspiel. Die Kamera zeigt verschwommene Bilder. Dadurch wird der Nebel verdeutlicht, der in den Köpfen der Protagonisten im Umgang mit der eigenen Vergangenheit herrscht. Großartig verkörpert Jürgen Vogel den krebskranken Jesko. Er spielt einen gebrochenen Mann voller Selbstmitleid, der mit dem Leben abgeschlossen hat. Er kann keine Freude mehr empfinden und nicht akzeptieren, dass auch andere Menschen Probleme mit dem Leben haben. Trotz aller Schwermut bietet Kraus am Ende einen kleinen Hoffnungsschimmer. Das ist bei diesem Drama auch bitter nötig.

          Schiffsmeldungen 

(Shipping News) USA 200; 111 min; FSK: ab 12;  Regie: Lasse Hallström (Chocolat) ; Darsteller: Cate Blanchett, Judi Dench, Julianne Moore, Kevin Spacey   Genre: Drama

Quoyle ( Kevin Spacey) liebt seine attraktive Frau Petal (Cate Blanchett )über alles. Sie ist jedoch weder an ihm noch an ihrer gemeinsamen Tochter interessiert. Als Petal bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, bewegt Quoyles alte Tante Agnis (Judy Dench ) ihn dazu, in die Heimat seiner Vorfahren, nach Neufundland zurückzukehren
Quoyle kommt in dem kleinen Fischerdorf bei einer Zeitung als Kolumnist der Rubrik „Schiffsmeldungen" unter, wo er bald sein Publikum findet. Die berufliche Anerkennung und die Begegnung mit der jungen Witwe Wavey (Julianne Moore) geben dem zeitlebens vom Pech Verfolgten erstmals Selbstachtung und das Gefühl, geliebt zu werden. Quoyle fasst langsam Mut, ein neues Leben zu beginnen. Adaptation des Bestsellers von Annie Proux.

Ein Schiff wird kommen

Deutschland 2003, Drama, Inhalt
Bruno Winter ist Mitte fünfzig. Früher einmal, in der DDR, war er Chirurg. Aber nach einer "ungewöhnlichen" Auseinandersetzung mit dem Staat verbannten ihn die Funktionäre aus dem Job in leitender Position. Weil politisch angeblich nicht mehr korrekt. Seitdem fährt er Busse. Doch nun ist auch mit diesem Job Schluss ...

Seine Mutter überredet ihn, sich bei einer Agentur eine Frau zu kaufen, um mit dieser dann auf dem elterlichen Bauernhof ein neues Leben zu beginnen. Dubiose Frauenvermittler verschachern ihm wenige Tage darauf Anita; eine Frau, die ihn in der Tat fasziniert. Doch die Vermittler wollen die Frau zurück ...

Anita habe überhaupt niemals zum Verkauf gestanden, es läge ein Missverständnis vor. Das will Bruno nicht akzeptieren. Zumal er erkennen muss, dass Anita selbst gegen die Agentur kämpft, weil sie gegen ihren Willen festgehalten wird. Anita arbeitet eigentlich als Kurier, schmuggelt in einem Koffer Kinder nach Deutschland.

Dass ihm der kleine vietnamesische Junge aus dem Koffer schon bald ans Herz wachsen wird, dass er mitten in Berlin ein gestohlenes Zirkuspferd adoptiert, dass er seinen in kommunistische Revolutions-Ideale verliebten Vater in der Nacht auf einem Schützenpanzerwagen vor dem Reichstag treffen wird, dass er sich mit den Gangstern seiner Stadt anlegt, dass er sich in Anita verliebt ...

- davon und von all den anderen Zufällen, die in naher Zukunft sein Leben total auf den Kopf stellen werden, ahnt Bruno Winter noch nichts. Doch eines ist gewiss in diesem märchenhaften Großstadtfilm - ein Schiff wird kommen. Und die Liebe auch.
, Deutschland, 2003

    Das Schloss meiner Mutter

Fr 1990, Regie: Yves Robert, 98 min, ab 6 J.Marcel ist Schulbester und soll an der Auswahlprüfung der Oberschule teilnehmen- In gedanken ist er aber ständig bei seinen geliebten Hügeln in der Provence. Erst zu Weihnachten fährt die Familie hin. Marcel verliebt sich und vernachlässigt seinen Freund Lili. Ihn ergreift eine ganz unbewußte, kindliche Liebe zu Isabelle, der Prinzessin seiner Fantasie. Nach dem Roman von Marcel Pagnol.

Der Schmetterling


Frankreich 2002 · 83 Minuten · 35mm · Dolby SRD/DTS; Mit Michel Serrault und Claire Bouanich
Der Schmetterlings-Sammler Julien bricht auf, um Isabelle zu suchen - einen herrlichen Nachtfalter, so schön wie selten. Er freut sich auf eine wunderbare Bergwanderung durch tiefe Wälder. Aber Julien hat die Rechnung ohne Elsa gemacht, das oft allein gelassene Mädchen von nebenan. Elsa hat beschlossen, die Reise heimlich mitzumachen...
Nur zu gern würde Julien seinen blinden Passagier wieder loswerden. Aber bei Elsas Mutter geht niemand ans Telefon. Also machen sie sich gemeinsam auf den Weg in die Berge, der knurrige alte Sonderling (unwiderstehlich: Michel Serrault) und Elsa (bezaubernd: Claire Bouanich), die ihm mit ihren unbekümmerten Fragen ganz schön zusetzt - immer auf der Suche nach der geheimnisvollen Isabelle...

Der Schuh des Manitu  

D 2001;FSK ab 6; Regie: Michael  ´Bully` Herbig: Darsteller: Marie Bäumer, Michael ´Bully` Herbig, Christian TramitzGenre: Komödie, Western 

Abahachi (Michael "Bully" Herbig), Häuptling der Apachen, nimmt bei den Schoschonen einen Kredit auf, um sein Stammlokal zu finanzieren. Als der Deal mit dem edlen Immobilienmakler Santa Maria (Sky Dumont) - der sich als alles andere als seriös entpuppt - schief läuft, steht Abahachi zusammen mit seinem Blutsbruder Ranger (Christian Tramitz) auf der Abschussliste des Indianerstammes. Während die Schoschonen den Klappstuhl ausgraben, erinnert sich Abahachi an einen Schatz, mit dem er seine finanziellen Schulden begleichen könnte. Zu dumm nur, dass er die Karte zum Versteck im Suff mit drei anderen geteilt hat. Also macht er sich mit Ranger auf den Weg zur Beauty-Farm seines schwulen Zwillingsbruders Winnetouch (Michael "Bully" Herbig), der ihm bei einer Pina Colada mitteilt, wer die beiden anderen Kartenstückbesitzer sind: der Grieche (Rick Kavanian) und die Uschi (Marie Bäumer)...   Insgesamt fast 13 Millionen Besucher, Satire „unserer Karl-May-Fantasien".

