Unsere Filme M

Mademoiselle

Fr 2001. Regie: Philippe Loiret. Ein einzelner Tag kann ein Leben verändern. Pharma-Referentin Claire ( Sandrine Bonnaire ) führt ein geordnetes Leben. Sie ist glücklich verheiratet, hat zwei gesunde Kinder und ist erfolgreich im Beruf. Als sie bei einer Tagung ihrer Firma den Zug Richtung Heimat verpasst, kreuzt sich ihr Weg mit dem des Schauspielern Pierre, der sein Geld durch Improvisationen verdient. Beide fühlen sich vom ersten Augenblick an magisch angezogen. Sie erleben 24 Stunden voller knisternder Leidenschaft. Bis Claire am nächsten Morgen in ihr geordnetes Leben zurückkehrt. Kann dieser eine Tag ihr Leben verändern?


Der Maler Ernst Ludwig Kirchner

D/CH 2001. 84 min. Dokumentarfilm über einen „wilden" Mann. So beschrieb Kirchner sich selbst in seinem Exil in der Schweiz. Der Film folgt dem Leben Kirchners, er beschreibt den Aufbruch in den Jahren um 1910 in Dresden, die Exstase und die Hoffnung auf eine neue Zeit in den darauffolgenden Berliner Jahren. Im Krieg flieht er nach Davos und beginnt in den Bergen ein neues Leben. Der Film zeigt die Innenansicht eines Künstlers, der immer zu sich und seiner Zeit stand und zuletzt an dieser zerbrach. Die Kunst Kirchners ist der Intention und der Form nach so sehr auf das Wirkliche bezogen, sein Leben andererseits so dramatisch in der Reaktion auf entscheidende Umbrüche.

Manhattan Love Story
USA 2002, Darsteller: Ralph Fiennes, Jennifer Lopez, Regie: Wayne Wang, FSK: Keine Altersbeschränkung Länge: 107 Min.Die allein erziehende Mutter Marisa Ventura (Jennifer Lopez) ist ein einfaches, freundliches und strebsames Zimmermädchen aus der Bronx. Ihre Arbeitstelle befindet sich im reichen New Yorker Stadtteil Manhattan. Dort trifft sie eines Tages auf den wohlhabenden Politiker Christopher Marshall (Ralph Fiennes), der sie fälschlicherweise für einen Hotelgast hält. Beide fühlen sich gleich voneinander angezogen und verbringen eine heiße Liebesnacht miteinander. Für Marisa ist es wie ein wunderschöner Traum, der in Erfüllung geht. Doch dann erfährt Christopher die Wahrheit... 

 

Der Mann mit den Bäumen
Verfilmung einer Geschichte von Jean Giono. Ein Schäfer im Hochland der Provence. Nachdem er Frau und Sohn verloren hatte, machte er es sich zur Aufgabe, Bäume in der kargen und baumlosen Hochebene zu pflanzen. Er bohrte Löcher in den kargen Boden und setzte die wohlausgesuchten Samen in die Erde. Jahre und Jahrzehnte vergingen. Aus den kleinen Pflänzchen wurden mächtige Bäume und schließlich entstanden Wälder. Mit diesen kam das Wasser wieder und die Menschen aus den Tälern und Städten kehrten zurück und bauten ihre alten Dörfer wieder auf. Regie: Werner Kuby, 81 min, Montage von beeindruckenden Natur-Totalen

 

Der Mann ohne Vergangenheit

 Finnland 2002, Regie: Aki kaurismäki; Nachdem er in Helsinki halb tot geprügelt wurde, landet der Mann ohne Vergangenheit (Markku Peltola) in einem leer stehenden Container im Hafen. Die Miete dafür zahlt er an den geldgierigen Wächter (Sakari Kuosamen), doch mit einem Bett und einer Jukebox eigerichtet, schafft er sich ein gemütliches Zuhause. Am Rande der Gesellschaft findet er echte Freunde und trifft auf eine wunderbare Frau: Irma (Kati Outinen) sorgt als Mitglied der Heilsarmee für warme Suppe, neue Kleidung und einen Job. Doch gerade als die beiden sich näher gekommen sind, wird der Namenlose Zeuge eines Bankraubs. Seine darauf folgende "Berühmtheit" bringt seine Identität ans Licht: Ausgerechnet seine Frau hat sich wieder gemeldet...
Juhu endlich wieder ein echter Kaurismäki ("Leningrad Cowboys")! Fans des finnischen Melancholikers werden an diesem Meisterwerk ihre Freude haben. Aki Kaurismäkis neuester Film bietet ein Feuerwerk trockener Dialoge und skurriler Situationen zwischen Sozialdrama und Gesellschaftssatire. "Es ist zwar ungenießbar, aber es ist fertig", lautet das Urteil des Namenlosen über seine zwei verbrannten Steaks. Auch wenn der Heimgärtner von acht angebauten Kartoffeln einen Vorrat für den Winter beiseite legt, lacht das Cineasten-Herz. Während wie üblich im ganzen Film kein Lächeln zu sehen ist, schwankt der Zuschauer zwischen Lachanfällen und Tränen der Rührung. Fast nicht erwähnenswert ist, dass die finnische Märchenwelt natürlich wieder von Rocktönen untermalt wird. Ohne Zweifel ist das einer der besten Kaurismäki-Filme aller Zeiten, der in Cannes zu Recht mit dem Großen Preis der Jury und dem Preis für die geniale Hauptdarstellerin Kati Outinen belohnt wurde.

