Unsere Filme N

 

 

Nachtblende
D/Fr 1974, 108 min.Regie: Andrzey Zulawski. Mit Romy Schneider, Klaus Kinski. Aus Liebe verdingt sich ein Bildjournalist als Pornofilmer, um einer erfolglosen Schauspielerin, deren Mann sich aus Lebensschwäche vergiftet, zu einer Karriere zu verhelfen. Mischung aus Psychogramm und Melodram, inszeniert in barocker Manier.

 

Nachtschicht

D 2002, 82 min, Regie: Alexander Riedl. Dokumentarfilm über Ernsti, Willi, Olga und Thomasso, die seit bis zu 40 Jahren im Süddeutschen Verlag gearbeitet haben und nun von einer Welt Abschied nehmen müssen, die ohnedies wenig heimelig erscheint. Der Geräuschteppich in der Riesenhalle ist ohrenbetäubend, das grelle Neonlicht kann nicht darüber hinwegtäuschen,d ass draussen tiefste Nacht ist. Die Leben der Vier ist einfach erzählt: Wenig Sonne. Jeder hat Pläne für den „Ruhestand". Der Film zieht den Betrachter in den Sog ihrer Tristesse. Er ist ein politischer Film, aber in diesen Tagen der Wirtschaftskrise fast überholt.

Die Nacht singt ihre Lieder
Drama; D 2003; Regie: Romuald Karmakar; FSK ab 6 Jahren; 95 Min.Ein junges Paar in der Großstadt. Sie (ANNE RATTE-POLLE) ist voller Energie und Lebenslust; sie will Spaß haben und glücklich sein. Er (FRANK GIERING) ist der Vater ihres gemeinsamen Babys und Schriftsteller, doch sein Leben ist ins Stocken geraten. Niemand will drucken, was er schreibt, und mit jeder Absage schwindet die Hoffnung auf künstlerischen Erfolg. So sitzt er den ganzen Tag auf dem Sofa und liest.

Aber die junge Frau lässt nicht locker; sie will mehr vom Leben. Sie ermutigt ihn, sie provoziert ihn, sie drängt raus aus der Enge ihres Alltags. Die Schwiegereltern (MANFRED ZAPATKA, MARTHE KELLER) kündigen ihren Besuch an. Sie möchten den Enkel sehen. Doch dann sind sie ebenso schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen sind.

Halb ratlos, halb trotzig zieht die junge Frau nachts durch die angesagten Clubs der Stadt. Sie tanzt, sie flirtet, sie amüsiert sich. Hinter allem steht auch die Sehnsucht nach etwas Anderem, etwas Authentischem, etwas Sicherem, nach Liebe, nach Geborgenheit vielleicht. Sie kehrt zurück. Alles ist wie zuvor. Und doch hat sich alles radikal verändert. Die Nacht singt ihre Lieder…

Nackt            

D 2002, Regie: Doris Dörrie, 100 min., mit Heike Makatsch, Benno Führmann, Jürgen Vogel. Drei Paare, die seit langer Zeit eine intensive Freundschaft verbindet, treffen sich zum gemeinsamen Abendessen. Doch die Zeiten, in denen alles unkompliziert lief, sind längst vorbei. Emilia (Heike Makatsch) und Felix (Benno Fürmann) sind frisch getrennt, während Dylan (Mehmet Kurtulus) und Charlie (Nina Hoss) durch plötzlichen Reichtum "Fett auf der Seele" angesetzt haben. Lediglich zwischen Annette (Alexandra Maria Lara) und Boris (Jürgen Vogel) knistert es wie am ersten Tag. Während eines gemeinsamen Dinners schlägt Felix ein Spiel vor: Zwei der Paare sollen sich die Augen verbinden und versuchen, den jeweiligen nackten Partner durch Tasten zu erkennen. Ein Experiment, das nicht ohne Folgen bleibt... 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich blond!

USA 2001, Regie: Richard Linklater mit Reese Witherspoon. Quirlige Girlie-Komödie über eine liebenswerte Blondine, die in Harvard beweist, dass Blond sein nicht blöd sein bedeutet.
Blondine Elle erhält von ihrem Freund Warner statt des Heiratsantrages den Laufpass. Um ihn zurückzugewinnen, bewirbt sie sich wie er für ein Jurastudium an der Elite-Uni Harvard. ntgegen aller Erwartungen wird sie aufgenommen, doch als LA-Barbie mit schrill-pinkem Outfit ist sie extrem fehl am Platz. Zudem hat Warner sich bereits mit seiner Ex-Freundin verlobt.