    Eine Schwalbe macht den Sommer

Fr 2000. Mit Michel Serrault, Mathilde Seigner, 108 min. In wunderschönen Bildern erzählt Christian Carion in seiner vor der Kulisse der französischen Voralpen spielenden Komödie von einer jungen Frau, die sich in der Provinz ihren Traum von Freiheit verwirklichen möchte. Die ehemalige Computerspezialistin kauft sich einen Bauernhof in der Bergen, muss aber noch ein Jahr lang den eigensinnigen Vorbesitzer im Nebenhaus ertragen. Er betrachtet jede ihrer Neuerungen skeptisch. Der Erfolg der Städterin fuchst den Alten. Mit miesen Tricks will er die junge Frau aus dem Tritt bringen. Fast sieht es so aus, als könne er sie vergraulen, doch Sandrine will sich von keinem ihren Traum nehmen lassen. Vor der Kulisse der Hochalpen ist eine menschlich anrührende Geschichte über zwei gegensätzliche Menschen, die sich mit der Zeit und mit viel trockenem Humor einander näherkommen.

Der schwarze Hengst

USA 1979, 117 min, ab 6 J. Abenteuerfilm mit einem 12-jährigen Jungen und einem ungebärdigen Araberengst. In zauberhaft schönen Bildern wird die Rettung der beiden nach einem Schiffsuntergang an der afrikanischen Küste gezeigt. Nach der Rückkehr in die USA wird der Hengst zum siegreichen rennpferd trainiert.

   Schwarze Katze, weißer Kater

Der Zigeuner Matko lebt vom Schwarzhandel mit den Russen. Für seinen ersten ganz großen Coup fehlt ihm jedoch das nötige Startkapital. Der Gangster Dadan erklärt sich bereit ihm zu helfen - allerdings legt er Matko rein. Obendrein verlangt der skupellose Dadan auch noch einen "Schadensersatz": Matkos Sohn Zare soll seine jüngste Schwester Ladybird heiraten. Aber Zare liebt eine andere. Dennoch werden er und Ladybird zur Heirat gezwungen. Am Ende kommt jedoch alles ganz anders...

Emir Kusturica schuf ein schräges und skurilles Werk, das bereits in Cannes mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde.

  Schwarze Tafeln 

Regie: Samira Makhmalbaf („Der Apfel"). Kurdisch mit Untertiteln. An der Grenze zwischen Irak und Iran. Mit schweren Schultafeln beladen ist eine Gruppe von Lehrern in den Bergen auf der Suche nach lernwilligen Schülern - eine meist vergebliche Mission. Zwei der Lehrer trennen sich von den anderen. Reboir trifft Kinder, die vom Schmuggel leben. Sie haben keine Zeit zum Lernen. Said stösst auf einen Treck älterer kurdischer Männer, die von einer einzigen jungen Frau mit Kind begleitet werden. Said verliebt sich in Halaleh, aber er hat als Hochzeitsgeschenk nichts anderes anzubieten als seine große schwarze Tafel. 85 min. Ein „aufwühlend wie lyrischer Film." (Le monde)

Der schwebende Schritt des Storches

[Le pas suspendu de la cigogne/To meteora].]. Regie: Theo Angelopoulos. Griechenland/ Frankreich/Schweiz/ Italien 1991. Mit: Marcello Mastroianni, Jeanne Moreau u. a.. 140 Min., F., OmU.

Ein Ort an der Grenze Griechenlands, ein Flüchtlingslager, Menschen, die vom Wunsch, diesen Ort zu verlassen, beseelt sind. Ein junger Journalist glaubt, in einem älteren Mann einen vor Jahren nach heftiger Kritik am Establishment verschwundenen Politiker zu erkennen. Es gelingt dem Journalisten, die Frau des Verschwundenen in das Dorf zu locken.

"Angelopoulos ist der einzige, der eine Grenze im Kino wirklich zum Thema macht, keine wohlmeinende, tränentreibende Flüchtlingsgeschichte illustriert, sondern fernab vom individuellen Schicksal grundlegende Fragen wie 'Wieviele Grenzen müssen wir überwinden, bis wir daheim sind?' stellt." (Filmbulletin

      Scooby Doo

USA/Australien 2001. Regie: R. Gosnell. Mit Freddie Prinze Jr. Zwei jahre ist es her, seit das berühmte Detektivbüro Mystery Inc. geschlossen wurde, weil die Superschnüffler sich heillos zerstritten hatten. Jetzt werden Scooby Doo und seine cleveren Ex-Partner Fred, Daphne und Velmer einzeln und unabhängig voneinander engagiert, um in dem besonders bei Studenten angesagten Ferienclub Spooky Island gewisse übernatürliche Vorfälle zu klären.

   Seabiscuit
USA 2003, 140 min., ab 12 J. 
Inhalt
Amerika im Jahr 1937: Das Land steckt in der schlimmsten Krise seiner Geschichte. Die Wirtschaft liegt brach danieder. Millionen von Menschen sind arbeitslos und stehen auf der Straße. Amerikas Glaube, dass jeder Erfolg haben könne, der nur hart dafür arbeitet, ist zutiefst erschüttert. Es ist das Jahr größten Aufruhrs, aber die größten Schlagzeilen macht nicht die Politik. Es ist ein untersetztes, krummbeiniges Rennpferd, das dem ehemaligen Fahrradmechaniker Charles Howard (Jeff Bridges) gehört, der zum Autohersteller aufstieg und dessen einziger Sohn bei einem Unfall ums Leben kam und dessen Ehe dadurch in die Brüche ging.

Das Schicksal jedoch brachte ihn mit einer neuen jungen Frau (Elizabeth Banks), dem Pferdeexperten Tom Smith (Chris Cooper) und dem halb blinden, gescheiterten Ex-Boxer �Red� Pollard (Tobey Maguire) zusammen. Während der einsame und wortkarge Cowboy Smith von der zunehmenden Zivilisation vertrieben wurde, hat Pollard den Verlust seiner Familie nicht verkraftet. Als ein Rennstallbesitzer das Talent des Jungen für Pferde erkennt, schickt ihn sein Vater, der die Chance zum Geldverdienen erkennt, auf eigene Wege.
Smith trainiert das Pferd �Seabiscuit�, das Pollard reitet.

Das Unmögliche wird wahr: Durch Zuversicht, eisernen Willen und Entschlossenheit gelingt es dem Trio, aus �Seabiscuit� ein Rennpferd zu machen, das von Sieg zu Sieg reitet und zum größten Rennpferd aller Zeiten wird.

    Secretary

Spanien,Canada 2003, Regei: Sam Shainberg, 104 min., Auch wenn der kurze Psychiatrie-Aufenthalt sonst keine große Veränderung in ihrem Leben bewirkt hat - zumindest den Schreibmaschinenkurs absolviert sie erfolgreich.

Lee Holloway liebt die Selbstverletzung - dass der eine Schnitt zu tief geriet und sie unter Suizidverdacht in die Klinik eingeliefert wurde, ist in ihren Augen ein dummer Ausrutscher.