Ein Mann sieht rosa

Frankr 2001, mit Daniel Auteuil und Gerard Depardieu , ab 6 Jahre. Wollen Sie mal wiede rherzahft und unbeschwert im kino lachen? Dann ist dieser Komödienhit aus Frankreich genau das richtige. Der langweilige Buchhalter Pignon arbeitet in einer Kondomfabrik. Als er entlassen werden soll, will er sich vom Balkon stürzen. "Ruinieren Sie nicht mein Auto", sagt sein Nachbar, was den Beginn einer langen freundschaft darstellt. Der Nachbar rät Pignon, sich als Homosexueller zu outen. Die gesamte Belegschaft der Kondomfirma glaubt´s und stellt aus political correctness Pignon wieder ein. Das wiederum hat einige Komplikationen zur Folge. Der Rugby-Trainer schenkt ihm einen rosa Pullover und ändert seine Ansichten, Pignon bekommt plötzlich Anerkennung von seinem Sohn und seiner Ex-Frau und dazu interessiert sich auch noch seine Sekretärin für ihn...

 

 

 

 

Master & Commander

Hauptdarsteller:Russell Crowe, Paul Bettany, Regie:Peter Weir, Länge:140 Minuten, FSK:ab 12 Jahren, "Lucky" Jack Aubrey ist Kapitain der königlich britischen Flotte und hat das Kommando über den Großsegler "H.M.S. Surprise". Stolzerfüllt setzen er und seine treue Mannschaft, darunter auch Aubreys bester Freund, der Schiffsarzt und Naturwissenschaftler Stephen Maturin, die Segel. Auf hoher See wird die "H.M.S. Surprise" plötzlich und unerwartet von einer überlegenen französischen Fregatte, der "Acheron", angegriffen. Kapitain Jack Aubrey und seine Mannschaft müssen sich zurückziehen.

Aubrey trifft eine folgenschwere Entscheidung: Trotz der starker Beschädigungen an der "H.M.S. Surprise" und den Ausfällen unter seiner Mannschaft beschließt der Kapitain, Segel zu setzen und eine abenteuerliche Verfolgungsjagd zu starten. Über zwei Ozeane und rund um das stürmische Kap Horn jagt Aubrey der französischen Fregatte hinterher, um die Bedrohung auszuschalten und damit auch seine Ehre wiederherzustellen. Die Mission entscheidet über das Schicksal einer Nation. Versagt er, kann es für ihn und seine Männer das Ende bedeuten. Aubrey wagt alles...

Marie-Line

Ihre Augen blicken verbiestert. Ihre Mundwinkel sind heruntergezogen. Als Chefin einer Putzkolonne führt Marie-Line (Muriel Robin) ein strenges Regiment. Das ist bitter nötig, denn sie hat das ehrgeizige Ziel mit ihrer multikulturellen Belegschaft zum dritten Mal in Folge den begehrten Titel "Putzstaffel des Jahres" zu gewinnen. Um den zusammengewürfelten Haufen "nutzloser" Gastarbeiter auf Trab zu bringen, ist ihr scheinbar jedes Mittel recht...
Für sein Portrait des alltäglichen französischen Rassismus schuf Regisseur und Autor Mehdi Charef einen eigenen Mikrokosmos. In einem durchschnittlichen Kaufhaus lässt er verschiedene Gestrandete der modernen Gesellschaft aufeinanderprallen. Analphabeten, Asylanten und illegale Einwanderer putzen gemeinsam für eine strenge Herrin um die Wette. Wortlos fügen sie sich der Tyrannei. Die Arbeit in der Putzkolonne ist für alle die einzige Chance, wenigstens ein kleines Einkommen zu verdienen. Voller Hingabe verkörpert Muriel Robin die verbitterte Leiterin Marie-Line, deren rüde Hartherzigkeit sich langsam in sanftes Mitgefühl wandelt, ohne dass die Verbitterung über das eigene Leben weicht. Mit der Zeit realisiert sie, dass sie sich gar nicht so sehr von ihren Untergebenen unterscheidet. Wunderschön verdeutlicht dies eine Szene, die Marie-Line und eine algerische Kollegin im Trikot der Equipe Tricolore zeigt. Der einzige Unterschied sind die Namen auf dem Rücken. Marie-Line schwärmt für Landsmann Barthez und ihre Kollegin für den "Einwanderer" Zidane. Eine interessante Parabel die sicherlich nicht nur auf den französischen Alltag zutrifft