Natürlich blond 2

USA 2003, mit Reese Witherspoon, o.A., 100 min, Nachdem Elle Harvard erobert hat, arbeitet sie jetzt als junge, aufstrebende Anwältin bei einer großen Wirtschaftskanzlei und steckt mitten in den Vorbereitungen für die Hochzeit mit dem Mann ihrer Träume.

Aber als sie herausfindet, dass ausgerechnet ein Mandant der Kanzlei die pelzigen Verwandten ihres geliebten Hündchens Bruiser für Kosmetikversuche missbraucht, läuft sie dagegen Sturm. Und wird prompt gefeuert. Elle ist am Boden zerstört, aber eine echte Blondine kann so schnell nichts aufhalten.

Sie macht sich auf den Weg nach Washington, um im Zentrum der Macht die Dinge in ihre frisch manikürten Hände zu nehmen. Die Klippen und Untiefen im politischen Haifischbecken des Capitol Hills sind eine Herausforderung für Elle, die aus dem modischen Einheitsbrei grau-schwarz-dunkel-blauer Bürokraten mal wieder wie eine exotische, pinkfarbene Blume hervorsticht.

Die Damen und Herren Politiker empfangen "Capitol Barbie" nicht gerade mit offenen Armen. Und jemand, der neben einem Harvard-Diplom auch ein untrügliches Gespür für Mode besitzt, hat es in Washington wahrlich nicht leicht.

Aber mit dem typischen Elle-Mix aus Cleverness und Zielstrebigkeit mischt Elle Woods das System so richtig auf und zieht für Bruiser und seine Hundeverwandten in die Schlacht - in pinkfarbenem Outfit. 

 

Natural Born Killers  

USA 1994, 119 min, ab 18 J., Mallory wird als Mädchen immer wieder von ihrem Vater mißbraucht. Zusammen mit ihrer großen Liebe Mickey ertränkt sie ihren jahrelangen Peiniger und zieht als mordendes Killerpärchen durch die USA.Ab jetzt wird Mord das Ausdrucksmittel dieses psychisch stark gestörten Pärchens. Stets lassen sie an den Schauplätzen ihrer kaltblütig ausgeübten Verbrechen einen Überlebenden zurück, der von den "M & M Murders" berichten kann.Die Medien stürzen sich darauf, und das ganze Land hört zu ... Sie bringen in drei Wochen 52 Menschen um und werden allein dadurch - durch die sensationsgierige Öffentlichkeit - zu gefeierten Stars.Die Kripo folgt einer Blutspur, der Sensationsjournalist Wayne Gale schlachtet ihre Geschichte für das Fernsehen aus und stilisiert die Killer zum modernen "Bonnie & Clyde" hoch. Viele US-Bürger feiern sie als Helden ...

Lexikon des internationalen Films: Ein junges Mörderpärchen, dem erst nach 52 Morden das Handwerk gelegt werden kann, steht im Mittelpunkt eines sich kritisch gebenden, äußerst gewalttätigen Films, der seine Geschichten distanzlos erzählt und der Faszination der Gewalt selbst erliegt. Der irritierende und unbequeme Film prangert die Sensationslust der Medien an, ohne sich selbst der Spekulation zu enthalten, wobei er in einem atemberaubenden Feuerwerk eine ganze Palette von Inszenierungsmöglichkeiten aufbietet. Seine dynamische Bilderflut zieht in Bann, doch schießt der Film über das Ziel einer bitterbösen Satire weit hinaus

Lexikon des internationalen Films: Ein junges Mörderpärchen, dem erst nach 52 Morden das Handwerk gelegt 

 

The navigators

GB/D 2001, Regie: Ken Loach, 96 min, ab 6 J. Die Männer, die seit Jahren für die British Rail arbeiten, sind nicht nur gute Kollegen, sondern auch Freunde. Der Privatisierung ihres Unternehmens sehen sie zunächst mit amüsierter Ironie und Sarkasmus entgegen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass die neuen Arbeitsbedingungen ihr Leben bis in den Privatbereich verändern. Und das bleibt nicht ohne tragische Konsequenzen...