Wieder daheim, ist alles so gewohnt gestört wie immer in der spießigen Vorort-Idylle. Lee beschließt, die neu erworbenen Fähigkeiten einzusetzen und sich einen Job zu suchen. Sie bekommt eine Stelle als Sekretärin beim exzentrischen Rechtsanwalt E. Edward Grey.

Was zunächst als - recht bizarre - Arbeitsbeziehung beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einer lustvollen und intensiven S/M-Affäre zwischen Chef und Sekretärin.

Lee entdeckt eine neue Welt und Edward Grey die Angst vor der eigenen Courage. Er kündigt ihr den Job und setzt sie an die Luft. Doch er hat nicht mit Lees Hartnäckigkeit gerechnet ...  

Sein und Haben  

Frankreich 2002, Regie+Drehbuch: Nicolas Philibert FSK: Keine Altersbeschränkung Länge: 104 Min. Genre: Dokumentation

Für viele Schüler in der französischen Provinz gehört der eingleisige Schulbetrieb noch heute zum Alltag. Vom Kindergartenalter bis zum Ende der Grundschule werden sie in einem gemeinsamen Klassenverband unterrichtet. Seit über 20 Jahren arbeitet Georges Lopez an einer derartigen Dorfschule in der Auvergne. Dort muss er außerordentliches Koordinationstalent beweisen. Während er seinen Vorschulkindern lesen beibringt, unterrichtet er die älteren Schüler zur gleichen Zeit in Mathematik. Ein schwieriger Drahtseilakt. Für seine Schüler ist Lopez Respektsperson und manchmal auch Seelentröster...


  Eigentlich wollte der Dokumentarfilmer Nicolas Philibert einen Film über die prekäre wirtschaftliche Lage der französischen Landwirte drehen. Doch bei seinen Recherchen im Frühjahr 2000 wuchs in ihm die Idee, das Lernen und Leben in einer Dorfschule zu porträtieren. Über 400 Schulen besuchte Philibert daraufhin, bis er auf die Klasse von Georges Lopez stieß. Mit viel Ruhe begleitet der Film über 10 Wochen den komplizierten Schulalltag zwischen autoritärer Strenge und familiärer Idylle.


September

Regie: Max Färber-böck („Aimee und Jaguar") "September" spielt nicht im Zentrum der Terrorereignisse (auch wenn zu Beginn ein paar Bilder vom einstürzenden World Trade Center zu sehen sind), sondern an der Peripherie, in Deutschland. Vier Männer, vier Frauen sind die Helden des Films. Ein pakistanischer Pizzabäcker und dessen schwangere deutsche Freundin; ein cooler Banker, welcher der Gattin und Mutter seiner Kinder schon die Scheidungspapiere zuschicken lässt; ein Polizist, der finanziell unter Druck steht und weder mit seinem Sohn noch mit der kranken Frau zu Rande kommt; ein eitler Nachwuchsschriftsteller und seine Gespielin.

Nur auf den ersten Blick handelt "September" davon, wie das Leben nach welterschütternden Katastrophen wie der vom 11. September einfach weitergeht. Tatsächlich zeigt der Film, wie der Schreck seine Helden entweder zur Umkehr oder in die Katastrophe zwingt, jedenfalls aber für viel mehr als für einen Augenblick zur Besinnung bringt. Färberböcks Menschen sind verstört und nicht unbedingt sympathisch, aber sie erzeugen auch im Zuschauer jene Verunsicherung, von der dieser Film erzählen will - und dann bricht doch unvermutet der surreale Humor des Lebens ein: So, wenn der pakistanische Pizzabäcker während eines Geburtsvorbereitungskurses plötzlich eine Schwangeren-Tanzgruppe herbeiträumt.



  Die Siebtelbauern

Österr. 1998, Regie: Stefan Ruzowitzky. Anarchischer Alpenwestern um sieben Knechte und Mägde, die einen Bauernhof erben. Das traditionelle Bauernvolk neidet den „Siebtelbauern" ihre neue Position und auch untereinander kommt es bald zu Reibereien. Der etwas andere Heimatfilm läßt die zumeist jugendlichen Protagonisten für die modernen Werte - Demokratie und Selbstbestimmung - mit viel Humor kämpfen. Ab 16

   Sie haben Knut

Ingo und Nadja haben sich an einem verschneiten Winterwochenende 1983 in den Bergen Tirols in die einsame Almhütte von Nadjas Eltern zurückgezogen. Sie wollen ihre Beziehung diskutieren, retten, was zu retten ist. Aber bevor Ingo so richtig seine Seele öffnen kann, fällt eine lärmende Volleyballgruppe unangekündigt in die Hütte ein. Es sind Freunde von Nadjas politisch aktivem Bruder Knut - ganz unpolitisch auf Skiferien. Nur Knut selbst fehlt. Irgendwann kommt die Nachricht: "SIE HABEN KNUT!" Knut ist verhaftet worden. Die Stimmung schwankt zwischen Skigymnastik, Après Ski-Seligkeit und politischen Befreiungsstrategien. Und auch zwischen Nadja und Ingo gerät einiges in Bewegung...

"So fein gezeichnet, auf beiläufige Weise zugleich komisch und wahrhaftig und spannend." (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG München)

 

                     Signs     

USA 2002, Regie: M. Night Shyamalan, 100 min, ab 12 J. Einst war Graham Hess (Mel Gibson) Geistlicher. Seit dem Unfalltod seiner Frau lebt er zurückgezogen mit seinen zwei kleinen Kindern und seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) auf einer Farm. Eines Tages entdeckt er auf seinem Feld rätselhafte Kornkreise. Noch während er die Übeltäter in seiner näheren Umgebung sucht, tauchen weltweit ähnliche Phänomene auf. Und als unidentifizierbare leuchtende Objekte am Himmel gesichtet werden, scheint das Ende der Welt gekommen zu sein... 

Sinbad - der Herr der 7 Meere
USA 2003, Sinbad, der waghalsigste und berühmteste Gauner, der jemals die sieben Weltmeere bereist hat, ist Schwierigkeiten nie aus dem Weg gegangen. Nun aber sitzt er gehörig in der Klemme. Denn ihm wird vorgeworfen, einen der kostbarsten und mächtigsten Schätze der Welt gestohlen zu haben.

Doch das Buch des Friedens muss ein anderer entwendet haben, der es Sinbad in die Schuhe schieben will. Der große Seefahrer hat nur noch eine Chance: Er muss das wertvolle Buch finden und zurückbringen, sonst wird sein bester Freund Proteus sterben.

Sinbad lässt die Chance jedoch verstreichen und bricht stattdessen zu einer kleinen Vergnügungstour auf. Die Reise führt zu den sonnigen Fidschi Inseln.