 

Matrix reloaded

USA 2003, 130 min., Regie: Gebrüder Wachowiak. Neo (Keanu Reeves), Trinity (Carrie-Anne Moss) und Morpheus (Laurence Fishburne) stehen weiter an der Spitze der Revolte gegen die Maschinenarmee. Dabei verlassen sie sich auf außergewöhnliche Fähigkeiten und Waffen, mit denen sie gegen die systematische Unterdrückung und Ausbeutung vorgehen. Sie dringen tief in die Matrix ein. Neue Figuren tauchen auf - der Schlüsselmacher, der „Architekt" und weitere Fragen nach Menschsein oder Computerdasei, nach Zufall und Bestimmung ...

Matrix revolutions

USA 2003, 129 min. 

Mein blühendes Geheimnis

Spanien 1995. Die Bestsellerautorin Leo Macias veröffentlicht unter dem Pseudonym Amanda Gris triviale Liebesromane. Weil ihre Ehe am Schei-terrn ist und sie zudem die Verlogenheit ihrer Bücher nicht mehr ertragen kann, bewirbt sie sich inkognito bei einer Tageszeitung. Dort muss sie aber eben jene Trivialromane von Amanda Gris rezensieren. Schriller, witziger Unterhaltungsfilm voller Sticheleien auf Spanien. 90 min.

Mein langsames Leben

D 2001. In Zeiten, in denen Wagemut nicht eben zu den ausgeprägten Eigenschaften deutscher Filmemacher gehört, muss dieser Film eigentlich all jene elektrisieren, die im Kino noch innovatives Potential suchen. - Berlin, Sommer. Zwei Freundinnen in einem Cafe. Valerie ist gerade umgezogen, Sophie wird für sechs Monate nach Rom gehen. Ereignisse, Begegnungen und Beziehungen, Momente eines halben Jahres. „Der Film ist der Versuch, das Leben von außen zu betrachten, Distanz zu gewinnen, nicht einzugreifen, sondern zuzusehen. Ich wollte einen fließenden Übergang finden vom Leben zum Film und zurück... Jede Situation gibt es tausendfach. Die Familie, die am Flughafen ankommt, die ältere Frau, die allein im Zug sitzt, zwei Freundinnen, die im Cafe sitzen, die erwachsenen Kinder vor dem Krankenhaus, in dem der Vater stirbt. es ist normal. Ich hab mich gefragt, was passiert, wenn man versucht, sich an nichts anderes als die Realität zu halten (Angela Schanelec)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Leben ohne mich

Spanien, Canada 2003, Bisher hatte sie nicht die besten Karten im Lebenspoker: das erste Kind mit 17, das zweite mit 19, der Mann arbeitslos, der Vater im Gefängnis, die nervige Mutter als Nachbarin. Ann ist 23 und trägt trotz allem die kleine Sehnsucht in sich, dass alles einmal besser werden könnte.

Als Ehefrau und Mutter lebt sie mit ihrer Familie in einem Trailer, putzt nachts an der Uni und muss sich mit ihrer ewig unzufriedenen Mutter herumschlagen. Doch eines Tages ändert sich Anns eintöniger Alltag schlagartig. Nach einem Schwächeanfall wird sie ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose des Arztes ist niederschmetternd: Krebs im Endstadium - sie hat noch zwei Monate zu leben.

Aber Ann behält die schockierende Nachricht für sich, erzählt niemandem etwas davon, sondern fasst einen einsamen Entschluss: Sie wird das bisschen verbleibende Leben noch auskosten, sich Wünsche erfüllen, kleine Utopien verwirklichen und für ihre Lieben die Zeit nach ihrem Tod, das Leben ohne sie, vorbereiten.

Dazu gehört, dass sie ihren beiden Kindern Geburtstagsgrüße für die nächsten Jahre auf Band spricht oder dass sie Ausschau hält nach einer geeigneten neuen Frau für ihren Mann Don und Ersatzmutter für die beiden Mädchen, genauso aber auch der Plan, noch einmal Liebe und Zärtlichkeit mit einem anderen Mann zu erfahren, seinen Herzschlag ganz nah zu hören und brennende Lust zu verspüren - hundert Jahre Zweisamkeit in nur einer kurzen Begegnung.

Mit Lee trifft Ann den Mann ihrer Träume. Nur ein kleiner Moment des großen Glücks ist ihr vergönnt, bis sie endgültig Abschied nehmen muss ... 