Der auf Themen aus der Arbeiterklasse passionierte britische Filmemacher Ken Loach widmet sich nach der Putzkolonne aus "Bread and Roses" nun einer Gruppe englischer Gleisarbeiter. Das Drehbuch basiert auf den Erfahrungen, die der Gewerkschaftler Rob Dawber bei der Privatisierung seiner Eisenbahngesellschaft machte. Wie gewohnt nutzt Loach seinen Film als Plattform, um seine kämpferisch politische Meinung zu transportieren. Die handelnden Laiendarsteller agieren schnörkellos und authentisch. Ein typischer Loach ebe

 

 

 

NeuFundLand

D 2003, Regie: georg Maas, Drehbuch: Christoph Toelle, Robert, 37 und Feinmechaniker, (Jochen Nickel) bricht zu einem neuen Anfang auf: Er verlässt seine Wohnung in Köln und investiert alles, was er hat, in den Kauf einer großen Menge von Münzfernrohren. Die will er im deutschen Osten aufstellen. Genau die richtige Beschäftigung, um den Erinnerungen an seine Frau aus dem Weg zu gehen - so denkt Robert wenigstens. Er ist neugierig, die Neuen Bundesländer sind ihm noch unbekannt und er liebt es, die Fernrohre an ungewöhnlichen Standorten aufzubauen. Damit eröffnen sich erstaunliche Perspektiven auf ein Land im Wandel. 

Neues von Pettersson und Findus

  Katzen können einfach keine Ordnung halten! Das geht dem alten Kauz Pettersson gehörig auf die Nerven. Und so ermahnt er seinen Kater Findus, endlich mal wieder aufzuräumen. Doch Findus weigert sich und schreibt stattdessen einen Brief an den König. Der soll ein Gesetz erlassen, dass Katzen niemals Ordnung halten brauchen. Während Findus sehnsüchtig auf eine Antwort wartet, passieren im Haus von Pettersson allerhand merkwürdige Dinge...
Der zweite Spielfilm mit Pettersson und Findus steht seinem Vorgänger in Sachen Liebenswürdigkeit und Charme in nichts nach. Junge und ältere Fans des ungleichen Paares, werden erneut ihren Spaß haben. Zumal sie es diesmal auch mit coolen Tigern, hungrigen Mäusen und Hühnern aus dem Weltraum zu tun bekommen.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicholas Nickleby

Drama; USA, GB, D 2000; Regie: DOUGLAS MCGRATH; FSK ab 12 Jahren; 132 Min.; Die Lage nach dem Tod des Familienoberhauptes ist erbarmungswürdig. Und der einzige, an den sich der junge Nicholas Nickleby (Charlie Hunnam) in seiner finanziellen Not zu wenden weiß, ist Onkel Ralph (Christopher Plummer), der in London lebende Bruder seines verstorbenen Vaters. Von ihm hat es immer geheißen, er sei äußerst wohlhabend und durchaus wohltätig gesinnt. Also machen sich Nicholas, seine Mutter und seine Schwester Kate vom ländlichen Devon auf den Weg in die große Hauptstadt. Doch der vermeintliche Retter entpuppt sich als herzloser Tyrann.

Denn der alte Herr hat sofort einen Plan: Seine unschuldige Nichte Kate will er, gegen entsprechende, dringend benötigte Geldzuwendungen, an einen widerwärtigen Geschäftsfreund verkuppeln. Und Neffe Nicholas wird im Eiltempo zurück aufs Land geschickt und damit als potentieller Störenfried aus dem Weg geräumt. Als Hilfslehrer soll er in dem düsteren Internat Dotheboys Hall arbeiten und mit dem mageren Gehalt seine Familie im fernen London unterstützen. In Dotheboys Hall führen Wackford Squeers (Jim Broadbent) und seine Gattin (Juliet Stevenson) ein schreckliches Regiment: Ihre kleinen Schutzbefohlenen, die eigentlich sorgenfrei lernen sollten, führen in den trostlosen Hallen ein entbehrungsreiches Leben. Am schlimmsten hat es allerdings den jungen Smike (Jamie Bell) getroffen: Ihn behandelt das böse Ehepaar Squeers so gnadenlos ungerecht wie einen Sklaven. Nicholas und Smike freunden sich an und fliehen, bei Nacht und Nebel vor ihren Peinigern. Das Abenteuer ihres Lebens kann beginnen...