Aber wie das Leben manchmal so spielt: Marina, die wunderschöne Verlobte von Proteus, hat sich auf Sinbads Schiff als blinder Passagier geschlichen und will dafür sorgen, dass Sinbad seine Mission erfüllt und damit Proteus das Leben rettet.

Wer auch immer für das Böse in Sinbad verantwortlich ist, wird sich nun wundern, was es wirklich heißt, böse zu sein. Wenn es die Chaos-Göttin Eris auf jemanden abgesehen hat, kommt dabei nichts Gutes heraus.

Eris wird ihrem Namen voll gerecht und bedient sich sowohl monströser Kreaturen als auch der Naturelemente, um Sinbad auf seiner Reise zu bekämpfen. Es kommt an Bord sogar zu einer Meuterei, innerhalb der Sinbads treuer Hund Spike auch noch die Seiten wechselt.

Zu alledem entscheidet sich die Mannschaft dafür, künftig die Befehle von Marina entgegenzunehmen, und nicht mehr die von Sinbad ...

           Skagerrak  

Dänemark 2004, Regie: Sören Kragh-Jacobsen; Darsteller Iben Hjejle, Martin Henderson, Bronagh Gallagher, Ewen Bremner, Gary Lewis
Romantische Komödie;  104 Min. .Eine Komödie über zwei lebenshungrige Frauen auf der Suche nach dem Glück. Eine Erklärung an die Menschlichkeit und an das Vertrauen.
Die Dänin Marie und die Irin Sophie, beide Ende Zwanzig, landen in einem kleinen schottischen Hafen und freuen sich auf feuchtfröhliche Partynächte. Nach einer durchzechten Nacht merken sie, dass ihnen langsam das Geld ausgeht. Um diesen Missstand so schnell wie möglich zu ändern, überredet Sophie ihre Freundin, ein lukratives Angebot anzunehmen: Marie soll ein Baby für ein reiches Ehepaar ohne Nachkommen austragen. Einige Monate danach findet sich die schwangere Marie alleine wieder und realisiert, dass dieser „Job“ nicht eine wirklich gute Idee war und versucht, den zukünftigen Eltern des Babies zu entkommen...
Gekonnt und mit viel Humor und Zärtlichkeit bringt uns Sören Kragh-Jacobsen das brennend aktuelle Thema der Leihmutter näher. Er liefert uns einen berührenden und spannenden Film-Leckerbissen und zeigt uns augenzwinkernd, dass Glück und Pech meistens nicht weit voneinander entfernt liegen.

Smoke

USA 1995, Regie: Wayne Wang, 110 min., Drehbuch: Paul Auster, mit Harvey Keitel, In dem Tabakladen von Auggie Wren (Harvey Keitel) in Brooklyn kreuzen sich die Wege von gut einem Duzend Personen. Paul Benjamin (William Hurt), ein Schriftsteller der seit dem tragischen Tod seiner Frau nicht mehr schreiben kann; Thomas Cole, ein schwarzer Teenager, der auf der Flucht vor Gangstern ist und dabei laufend die Identität wechselt. Außerdem Ruby, Auggies Ex-Frau, die eines Tages plötzlich auftaucht und ihm gesteht, dass sie eine gemeinsame Tochter haben die drogensüchtig ist...

Mit "Smoke" präsentiert Regisseur Wayne Wang ein kleines Meisterwerk nach der Buchvorlage von Bestseller-Autor Paul Auster. Unterhaltend und nachdenklich zugleich, erinnert das Werk dabei ein wenig an Robert Altmans "Short Cuts". Bestechend vor allem die Leistungen der männlichen Hauptdarsteller Harvey Keitel, William Hurt und Forest Whitaker und die brillante Kameraarbeit von Adam Holender.

     Snow dogs

Ted Brooks (Cuba Gooding jr.) ist der angesagteste Zahnarzt von Miami. Sein Leben verläuft in geordneten und überaus wohlhabenden Bahnen. Bis er durch eine Erbschaft mitbekommt, dass er als Kind adoptiert wurde. Seine Mutter lebte in Alaska. Um die Wurzeln seiner Herkunft aufzuspüren, verlässt Ted Sonne, Strand und Bikini-Girls und tauscht sie gegen die klirrende Kälte des nördlichsten US-Bundesstaates. Dort trifft er auf den bärbeißigen Hinterwäldler Thunder Jack (James Coburn) und eine Horde wilder Schlittenhunde. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Teds Aufenthalt an keinem Tag langweilig wird... 

    Der Sohn der Braut 

Plakatmotiv - Klicken für große Version Ärgerten ihn die älteren Jungs, verwandelte sich der kleine Rafael in Zorro und übte furchtbare Rache. Konnte er sich doch immer darauf verlassen, dass seine Mama ihn notfalls beschützte und mit Keksen und Kakao tröstete. Aber nun ist Rafael (Ricardo Darín) Anfang vierzig, geschieden, ein gestresster Restaurantbesitzer und die einzige innige Beziehung in seinem Leben ist die zu seinem Handy. Was seiner jungen Geliebten zunehmend missfällt. Und dann hat sich sein Vater auch noch die fixe Idee in den Kopf gesetzt, seiner an Alzheimer erkrankten Frau den einzigen Wunsch zu erfüllen, den er ihr immer verweigert hatte: eine kirchliche Trauung. Das alles ist für das Herz des armen Rafael zuviel. Als er auf der Intensivstation erwacht, beschließt er, sein Leben von Grund auf zu ändern...
"Der Sohn der Braut" ist ein argentinischer Film. Ist das wichtig? Jein. Auch wenn es nur am Rande thematisiert wird und die Geschichte an sich universell ist, gewinnt sie durch ihren Spielort an Eindringlichkeit: Was tut man, wenn die Welt, sei es die gesellschaftliche oder die ganz persönliche, auseinander zu fallen droht? Was ist in Krisenzeiten wirklich wert, gerettet zu werden und was kann man leichten Herzens opfern? Das ist nun wahrlich keine neue Geschichte, weder im Kino noch im Leben, und Regisseur Juan José Campanella hat auch nicht das Rad neu erfunden. Letztlich sind es die feinen Details und Nuancen, die "Den Sohn der Braut" absolut sehenswert machen und über kleine Längen hinwegsehen helfen. Und wer den Segen von offizieller Stelle braucht: "Der Sohn der Braut" wurde 2002 als bester "fremdsprachiger" Film für den Oscar nominiert.