Mein letzter Film

Marie (Hannelore Elsner) packt ihre Sachen. Sie ist eine große Schauspielerin. Doch ihrem alten Leben will sie nun endgültig den Rücken kehren. Ein Kameramann filmt Marie dabei, wie sie in ihrem Apartment viele materielle Erinnerungen in ihre Koffer stopft und ihr künstlerisches Leben dabei Revue passieren lässt...
Nach "Die Unberührbare" erleben wir Hannelore Elsner erneut in einem Film der allein auf sie zugeschnitten ist. Bis auf zwei kleine Szenen, in denen auch der junge Kameramann kurz im Bild ist, bestreitet die Schauspielerin den Film allein.

 

Mein Stern

D, Ö 2001. Buch+Regie: Valeska Griesbach. Eine Liebesgeschichte. Ein Junge und ein Mädchen. Nicole ist 14 und von der Vorahnung erfüllt, dass in ihrem Leben bald etwas passieren wird. Sie lernt den gleichaltrigen Christopher kennen, einen der Helden vom Hinterhof. Sie werden ein Paar. Nach dem Vorbild der Erwachsenen versuchen sie, ihre Bilder von der Liebe zu verwirklichen. Aber das ist alles nicht so einfach ... Wie Stars hängen sie an öffentlichen Plätzen herum, als müssten sie jeden Augenblick Autogramme geben. Gleichzeitig wartet schon die Lehrstelle, der Feierabend, das eigene Geld. Es gibt Filme, die in ihrer Ruhe und Stimmigkeit einzigartig sind, leider aber oft zu wenig beachtet. Dieses ist einer von ihnen. Gewinner des First Sep Awards 2001.

Memento

Regie: Christopher Nolan. 113 min, ab 16 J. USA 2000. Faszinierender, rückwärts erzählter Thriller über Leonard Shelby, der mit einem extremen Kurzzeitgedächtnis ausgestattet - gegen das Vergessen kämpft, das bisher die Mörder seiner Frau schützte. Dabei benutzt er Fotos und Tätowierungen, die ihn immer weiter in die Vergangenheit zurückbringen, bis die Wahrheit zu Tage tritt, die vielleicht auch ihn selbst in Frage stellt.

Men in Black 2
USA 2002. Regie: Barry Sonnenfeld; Science Fiction-Komödie und Fortsetzung des Sensationserfolges von 1997, in dem Will Smith und Tommy Lee Jones erneut das Universum retten müssen.

Der menschliche Makel

USA 2003; Regie:Robert Benton; Drama 108 min , mit Anthony Hopkins, Nicole Kidman, Ed Harris, Gary Sinise; Verfilmung des Bestsellers von Philipp Roth: Coleman Silk, ein geachteter Universitätsprofessor für Literatur, lässt sich auf eine innige sexuelle Beziehung mit einer armen Putzfrau ein, deren Ehemann eifersüchtig und gewalttätig ist. Während sich die Affäre verschärft, wird der Ehemann immer gefährlicher, und Coleman bekommt Schwierigkeiten bei der Arbeit. Sein Leben scheint aus den Fugen zu geraten; und da ist auch noch ein Geheimnis, das er lange Zeit für sich behalten hat...

Der Roman spielt sich vor dem Hintergrund von Bill Clintons Skandal im Jahre 1998 und dem folgenden Amtsenthebungsverfahren ab. Es geht um einen alternden Professor in einer kleinen Stadt in New England, der zum Rücktritt gezwungen wird, nachdem er unberechtigterweise als Rassist enttarnt wurde. Er fechtet die Entscheidung an und dabei kommen Geheimnisse aus seiner Vergangenheit ans Tageslicht.

The mexican

USA 2001. Regie: Gore Verbinski. Unkonventionelle Actionkomödie über eine mexikanische Pistole, die Mafia- Bote Jerry (Brad Pitt) in die Staaten schmuggeln soll, während seine Freundin Samantha (Julia Roberts) mit ihm in Las Vegas ein neues Leben beginnen wollte. Während er in Mexiko von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt, wird Samantha auf dem Weg nach Vegas von Killer Leroy entführt.

 

Minority report

Washington D.C., 2054. In der amerikanischen Hauptstadt gibt es praktisch keine Morde mehr. Dafür verantwortlich ist seit sechs Jahren das Pre-Crime-Projekt. Mittels dreier übersinnlich veranlagter Medien werden potenzielle Mörder gestellt, noch bevor sie ihre Tat begangen haben. John Anderton (Tom Cruise) ist einer der besten Polizisten und größter Befürworter von Pre-Crime. Bis er eines Tages seinen eigenen Namen als kommender Täter erblickt. In nur 36 Stunden soll er einen Mann kaltblütig ermorden, den er noch gar nicht kennt. Ist das System etwa doch nicht unfehlbar? Will ihm jemand mit manipulierten Daten eins auswischen? Oder ist er tatsächlich ein Mörder in spe? Auf der Flucht vor seinen Kollegen, kommt er des Rätsels Lösung langsam auf die Spur... 

 

Mirakel -Ein Engel für Dennis P.