Nicht auflegen

USA 2003, mit Forrest Whitaker, Colin Farrell, 81 min., Regie: Joel Schumacher, Stu Shepard ist ein energiegeladener, smarter Medienjongleur. Im schicken Designeranzug eilt er durch die Straßen Manhattans und pokert über zwei Handys gleichzeitig mit Kunden und Redakteuren. Er lügt, er droht, er schmeichelt, er scherzt, und zwischendrin findet er sogar ein paar charmante Worte für seine Ehefrau Kelly.

Ruhe sucht er in der letzten abschließbaren Telefonzelle auf der 53. Straße. Von hier aus ruft er Pamela an, eine junge Schauspielerin, mit der er seine Frau betrügt.

Als Stu die Telefonzelle wieder verlassen will, klingelt es. Instinktiv nimmt er den Hörer ab und gerät in eine höllische Falle. Der unbekannte Anrufer ist ein Scharfschütze und Serienkiller. Aus irgendeinem Hochhausfenster hat er sein Präzisionsgewehr auf ihn gerichtet.

Er weiß alles über Stu; er will, dass Stu seine Sünden bekennt. Seine Botschaft lautet: Wenn du den Hörer auflegst, bist du ein toter Mann.

Nicht von dieser Welt

Der schönste italienische Film des letzten Jahres, ausgezeichnet mit 5 David di Donatello für den besten italienischen Film. „Ein herzerwärmendes Manifest gegen die Gefühlskälte unserer Zeit."(FILM-CH) Mailand, heute. Caterina will als Ordensschwester leben. Ernesto betreibt eine Wäscherei. Teresa ist eine Frau, die nicht weiß, wo sie hin soll. Gabriele ist ein Polizist. Niemand kennt sich, doch das Schicksal führt sie zusammen.

 

Nichts bereuen

Deutschland 2001. Regie: Benjamin Quabeck. Angenehm unprätentiös und realistisch erzählte Coming-of-age-Geschichte eines 19-jährigen zwischen Zivildienst und unberechenbarer Liebe. Wie übersteht man das Erwachsenwerden? Der Film zeigt die Geschichte des 19-jährigen Daniel, der glaubt, dass sein Leben und - vor allen Dingen - die Liebe an ihm vorbeigehen würden. Seine Freundin Luca ist bezaubernd, atemberaubend, aufregend, aber unerreichbar. Er lernt eine Diakonieschwester kennen, schläft zum ersten Mal mit einer Frau, kreuzigt sich aus Verzweiflung in der Kirche, überfällt eine Tankstelle und bei seinem neuen Job stirbt auch noch ein pflegebedürftiger Opa. Doch all diese kleinen und größeren Katastrophen lassen ihn schließlich erkennen, dass Leben das ist, was dazwischen passiert. Das Motto lautet: Alles lieben, alles leben - nichts bereuen. 103 min., ab 12 Jahre

        

 

 

Night on earth

Eine Folge von fünf Episoden, die zwar gleichzeitig, aber in verschiedenen Zeitzonen, Kontinenten und Sprachen stattfinden. Im Mittelpunkt dieser kurzen Geschichten stehen jeweils ein(e) Taxifahrer(in) und ihre/seine Erlebnisse mit einem ihrer/seiner Kunden/Kundinnen. Der Film beginnt in der Dämmerung von Los Angeles, führt nach New York, dann nach Paris, weiter nach Rom, um schließlich im Morgengrauen von Helsinki zu enden.

Nights of the short
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Nirgendwo in Afrika

Regie: Caroline Link, Deutschland 2001, 141 min, ab 6 Jahre. Nach dem autobiographischen Roman von Stefanie Zweig entstandenes Afrika-Epos über eine deutsche Familie, die sich in einer fremden Welt zurechtfinden muss. Im Jahr 1938 müssen Jettel und ihre Tochter Regina Deutschland verlassen und vor den Nazis zu Jettels Ehemann Walter flüchten, der versucht, in Afrika eine Existenz aufzubauen. Während sich Regina in der neuen Welt als Kind mühelos zurechtfindet und Freundschaft mit dem einheimischen Koch Owuor schließt, stehen Jettel und Walter vor den Trümmern ihrer Ehe.
Mit beeindruckenden Kinobildern als prächtige Kulisse erzählt Caroline Link („Jenseits der Stille") die Geschichte einer Ehe ohne melodramatische Klischees. Der Feind ist hier nicht das bekannte Afrika aus unzähligen Filmen, sondern das Leben selbst. Besonders Jettel muss eine große Wandlung in diesem Film durchmachen, von der nörgelnden, leicht hysterischen Nervensäge, die mit den Verhältnissen nicht zurechtkommt, zu der reifen Frau, die an der Seite ihres Mannes gegen eine Heuschreckenplage all das verteidigt, was man sich mühselig aufgebaut hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Niki de Saint-Phalle