         Solaris  

Regie: Steven Soderbergh, USA 2002, 93 min,ab 12. Der Psychologe Dr. Chris Kelvin (George Clooney) wird von zwei Regierungsbeamten gebeten, auf der Raumstation Prometheus über dem Planeten Solaris nach dem Rechten zu sehen. Kelvins Freund und Leiter der Besatzungscrew Gibarian (Ulrich Tukur) lässt Kelvin per Bildnachricht wissen, dass auf Solaris eigenartige Dinge geschehen. Kelvin findet bei seiner Ankunft auf der Raumstation nur noch zwei Crewmitglieder lebend vor - und diese sind in einem geistig völlig verwirrten Zustand. Sie berichten von "Besuchern", die von Solaris anhand ihrer eigenen Erinnerungen erneut erschaffen werden. In der ersten Nacht auf der Raumstation wiederfährt Kelvin das Unglaubliche: Seine verstorbene Frau liegt plötzlich neben ihm. Die zunehmend verwirrenderen Ereignisse drohen Kelvin in den Wahnsinn zu treiben...
Nach seiner Gangsterfilm-Hommage "Ocean`s Eleven" und der experimentellen Hollywoodsatire "Full Frontal" hat Steven Soderbergh auf kongeniale Weise Andrei Tarkowskis Verfilmung des Sci-Fi-Kultromans von Stanislaw Lem erneut auf die Leinwand gebannt. Auf hohem Niveau stellt Soderbergh philosophische Fragen zum Menschsein, zur Liebe und zu den Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit.

                         Solas       

Spanien 1998, 98 min, Regie: Benito Zambrano. Maria (Ana Fernandez) lebt alleine in einem tristen Vorort Sevillas. Überraschend bekommt sie Besuch von ihrer Mutter (Maria Galiana), die ihren Ehemann, der ins Krankenhaus muss, in die Stadt begleitet. In Marias Haus lebt auch ein älterer Mann mit seinem Hund. Marias Mutter und er freunden sich an, sie kocht für ihn, er verliebt sich in sie. Sie muss aber ihrem zänkischen Mann ins Dorf zurückfolgen. Die einsame Maria geht darauf mit ihrem Nachbarn ein kurioses Bündnis ein...

Newcomer Benito Zambrano drehte diesen kleinen Film mit unbekannten Schauspielern und einem äußerst kleinen Budget. Das Ergebnis ist eine überzeugende Zeichnung der Einsamkeit von Personen in Großstädten. Durch die hervorragende Leistung der gesamten Besetzung und der sensiblen Inszenierung Zambranos wurde aus "Solas" ein Erfolg in seinem Heimatland Spanien. Durch zahlreiche Ehrungen auf verschiedenen internationalen Festivals konnte das Familiendrama auch eine internationale Karriere starten.

                               Solino               


D 2002, Regie: Fatih Akin, 120 min, mit Moritz Bleibtreu. Der introvertierte Gigi (Barnaby Metschurat) und sein draufgängerischer Bruder Giancarlo (Moritz Bleibtreu) ziehen mit ihren Eltern von Italien nach Deutschland. Dort eröffnet die Familie 1964 die erste Pizzeria des Ruhrpotts. Während die Eltern sichtlich Probleme haben, sich in Deutschland einzugewöhnen, fühlen sich die Brüder in der neuen Heimat schon bald wie Zuhause. Gigi träumt von einer großen Karriere als Regisseur und Giancarlo hält sich mit kleinen Gaunereien über Wasser. Als sich die beiden ausgerechnet in das gleiche Mädchen verlieben und die Mutter schwer erkrankt, droht die Familie zu zerbrechen...
Über einen Zeitraum von 20 Jahren verfolgt der türkische Filmemacher Fatih Akin in seinem neuesten Werk das Schicksal einer Familie, die in der Ferne ihr Glück sucht. Der Shootingstar unter den in Deutschland filmenden Regisseuren, selbst ein Kind von Einwanderern, nimmt sich nach seinem Roadmovie "Im Juli" der Schwierigkeiten von Gastarbeitern der ersten und zweiten Generation an. Sie werden durch eine stete Suche nach dem Glück und einer Heimat angetrieben. Das Drehbuch dazu stammt aus der Feder von Ruth Toma, die bereits mit ihren Skripten zu "Gloomy Sunday", "LiebesLuder" und "Jetzt oder Nie" auf sich aufmerksam machen konnte. Ihr ist es zu verdanken, dass der Film nicht zu einem schwermütigen Sozialdrama verkommt. Im Gegenteil. Die Story regt immer wieder zum Schmunzeln an. Und das liegt nicht bloß an der bizarren Wischmobfrisur, die Moritz Bleibtreu durch die 70er Jahre trägt. Die einzelnen Charaktere sind fabelhaft ausgearbeitet und werden glänzend gespielt. Dass die Komödie hauptsächlich auf Italienisch gedreht wurde und somit größtenteils untertitelt zu sehen ist, wird einem großen kommerziellen Erfolg wohl leider etwas im Wege stehen. Dabei sollte wirklich niemand diese warmherzige Geschichte verpassen. Ein winziges Detail ist allerdings fast wie ein "Betrug" am Zuschauer. Obwohl es um eine Pizzeria geht, ist nicht eine einzige Pizza im Bild!

  Solo Sunny 

Drama, 102 Min. R:Konrad Wolf, D:Renate Krößner, Alexander Lang, Dieter Montag, M:Günther Fischer
Kritik: Lexikon des Int.Films: "Die alltagsnahe Geschichte einer Schlagersängerin in einem Unterhaltungskollektiv der DDR, die privat und beruflich scheitert, aber auch wieder einen neuen Anfang findet. Sehenswerter Film, treffsichere Dialoge, heiter und leicht inszeniert. Mit diesem fast schon legendären DEFA-Film feierte Renate Krößner in der Titelrolle der Schlagersängerin Sunny den bisher größten Erfolg ihrer Karriere. Bei der Berlinale 1980 wurde ihre Leistung mit dem Silbernen Bären für die Beste Darstellerin geehrt.
Der Film erzählt die Geschichte einer jungen Sängerin in der Musikerszene der ehemaligen DDR, deren berufliche wie private Träume vom kleinen Glück nur schwer mit den widrigen Umständen des Spezialistischen Alltags in Einklang zu bringen sind. Trotz aller Niederlagen lässt sich Sunny nicht entmutigen und versucht einen neuen Anfang.
Vor allem die treffsicheren und witzigen Dialoge des Autors Wolfgang Kohlhaase sowie die leichte Inszenierung des DEFA-Altmeisters Konrad Wolf brachten SOLO SUNNY neben Festivalpreisen auch großen internationalen Publikumserfolg..