Stefan Pagels Andersen ist ein ganz gewöhnlicher Zwölfjähriger. Er hat Probleme in der Schule, seine Mutter verbreitet ständig schlechte Laune und die Haare wollen an den entscheidenden Stellen einfach nicht sprießen. Da trifft Dennis plötzlich auf seinen Schutzengel (Thomas Bo Larsen), der ihn mit der Lizenz für mittlere Wunder ausstattet. Einzige Bedingung: Dennis darf nie wieder fluchen...
Dieser liebevolle dänische Kinderfilm ist eine Mischung aus Komödie und Musical. Der erfolgreiche Drehbuchautor Kim Fupz Aakeson steuerte auch gleich ein paar Songtexte bei, die Dennis und seine Leinwandkollegen schmissig rocken und rappen. Kopenhagens coolster Schüler wird sicherlich auch hierzulande einige Kinderherzen erfreuen.

Mr. Deeds

USA 2002, Regie: Steve Brill, 96 min, ab 6 J. Der freundliche Mr. Deeds (Adam Sandler) führt in der ruhigen Kleinstadt Mandrake Falls, New Hampshire ein unspektakuläres, aber zufriedenes Leben. Er leitet ein Restaurant, in dem er des Abends seine Mitbürger mit selbstverfasster Poesie beglückt. Doch das beschauliche Dasein des Mr. Deeds hat ein Ende, als er erfährt, dass ihm ein Verwandter, den er längst aus den Augen verloren hat, ein Erbe im Wert von 40 Milliarden Dollar hinterlassen hat. Mr. Deeds ist ab sofort Eigentümer eines Medienimperiums, einer Football- und einer Baseballmannschaft sowie eines Privathubschraubers. Dieses schlagzeilenträchtige Erbe ruft natürlich sofort die gesamt Regenbogenpresse auf den Plan. Auch Sensationsreporterin Babe Bennet (Winona Ryder) wird losgeschickt, um etwas negatives über Deeds herauszufinden. Doch, wie so oft im Leben, kommt es anders als man denkt... 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mona Lisas Lächeln

GENRE: Drama mit  Julia Roberts,  REGIE: Mike Newell, USA 2003 FILMLÄNGE: 115 Minuten HOMEPAGE: www.mona-lisas-laecheln.de. In MONA LISAS LÄCHELN steht Oscar ® -Gewinnerin Julia Roberts in ihrer ersten Hauptrolle seit Erin Brockovich an der Spitze eines hochkarätigen und prominenten Ensembles aus Hollywoods vielversprechendsten weiblichen Nachwuchsstars. Regisseur Mike Newell (Vier Hochzeiten und ein Todesfall, in Produktion Harry Potter und der Feuerkelch) inszenierte ein einfühlsames und mitreißendes Frauendrama um eine College-Dozentin im Amerika der 50er Jahre, die ihre Schülerinnen ermutigt, ihre eigenen Wege im Leben zu finden.

Massachusetts, 1953: Amerika auf dem Höhepunkt der McCarthy-Ära. Die frei denkende Berkeley-Absolventin Katherine Watson tritt am renommierten Wellesley-Mädchen-College eine Stelle als Dozentin für Kunstgeschichte an.

Schon bald nach ihrer Ankunft sieht sie sich mit engstirniger Moral, erzkonservativen Sitten und erstickenden Konventionen konfrontiert: Als Katherine versucht, die traditionsbewussten jungen Mädchen zu unabhängigem Denken und zur Entfaltung ihrer individuellen Talente zu ermutigen, stößt sie schnell auf den Widerstand der Fakultät � und einer ihrer Schülerinnen, Betty Warren.

Die frisch verheiratete Studentin wird zur entschlossenen Gegnerin, als Katherine deren beste Freundin Joan Brandwyn dabei unterstützt, sich an der juristischen Universität von Yale zu bewerben. Zugleich findet die intelligente und rebellische Giselle Levy ein lang vermisstes Vorbild in ihrer modernen und selbstbewussten Lehrerin.

In einer Gesellschaft, die allen vorgibt, was sie zu denken und wie sie zu leben haben, zeigt Katherine den Mädchen, dass das Leben mehr zu bieten hat als die Rolle der Hausfrau und Mutter. Doch im Laufe der Zeit und ihrer Bemühungen um die Emanzipation der Heranwachsenden muss sich Katherine eingestehen, dass sie selbst lange nicht so unabhängig ist, wie sie glaubte. 