D 1995. 93 min. In Interviews erzählt die deutsch-amerikanische Künstlerin von ihrem Leben, ihrem Werk und der Zusammenarbeit mit ihrem 1991 verstorbenen Ehemann, Jean Tinguely. Außerdem folgt Regisseur Peter Schamoni De Saint-Phalles Werdegang und hakt dabei die entscheidenden Stationen ihrer Karriere bis in die Gegenwart

Nikita
Eine Gruppe rauschgiftsüchtiger Jugendlicher bricht in eine Apotheke ein, um sich Drogen zu besorgen. Als sie ertappt werden, kommt es zu einem Blutbad. Von den Junkies überlebt nur Nikita (Anne Parillaud) die Schießerei mit der Polizei. Verstört sitzt das Mädchen vor der Eingangstür auf dem Pflaster. Einem Polizisten, der sich voll Mitleid um sie kümmert, entreißt sie die Pistole und schießt ihn in den Kopf.
Im Gefängnis wird sie hingerichtet. Glaubt sie. Aber die angeblich tödliche Giftspritze enthielt nur ein Schlafmittel. Als sie nach der Scheinhinrichtung in ihrer Zelle aufwacht, macht ihr der Geheimdienstagent Bob (Tcheky Karyo) ein Angebot: Wenn sie bereit ist, für seine Organisation zu arbeiten, kommt sie frei und erhält eine neue Identität. Andernfalls ist die nächste Hinrichtung echt.
Nikita geht darauf ein, beginnt als Krankenschwester Marie ein neues Leben und lässt sich vom Geheimdienst ausbilden. Aus dem menschlichen Wrack wird eine eiskalte Agentin und präzise funktionierende Scharfschützin, die auf Befehl und ohne Anteilnahme aus nächster Nähe tötet.
Bis sie sich in den Supermarkt-Kassierer Marco (Jean-Hugues Anglade) verliebt. Am Ende wird aus dem Roboter wieder eine Frau mit Gefühlen.

Noi albinoi

Island 2003; 93 Min. Regisseur Dagur Kári erzählt mit trockenem Humor und viel Liebe zum Detail die Geschichte eines jungen Außenseiters, der in der winterlichen Abgeschiedenheit der isländischen Fjordlandschaften seinen Weg sucht. Noi lebt in einer eigenen Welt und verschanzt sich am liebsten in einer von ihm eingerichteten Kellerbehausung. Wenn er das Haus verläßt, hält er sich entweder in dem kleinen Buchladen auf, indem es soviel Interessantes zu entdecken gilt oder in der Bar der örtlichen Tankstelle, wo er regelmäßig den Spielautomaten überlistet, um sich mit dem erbeuteten Geld ein Getränk zu besorgen. Als hier eines Tages Iris, die aus der Stadt zurück gekommene Tochter des Buchhändlers, hinter der Theke steht, sieht Noi seine Chance gekommen. Mit ihr will er endlich aus seiner öden Umgebung ausbrechen, sein Ziel ist eine Insel in der Südsee. Seine abenteuerlichen Versuche, an das nötige Geld zu kommen, um den schönen Traum zu verwirklichen, scheitern kläglich und so landet er bald wieder auf dem in Island besonders harten Boden der Tatsachen.Der Spielfilm "Noi Albinoi" von Dagur Kari (Buch/Regie; Redaktion: Lucas Schmidt), eine internationale Koproduktion, wurde auf mehreren internationalen Festivals mit insgesamt sechs Preisen ausgezeichnet:


Auf dem 15. Europäischen Filmfestival der Erstlingswerke "Premier Plans" ins Angers erhielt der Film den Grand Jury Prize sowie den Preis für die beste Musik, auf dem 26. Film-Festival Göteborg den Nordic Film Award sowie den FIPRESCI Preis, auf dem 32. Internationalen Film-Festival Rotterdam den Moviezone Award und schließlich wurde dem Film noch der Swedish Church Award verliehen.