Das Sommeralbum

D 1991, 91 min, ab 6 Jahre, Regie: Kai Wessel, mit Hanna und Eva Mattes. Im Sommer 1905 macht ein elfjähriges Mädchen mit seiner begüterten Familie Urlaub an der Ostseeküste Litauens. Während seine beiden Brüder ihren Traum vom Fliegen verwirklichen wollen, entdeckt es mit einem alten Fotoapparat seine Umwelt neu. In ruhigem Rhythmus und betörend schönen Landschaftsbildern erzählt der Film unaufdringlich und einfühlsam davon, wie sich Kinder auf dem Weg des Heranreifens ihre eigene Welt schaffen und sich "emanzipieren" und behaupten

                               So weit die Füße tragen

Regie: Hardy Martins, 153 min. Deutschland 2001, ab 12. Abenteuer-Drama nach dem „Tatsachenbericht" von Josef Martin Bauer, der als „Strassenfeger" Ende der 50-er schon einmal als Fernsehserie verfilmt wurde. Diesesmal wurde die unglaubliche Geschichte des Clemens Forell an den jeweiligen Orten in Sibirien, Jakutien und dem Iran gedreht. Das Abenteuerdrama beginnt 1945 mit der Verurteilung des Soldaten Forell zu 25 Jahren Zwangsarbeit am Kap Deschnew, dem äußersten östlichen Punkt Russlands. Nach zwei Jahren entkommt er den Fängen eines despotischen Lagerkommandanten und schlägt sich durch die Eiswüste und Tundra Sibiriens bis zu den Berglandschaften Persiens durch. Erst Weihnachten1952 nach 14028 Kilometern kann er seine Familie wiedersehen.

 

  Spider Man

USA 2002, R: Sam Raiml, 121 min. Highschool-Schüler Peter Parker (Tobey Maguire) ist tollpatschig und schüchtern. Seine große Liebe Mary Jane (Kirsten Dunst) bewundert er nur aus der Ferne. Sein Leben ändert sich, als er bei einer Exkursion von einer genetisch manipulierten Spinne gebissen wird. Plötzlich kann der Brillenträger gestochen scharf sehen, Wände hochklettern und klebrige Spinnfäden verschießen. Seine neu gewonnenen Superkräfte setzt er zunächst als Amateur-Wrestler ein. Comic-Abenteuer.

Der Spiegel

 

         
Spiel mir das Lied vom Tod

USA 1968/69, Regie: Sergio Leone, mit Charles Bronson, Claudia Cardinale, Henry Fonda,

Drei Männer am Bahnhof. Sie warten. Die Minuten zerrinnen. Schweiß perlt, eine Fliege schwirrt - Wassertropfen, eine Pumpe quietscht. Dann kommt der Zug und die Musik setzt ein. Schließlich die ersten Worte: Wo ist Frank - Frank hatte keine Zeit - Habt ihr ein Pferd für mich? - Haha, wenn ich mich umschaue, sind nur drei da. Sollten wir eines vergessen haben ... - Ihr habt zwei zuviel

Das ist der Auftakt zu einem der größten Western aller Zeiten. Spiel mir das Lied vom Tod ist zu einem Mythos des modernen Kinos geworden. Der Soundtrack von Ennio Morricone, die knappen Dialoge ( Tausend mal tausend - Das nennt man eine Million), die unglaublichen Landschaften, die in Rückblenden erzählte Geschichte des Jungen, der den Tod seines Vaters rächen will, und dabei in die Geschichte der Eisenbahn und der Moderne Amerikas

gerät. Dieser Junge wird zum Mann. Er wird gspielt von Charles Bronson und es ist uns eine Ehre, ihm zu Ehren noch einmal diesen Film zu wiederholen. In Cinemascope so gedreht, dass er nie auf Video oder einem anderen Material seine Kraft wird entfalten können.

„... eben Kino in seiner reinsten und ursprünglichen Form udn Vollendung und mit einer Musik, die auch heute noch eine Gänsehaut verursacht." (Jochen Kürten)


 Am Tag vor der Ankunft seiner Ehefrau Jill wird der Farmer McBain mit seinen drei Kindern von dem eiskalten Killer Frank erschossen. McBain stand dem skrupellosen Eisenbahnunternehmer Morton im Wege, für den Frank die Schmutzarbeit erledigt.

Der Farmer musste bis zu einem festgelegten Zeitpunkt einen Bahnhof entlang der neuen Eisenbahnstrecke zum Pazifik bauen. Sollte McBain den Termin nicht einhalten, fiele die gesamte Farm entschädigungslos Morton zu. Jill, die eine dubiose Vergangenheit hinter sich hat und McBain kaum kannte, tritt nun das Erbe ihres Mannes an.

Anfangs wird der Bandit Cheyenne der brutalen Morde verdächtigt. Auch der geheimnisvolle Mundharmonikaspieler, der in der Gegend auftaucht, glaubt zunächst an die Schuld von Cheyenne. Doch bald weiß er, wer der wahre Täter ist: Frank, jener Mann, den er schon jahrelang sucht.

Der Killer hatte ihn einst als Kind gezwungen, bis zur Erschöpfung auf der Mundharmonika zu spielen - während sein Vater mit einem Seil um den Hals auf seinen schmalen Schultern stand. Irgendwann brach der Junge zusammen, sein Vater fiel in den Strick und starb.

Zusammen mit Cheyenne hilft der Fremde nun Jill McBain beim Aufbau der Bahnstation. Frank will das verhindern. Es kommt zu einem Duell, bei dem der Killer schließlich begreift, wer der Mann mit der Mundharmonika ist ..

Spirit - der wilde Mustang

USA 2002, Regie: Kelly Asbury. Ein wilder Mustang galoppiert durch den amerikanischen Westen des vorletzten Jahrhunderts. Ein finsterer Colonel versucht ihn zu zähmen. Als es ihm fast gelungen ist, gelingt dem Mustang mit dem jungen Indianer Little Creek die Flucht. Aber auch Little Creek will den Mustang am liebsten zum Reitpferd.

                          Sprich mit ihr              

Der Krankenpfleger Benigno (Javier Camara) liebt die Tänzerin Alicia (Leonor Watling). Er hat sie schon geliebt, noch bevor sie vor vier Jahren nach einem Autounfall ins Koma gefallen ist, denn von seinem Fenster aus hat Benigno den Tänzerinnen immer bei den Unterrichtsstunden in der Ballettschule zugesehen. Seit Alicia im Koma liegt, pflegt Benigno sie und weicht fast nie von ihrer Seite. Eines Tages begegnet ihm im Krankenhaus der Journalist Marco (Darío Grandinetti). Auch er ist hier, um sich um seine Liebe zu kümmern, die im Koma liegt: Lydia (Rosario Flores) heißt sie und war Stierkämpferin, bis sie bei einer Corrida schwer verletzt wurde. Benigno und Marco freunden sich an, der Krankenpfleger nimmt Marco die Scheu vor dem Umgang mit der scheinbar leblosen Lydia. Als Benigno eines Nachts allein bei Alicia Wache hält, lässt er seiner Liebe freien Lauf. Die leblose Alicia wird schwanger. Benigno muss seine Liebe bitter bezahlen... 