 

Mon Oncle

Regie: Jacques Tati - Buch: Jacques Tati, Jean L'Hôte und Jacques Lagrange - Kamera: Jean Bourgoin - Darsteller: Jacques Tati, Jean-Pierre Zola,  - 1958; 86 Minuten. In einem indifferenten Neubauviertel unweit einer vergammelten französischen Altstadt ließ sich der Generaldirektor einer Plastikschlauch-Fabrik ein supermodernes Anwesen errichten. Das Garagentor, Türen und Küchengeräte: alles arbeitet vollautomatisch. Ungewohnt lange, ruhige Einstellungen in Zeitlupe wechseln mit hektischen Schnittfolgen, abrupten, assoziativen Szenenwechseln. Die Einrichtung ist so unpersönlich wie der sterile Garten. Wenn es klingelt, schaltet die putzwütige Frau des Hauses den Brunnen ein, bevor sie auf den Türöffner drückt. Das snobistische Ehepaar Arpel ist stolz auf die Errungenschaften, aber der Sohn Gérard fühlt sich in dieser perfekt funktionierenden Wohnmaschine nicht wohl und zieht es vor, Fußgängern und Autofahrern in der Altstadt Streiche zu spielen. Am liebsten ist er mit seinem schusselig-verschrobenen Onkel zusammen, der in der Dachwohnung eines uralten und mehrmals umgebauten Hauses wohnt.

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

 FR 2003, Regie: François Dupeyron 94 Minuten – Format 1.66 – Dolby SRD/DTS. 
Der junge Momo ist plötzlich ganz auf sich allein gestellt. Er hat nur einen Freund – einen einzigen – und das ist Monsieur Ibrahim, der arabische Lebensmittelhändler aus der Rue Bleue. Aber die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen: Denn die Rue Bleue ist nicht blau, Monsieur Ibrahim ist kein Araber. Und das Leben ist nicht zwangsläufig ein Trauerspiel...
Die Buchvorlage von Eric-Emmanuel Schmitt ist mittlerweile ein Bestseller. Für eine Verfilmung ist das in der Regel eine gute Voraussetzung, gilt der Stoff doch allgemein als bekannt. Neben der Parabel einer Freundschaft zwischen alt und jung, spielt das Comeback von Omar Sharif und eine wunderbare bildliche Umsetzung der Romanvorlage eine große Rolle für den Erfolg von "MONSIEUR IBRAHIM UND DIE BLUME DES KORAN".

INHALT
Eigentlich steht ihm die Welt offen. Denn Moses (PIERRE BOULANGER) hat als Teenager das Leben noch vor sich. Doch bei genauem Hinsehen entpuppt sich sein Dasein als ziemlich traurige Angelegenheit. Die Mutter des Jungen hat sich vor vielen Jahren aus dem Staub gemacht, sein Vater (GILBERT MELKI) begegnet ihm mit einer gefühllosen Mischung aus Unverständnis und Autorität. Wie zwei Fremde leben die beiden in einer düsteren Wohnung nebeneinander her. Moses geht einkaufen und kocht und wenn der alte Herr abends nach Hause kommt, provoziert höchstens das laut plärrende Transistorradio, das der Junge auf seine Lieblingssendung „Salut les copains“ eingestellt hat.
1 Einsam ist Moses, auch wenn er sich das nicht eingestehen würde und die einzige Abwechslung im grauen Alltag ist das Auf und Ab der Straßen-
mädchen in der Rue Bleue, die er heimlich von einem Wohnungs-
fenster aus beobachtet. Eines Tages schlachtet Moses sein Sparschwein, zieht sein bestes weißes Hemd, behauptet, schon 16 Jahre alt zu sein und verwandelt sich in einen charmanten Freier, der schon bald zum Liebling der Huren im Viertel wird.Auch mit Monsieur Ibrahim (OMAR SHARIF), dem Lebensmittelhändler, der sein Geschäft von früh bis spät, ja sogar am Sonntag, geöffnet hat, freundet Moses sich an. Der klärt ihn als erstes darüber auf, dass er – obwohl es jeder in der Nachbarschaft behauptet – beileibe kein „Araber“ ist, sondern aus der Türkei stammt.
1 Und dass man sich und anderen das Leben immens erleichtert, wenn man häufiger lächelt. Moses, der sich schnell daran gewöhnt, von Monsieur Ibrahim Momo genannt zu werden, befolgt diese Lektion – und stellt fest, dass sein stoppelbärtiger Freund in der grauen Kittelschürze Recht hat: Lächeln macht tatsächlich glücklich.
Plötzlich ist die Lehrerin in der Schule nur noch halb so garstig, wenn er mal wieder eine Mathematikaufgabe nicht begreift, und selbst die pferdeschwänzige Concierge-Tochter, die ihn sonst immer so abweisend behandelte, lässt sich auf einmal von Momo den Hof machen. Ein paar Küsse später – und die beiden sind ein Paar. Doch die Jugendliebe ist nur von kurzer Dauer, denn Myriam schenkt ihre Gunst schon bald einem anderen. Gewiss, Mädchen in der Pubertät benehmen sich manchmal höchst seltsam, doch dass seine Freundin ihn so schnöde abblitzen lässt, verletzt Momo trotzdem zutiefst.
Weniger hart trifft es ihn, als er eines Tages zu Hause einen hastig voll gekritzelten Zettel vorfindet, auf dem sein Vater ihm mitteilt, dass er nicht mehr wiederkommen wird. All seine Ersparnisse liegen auf dem Tisch, damit soll Momo eine Zeit lang über die Runden kommen.
1 Ganz auf sich allein gestellt, wird die Freundschaft zu Monsieur Ibrahim immer enger. Der beschließt irgendwann, seine Ersparnisse für einen Neuwagen auszugeben. Bevor die beiden, wie geplant, in die Heimat des alten Mannes fahren können, muss er jedoch seinen Führer- schein machen – eine nicht ganz leichte Ange-legenheit, die nur deshalb ein glückliches Ende nimmt, weil Momo und Ibrahim in der Fahrprüfung schummeln.
Zwischenzeitlich erhält Momo die Nachricht vom Selbstmord seines Vaters, und es kommt zu einer denkwürdigen Begegnung mit seiner Mutter, der gegenüber er sich allerdings nicht zu erkennen gibt. Denn Momos und Monsieur Ibrahims Gedanken werden beherrscht von der Vorfreude auf die weite Reise ans andere Ende von Europa. Es scheint, als würden der alte Mann und das Kind, die eigentlich nichts und niemand in der Pariser Rue Bleue hält, alle Zelte hinter sich abbrechen, um in ein neues Leben aufzubrechen, wie auf einem fliegenden Teppich...