Der Film, der von Arte koproduziert wurde, erzählt die Geschichte des 17-jährigen Außenseiters Noi, der mit seiner Großmutter zusammen in einem isländischen Dorf lebt. Noi träumt davon mit seiner Freundin der Enge des kleinen Ortes zu entfliehen, was ihm aber nicht gelingt. Bei einem Lawinenunglück verliert Noi alle Freunde und Verwandeten.
Erst jetzt begreift er, dass dieses Unglück vielleicht sein Weg in die Freiheit ist. 

Nomaden der Lüfte

D / Fr /Spanien 2001. Regie: Jacques Perrin. 92 min. Ungewöhnlicher Dokumentarfilm über Zugvögelals Sinfonie der Bewegung gestaltet. Kraniche gleiten in V-Formationen vorüber und rasten an den großen Seen Europas. Ringel - und Graugänse ziehen kraftvoll ihre Bahnen und imposante weiße Pelikane überfliegen die Ebenen USA und Kanadas. Dabei werden die verschiedenartigsten Landschaften überflogen - das schottische Hochland, die Fjorde Norwegens, Wälder aus Laub - und Nadelbäumen, die Taiga, Vulkane in Japan. Erneut hat Produzent Jacques Perrin nach „Mikrokosmos" einen ungewöhnlichen Naturdokumentarfilm entworfen. Wie eine Sinfonie der Bewegung wirkt das vogelfreie Abenteuer, für das ein Team drei jahre auf der ganzen Welt unterwegs war und mit diversen technischen Innovationen arbeitete. Ab 6

 

Notting Hill

Enland 1999, 120 min, mit Julia Roberts, Hugh Grant; William Thacker traut seinen Augen kaum, als plötzlich Kinostar Anna Scott seinen Buchladen betritt. Nervös wechselt er ein paar Sätze mit ihr und damit wäre diese traumhafte Begegnung eigentlich auch schon vorbei. Doch als er dann kurz darauf auf der Straße mit der Traumfrau zusammenprallt und sie mit Orangensaft bekleckert, nimmt das Schicksal endgültig seinen Lauf.

Nachdem Anna in Williams Wohnung die Kleider gewechselt hat, küßt sie ihn plötzlich. Keiner von beiden versteht so recht, was da passiert. Fest steht nur, daß sich die berühmteste Schauspielerin der Welt und der wahrscheinlich erfolgloseste Buchhändler Londons gerade in den Armen liegen. Anna und William verbringen ein paar glückliche, unbeschwerte Tage miteinander, bis plötzlich Annas Freund auftaucht, von dessen Existenz William natürlich überhaupt nichts ahnte.

Szenenfoto Sechs Monate später. Endlich scheint William die Enttäuschung mit Anna überwunden zu haben, da steht sie unvermittelt vor seiner Tür. Sie will sich bei ihm vor der Journalistenmeute verstecken, die sie verfolgt, weil alte Nacktfotos von ihr aufgetaucht sind.

Im Laufe des nun folgenden romantischen Wochenendes verlieben sich die beiden erneut ineinander. Doch als Sensationsreporter sie aufstöbern, fühlt Anna sich von ihrem Geliebten verraten und packt wütend ihre Koffer.

Szenenfoto Noch einmal zwölf Monate später. Anna ist zu Dreharbeiten nach London zurückgekehrt und sucht William erneut auf, um ihm unverholen zu gestehen, daß sie ihn liebt und mit ihm zusammensein möchte. Doch er lehnt ab. Die Enttäuschung über ihr Verhalten steckt ihm noch zu sehr in den Knochen, zumal er zufällig belauscht hat, wie sie sich abfällig über ihn äußerte. Und wie sollte diese Beziehung auch funktionieren? Sie lebt in Beverly Hills, er in einer schmuddeligen Wohnung in Notting Hill.

Ihren Namen kennt jeder auf der Welt, seinen vergißt manchmal sogar seine eigene Mutter. Und als William endlich realisiert, wie sehr er Anna doch liebt, scheint es bereits zu spät ...