Starbuck Holger Meins    

BRD 2001;90 min ;FSK: ab 12, Regie: Gerd Conradt ;Genre: Dokumentation

Unter dem Decknamen "Starbuck" war Holger Meins Mitglied der RAF. Benannt nach dem Steuermann aus Herman Melvilles Roman "Mobby Dick", lenkte er die Geschicke der Baader-Meinhof-Gruppe. Als er 1974 inhaftiert wurde, starb er als erster RAF-Terrorist an den Folgen eines Hungerstreiks. Holger Meins wurde 33 Jahre alt...
Nach Andres Veiels "Black Box BRD" beschäftigt sich diesmal Gerd Conradt dokumentarisch mit der RAF. Der Filmemacher und Meins-Freund beleuchtet das Leben das Topterroristen. Was war Holger Meins für ein Mensch? Welche Umstände ließen ihn vom Studenten zum Verbrecher werden? Zahlreiche Weggefährten wie Gretchen Dutschke, Wolfgang Petersen, Peter Lilienthal oder Michael Ballhaus erinnern sich an ein längst vergangenes Zeitbild von erschreckender Aktualität.
film.de

              Der Stellvertreter       

Fr/D 2002. Regie: Constantin Costa-Gavras. 132 min. 1963 wurde Rolf Hochhuth mit dem gleichnamigen Theaterstück weltberühmt. Das auf umfangreichen Recherchen beruhende Drama prangerte das Schweigen des Papstes Pius XII zur Judenverfolgung der Nazis an und löste damit auf der ganzen Welt kontroverse Diskussionen aus. Costa Gavras gelingen nun bei der etwas zu spät kommenden Verfilmung Bilder von beklemmender Dichte. Dazu braucht er keine nachinszenierten Gräueltaten, sondern Bild-Metaphern wie die leeren zwischen den Vernichtungslagern hin- und herfahrenden Züge. Ulrich Tukur als zweifelnder und verzweifelter SS-Offizier Kurt Gerstein, Matthieu Kassowitz als Jesuitenpater Ricardo, der wieder und wieder den Kontakt zum Papst sucht, sowie Ulrich Mühre als zynischer SS-Offizier prägen diesen Film.

  Der stille Amerikaner

USA 2002, Regie: Philip Noyce, 100 min, mit Michael Caine und Brendan Fraser. Brisanter Polit-Thriller und Liebesgeschichte nach einer Vorlage von Graham Greene. Gegenentwurf zum amerikanischen Hurra-Patriotismus! Aktuell wird die Geschichte, die von Fremden handelt, die die Welt aus ihrem Blickwinkel zu verstehen und sie nach ihrem Modell verändern zu müssen meinen, durch die heutige US-Außenpolitik. Im Vietnam von 1952 beginnt das Dreiecks-Verhältnis zwischen dem britischen Korrespondenten Fowler, seiner Liebe zu dem Zauber des Landes und zu einer schönen Vietnamesin und dem Neuankömmling Pyle, der sich ebenfalls für das Mädchen interessiert. In diesem Umfeld ist nichts so, wie es scheint.

Stille Liebe

Um ihre Arbeit in einem Zürcher Obdachlosenheim zu leisten, muss die gehörlose Nonne Antonia (Emmanuelle Laborit) täglich mit dem Fahrrad vom Kloster ins nächste Dorf radeln und von dort mit dem Zug in die Stadt fahren. Dort begegnet ihr Mikas (Lars Otterstedt), ein junger Mann aus Litauen. Für Antonia öffnet sich eine neue, spannende Welt, denn Mikas ist wie sie gehörlos. Die beiden, die auf den ersten Blick so unterschiedlich sind, können sich in einer gemeinsamen Sprache, der Gebärdensprache, unterhalten.
In Mikas, dem vom Leben gebrannten aber auch gewitzten Taschendieb, der sich der jungen Nonne gegenüber als durchreisender Zirkusartist ausgibt, findet Antonia einen Freund, der sie bei ihren ersten, zaghaften Schritten in eine Welt jenseits der von Kindsbeinen an vertrauten Klostermauern und sozialem Dienst an der Gesellschaft begleitet und sie ermutigt. Mikas ist es schliesslich auch, der dafür sorgt, dass Antonia sich über das Verbot der Ordensschwestern hinwegsetzt und sich ihren Traum erfüllt, in Luzern eine Aufführung des amerikanischen Gehörlosentheaters zu besuchen.
Der Tabubruch wird für Antonia zum Schlüsselerlebnis. Sie erkennt, dass ihr die Welt ausserhalb des Klosters nicht verschlossen ist, dass auch eine Leben ohne Nonnentracht denkbar wäre, dass sie tanzen, sich verlieben und Spass am Leben haben kann, wenn sie das will. Antonia ist hin und her gerissen zwischen ihren neu erwachten Gefühlen für Mikas und dem über Jahre gewachsenen Pflichtgefühl gegenüber den Ordensschwestern und deren sozialem Werk.
Die Stunde der Entscheidung kommt, als Mikas von einem von ihm Bestohlenen gestellt und Antonia Zeugin seines Fluchtversuchs wird ...

 

  Stirb an einem anderen Tag     

In einer Undercover-Aktion für die britische Krone ist James Bond (Pierce Brosnan) mitten in einen Konflikt zwischen Nord- und Südkorea geraten. Durch Hochverrat wurde er inhaftiert und verrottete 14 Monate in einem nordkoreanischen Gefängnis. Wieder auf freien Fuß, macht er sich auf die Suche nach dem Verräter. Seine Reise führt ihn von Hong Kong über Kuba bis nach Island. Dort trifft er in einem prächtigen Eispalast auf den wohlhabenden Gustav Graves (Toby Stephens), der böses im Schilde führt. Unterstützt von der attraktiven Amerikanerin Jinx (Halle Berry) und der unterkühlten britischen Agentin Miranda Frost (Rosamund Pike) kommt Bond den zerstörerischen Plänen auf die Schliche... 

Stranger than paradise 

USA/BRD 1984;Drama/Komödie

Eine junge Ungarin trifft ihren Cousin und dessen Freund in Amerika. Ästhetisch reizvolles, wegen Verständigungsproblemen weitgehend sprachloses Roadmovie mit Musik von Screamin' Jay Hawkins und hervorragenden darstellerischen Leistungen. 

                           Stuart Little 2            

Mäuserich Stuart ist zu einem vollwertigen Mitglied der Familie Little geworden. Er darf zusammen mit seinem menschlichen Bruder George (Jonathan Lipnicki) zur Schule gehen und Fußball spielen. Sogar Hauskater Snowball hat es nicht mehr auf den kleinen Nager abgesehen. Nur außerhalb der Familie hat Stuart noch keinen Freund gefunden. Da platzt urplötzlich Vogeldame Margalo in sein Leben. Schnell freunden sich die beiden an. Dabei ist Margalo nicht so liebevoll wie sie scheint. Im Auftrag eines fiesen Falken soll sie den Schmuck der Littles entwenden. Sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie wirklich steht...
"Stuart Little 2" gelingt, woran viele Fortsetzungen scheitern: Er präsentiert eine vollkommen eigenständige Geschichte. Die Probleme aus dem ersten Teil sind wie weggeblasen. Schon nach wenigen Minuten wird deutlich, dass eine Maus unter Menschen längst nichts besonderes mehr ist. Dafür hat Stuart neue Probleme. Auf der Suche nach wahrer Freundschaft verstrickt er sich in ein turbulentes Abenteuer. Die menschlichen Protagonisten um Geena Davis und Kinderstar Jonathan Lipnicki rücken dabei komplett in den Hintergrund. Neben glänzenden Animationen und spannender Action sorgt erneut Kater Snowball mit seinen flotten Sprüchen für beste Unterhaltung. Ein großes Fest für die ganze Familie.