 

Monsoon Wedding

Von Mira Nair („Salaam Bombay").116 min., Goldener Löwe Venedig 2001. Komödie über eine indische Hochzeit, die anfangs laut und aufgeregt eine Familie am Rande des Nervenzusammenbruchs zeigt und am Ende überbordend und mitreissend eine Liebeserklärung an die Millionenmetropole Delhi und an die Menschen in all ihren Facetten darstellt. So ist man am Ende des Films nur begeistert.Vor Beginn der Monsunzeit bereitet ein indisches Mittelstandsehepaar die Hochzeit ihrer Tochter Ria vor. Was einfach beginnt, entwickelt sich zu einem wilden Reigen einzelner Geschichten zum Lachen, Nachdenken und manchmal auch zum Weinen. Als die Familie aus allen Teilen der Welt zusammenkommt, treffen sich zum Fest der Sinne nicht nur verschiedene Generationen, sondern auch zwei Welten Indiens, die traditionelle und die moderne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Monster

GENRE: Drama, DARSTELLER: Charlize Theron, Christina Ricci, Bruce Dern, u.v.a.
REGIE: Patty Jenkins, USA 2003, FILMLÄNGE: 111 Minuten
HOMEPAGE: http://www.monster-derfilm.de/
http://www.monsterfilm.com/

INHALT

Von Selbstmordgedanken geplagt, landet Aileen in einer Bar, wo sie Selby Wall kennen lernt - eine junge Frau, die von ihren Eltern zu einer Tante nach Florida geschickt wurde, um dort von ihrer Homosexualität �geheilt� zu werden.

Wuornos, das Opfer einer tragischen Kindheit voller Missbrauch, verliebt sich in Selby und klammert sich an sie, als gelte es, ihr eigenes Leben zu retten. Nicht in der Lage einen normalen Job zu finden und verzweifelt versuchend, die Beziehung mit Selby nicht zu verlieren, arbeitet Wuornos weiter als Prostituierte.

Als einer ihrer Freier gewalttätig wird, erschießt sie ihn in Notwehr; es ist der erste Mord in einer tragischen Reihe von vielen...


Monster, an Originalschauplätzen von Wuornos Verbrechen zwischen 1989 und 1990 gedreht, erinnert in seiner Härte, Wahrhaftigkeit und durch seine Empathie für die Titelheldin an die großen, rebellischen amerikanischen Filme der 60er und 70er.

Monster ist sowohl scharfe Sozialkritik als auch ein Road Movie � in letzter Konsequenz handelt es sich jedoch um eine Liebesgeschichte. Therons uneitle, engagierte Performance � ihre erstaunliche körperliche Verwandlung, gepaart mit makelloser psychologischer Genauigkeit � wird ihre Fans überraschen.

Die Monster AG

Nacht für Nacht kommen sie aus den Schränken zahlreicher Kinderzimmer hervorgekrochen: Die Furcht einflößenden Mitarbeiter der Monster AG. Sie erschrecken die lieben Kleinen und sammeln deren Schreie. Denn jeder Schrei bedeutet pure Energie für ihre Heimat Monstropolis. Dabei müssen die wilden Kreaturen selbst vorsichtig sein. Der Legende nach übertragen Menschenkinder nämlich fiese Krankheiten. Jede Berührung kann schlimme Folgen haben. Nicht umsonst bricht also blanke Panik aus, als ausgerechnet Topstar Sulley und sein schusseliger Gehilfe Mike aus Versehen ein kleines Mädchen in die heile Welt der Monster einschmuggeln... 