                         Suck my dick

D 2001, 82 min, Regie: Oskar Roehler. Midlife-Crisis? Buchautor Dr. Jekyll hat die Vision, dass seine Romanfigur und alter ego Hyde ausbrechen und ihm alles, was ihm teuer ist, wegnehmen will. Der Alptraum wird Reaität. Hyde macht sich selbständig und übernimmt an der Seite der mysteriösen Fee Jenny alles, was dem erfolgreichen Karrieremann wichtig ist: sein wallendes Haar, seine strahlenden Zähne, seinen überdimensionierten Penis und schließlich die Anerkennung in der Gesellschaft. Nur seine Tochter hält noch zu ihm. Aber Dr. Jekyll bekommt noch eine Chance ..

              Super süss und super sexy            

Das Leben ist eine einzige Party und wichtig ist, dass man dabei auf seine Kosten kommt. Ein Küsschen für den Türsteher der Disco spart die Warteschlange und mit dem ersten spendierten Cocktail fängt die Suche nach einem Partner zur Begattung gut an. Christina (Cameron Diaz) und ihre Freundin Jane (Selma Blair) müssen ihre Freundin Courtney (Christina Applegate) aus ihrer Beziehungstrauer befreien und haben sie deshalb mit in die Disco gebracht. Dort wird ihr erst einmal beigebracht, wie man Männer anmacht (mit einem Klaps auf den Po) und Brüste attraktiv zurechtzupft. Welch eine Überraschung, dass sie schon bald angemacht wird und knutschend in der Ecke sitzt und Christina heute den Traummann trifft (den sie als Schwanz angeredet hat)... 

                             Suzhou river

China/Deutschland 2000. Regie: Lou Ye. Einer der schönsten und innova-tivsten Filme, die in den letzten Jahren zu sehen waren."(CINE ASIA). Eine Lovestory zwischen dem Motorrad-kurier Madar und der 16-jährigen Moudan, Tochter eines Schmugglers in der Kulisse von Shanghais Kleinkri-minellenszene. Als sie erfährt, dass er sie für ein Lösegeld entführt hat, springt sie in den Fluss und verschwindet spurlos. Madar geht ins Gefängnis. Nach seiner Freilassung beginnt eine obsessive Suche nach Moudan - da trifft er auf eine Tänzerin, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht ...

                 Sweet home Alabama

Liebesgeschichte, USA, 2002: 105 Min. Der "Natürlich blond"-Star glänzt als Modedesignerin Melanie, die mit dem Sohn der New Yorker Bürgermeisterin einen adäquaten Fang gemacht hat: Andrew (Patrick Dempsey) ist eloquent und knackig, den Heiratsantrag macht er ihr bei Tiffany's. Dumm, dass Melanie bereits verheiratet ist - mit Schulhofliebe Jake (Josh Lucas) daheim in ihrem Südstaaten-Kaff. Samt Scheidungspapieren reist sie flugs ins tiefste Alabama. Doch, ups, alte Liebe rostet nicht. Im Nord-Südstaatenkonflikt der Herzen brillieren ein Haufen munterer Hillbillys, Candice Bergen als Yankee-Powerfrau und ein phlegmatischer Bluthund. Der Rest: Reißbrett-Kino, jedoch mit einem Hauch schön altmodischer Hollywood-Romantik. Und die gab's lange nicht mehr.

  Sweet sixteen

GB 2002, Regie: Ken Loach, 106 min., Liam ist 15, aufgewachsen in einer Sozialsiedlung, vernachlässigt von seiner Mutter und ohne Perspektive für eine bessere Zukunft. Seine Mutter Jean sitzt gerade im Knast eine Strafe für ihren mit Drogen dealenden Freund Stan ab. In sechs Wochen wird sie entlassen - pünktlich zu Liams 16. Geburtstag. Danach, so hat er sich geschworen, soll sich etwas ändern.

Liam träumt von einem glücklichen Familienleben, nach dem er sich stets gesehnt und das er nie gekannt hat. Er hat einen hübschen, soliden Wohnwagen entdeckt, der für 6.000 Pfund zum Verkauf angeboten wird. Dort will er zusammen mit seiner Mutter wohnen und hofft, sie mit seiner Schwester Chantelle auszusöhnen, die jeden Kontakt mit ihr abgebrochen hat.

Um das Geld für die erste Rate aufzubringen, stiehlt er Drogen aus Stans Versteck und beginnt, zusammen mit seinem besten Kumpel Pinball zu dealen. Doch damit begeben sich die Jungs auf gefährliches Terrain, als sie dem knallharten Großdealer Douglas in die Quere kommen. Um ihn zu beeindrucken und den Wohnwagen finanzieren zu können, sucht Liam nach immer neuen Wegen, noch mehr Drogen zu verkaufen.

Doch Liams Traum von ein wenig Geld und einer heilen Familie ist nur ein Traum, die Realität sieht ganz anders aus ...

  Swimming Pool

   

Frankreich 2002, Regie: Francois Ozon, 102 min, mit Charlotte Rampling, Die erfolgreiche britische Krimiautorin Sarah Modwell steckt in einer schweren Schaffenskrise. Um sich von ihrer Depression abzulenken und zu neuer Inspiration zu finden, verbringt Sarah den Sommer in dem französischen Landhaus ihres Verlegers.

Doch da taucht eines Nachts plötzlich die 20jährige Tochter des Hausherrn auf. Sarah fühlt sich von der rücksichtslosen Frau und ihrem offen zur Schau gestellten Liebesleben zunächst nur gestört, bis sie anfängt, Julie zu beobachten und in ihr schließlich eine Quelle der Inspiration für ihren neuen Roman findet.

Als sich die beiden ungleichen Frauen einander nähern, beginnen sich die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit zu verwischen.

 

  Sylvia Scarlett

nach einem Roman von Compton Mackenzie; USA, 1936, 97 min:Ein ungeschickter und glückloser Gauner flieht gemeinsam mit seiner als Mann verkleideten Tochter aus Frankreich. Während der Schiffsreise nach England begegnen sie einem jungen und attraktiven Spieler, der die beiden überzeugt, daß sie zusammen schneller zu Geld kommen. Nach mehreren fehlgeschlagenen Coups wendet sich das Trio freilich ehrlicher Arbeit zu. Durchaus elegant inszenierte Abenteuerkomödie, die jedoch trotz solider Darsteller und manchem Wortwitz allzu steif und künstlich wirkt. Es fehlt dem Film entscheidend an Atmosphäre, um zu fesseln. O.m.d.U.Regie:George Cukor