 

Monster´s ball

USA 2001, Regie: Marc Forster, mit Halle Berry, die für ihre Rolle einen OSCAR erhielt, und Billy Bob Thornton. 111 min. Der aus einer Familie von Gefängniswärtern und Rassisten stammende Hank Grotowski (Billy Bob Thornton) ist Chefaufseher im Todestrakt einer Haftanstalt in Georgia. Sein bettlägeriger Vater Buck (Peter Boyle) hasst Hank ebenso wie der seinen nichtsnutzigen Sohn Sonny (Heath Ledger). Als sich Sonny der Hinrichtung des schwarzen Copkillers Lawrence Musgrove (Sean Combs) nicht gewachsen zeigt, kommt es zu seinem erbitterten Streit. Sonny erschießt sich. Hank quittiert daraufhin den Dienst. Als er, wie so oft, eines Nachts mit dem Auto unterwegs ist, ergibt es sich, dass er Musgroves Witwe Leticia (Halle Berry) zur seite steht, deren Sohn von einem Auto überfahren wurde. Nach dem Tod des Sohnes nähern sich die beiden Einsamen an. Zunächst unwissend, wer der jeweils andere ist. Es kommt zu einer leidenschaftlichen Begegnung, die sich, allen Konventionen und Hindernissen zum Trotz, in echte Gefühle verwandelt... Ebenso stoisch und schnörkellos wie das Leben in den Südstaaten der USA ist auch der Erzählstil des Films. Nur durch Gestik und Mimik, und ohne seinen Figuren große Worte in den Mund zu legen, lässt Regisseur Marc Forster den Zuschauer in die Tiefen ihrer verbitterten bis verkorksten Seelen blicken. Allen gewohnten Mustern zum Trotz schält der Regisseur aus dem anfangs konventionellen Todesstrafen-Drama ganz behutsam eine allen Konventionen widersprechende Liebesgeschichte heraus. Die überraschenden Wendungen der Geschichte, die an vielen Stellen mit althergebrachten Erzählmustern bricht, verleihen dem Film einen ganz besonderen Reiz. Die beiden herausragenden Hauptdarsteller geben Forsters Werk eine außergewöhnliche emotionale Tiefe. Halle Berry wurde für ihre Leistung auf der Berlinale 2002 mit dem Silbernen Bären und nur wenige Wochen später mit dem Oscar ausgezeichnet.

Montags in der Sonne

Drama Spanien, Frankreich, Italien2002 FSK: 6, 113 Min. Regie: Fernando León de Aranoa Darsteller: Javier Bardem, Luis Tosar, José Ángel Egido, Nieve de Medina, Vigo, Hafenstadt im Norden der spanischen Atlantikküste. Die großen Zeiten der Schiffsindustrie sind vorbei, die Auseinandersetzungen um den Erhalt der Arbeitsplätze verloren. Die Werften liegen verlassen in bester Küstenlage. Bulldozer rollen an, um Platz zu schaffen für rentable Neubauten. Für die Werftarbeiter von einst hat längst ein anderes Leben begonnen.

Jeden Tag nimmt der arbeitslose Werftarbeiter Santa zusammen mit ehemaligen Kollegen die Fähre über die Bucht von Vigo. Da ist Lino, der kaum noch an eine neue Chance glaubt und doch die meiste Zeit in den Vorzimmern der Personalbüros verbringt, trotzig und nervös zwischen jugendlichen Mitbewerbern. José, mit knapp vierzig der Jüngste der Gruppe, kann sich nur schwer damit abfinden, dass seine Frau Ana mit ihrer Arbeit für das Familieneinkommen sorgt. Amador, der immer im Naval zu finden ist, der Kneipe des früheren Kollegen Rico. Amadors Frau ist fort, bei ihrer kranken Mutter, man weiß nichts Genaues. Sergej, der früher Kosmonaut in der Sowjetunion war, bevor es ihn nach Vigo verschlagen hat. Und Santa selbst, der trotzige Rebell mit der großen Klappe, ein Frauenheld mit Watschelgang, rüde und herzlich, der sich weigert, das Bußgeld für die bei den Protesten gegen die Werftenschließung eingeworfene Strassenlampe zu bezahlen. Alle zusammen reihen sich ein in die Schlange auf dem Arbeitsamt, treffen sich auf ein Glas in Ricos Bar, reden von damals und von heute, vom Leben, wie es ist, wie es wird, wie es hätte sein können.

Was passiert, wenn nichts passiert? Wenn man nichts zu tun hat? Dann geht es um Alles. Das Nichts wird zum Abenteuer. Entscheidungen müssen getroffen werden, so oder so, jeden Tag. Die grauen Haare schwarz färben, um jünger zu wirken? Beim eigenen Sohn Computer-Unterricht nehmen? Den mitleidigen Blick des Sachbearbeiters auf der Bank ertragen? Sich hinter der gekränkten Männerehre verstecken oder Ana unterstützen, die jeden Tag in der Fischfabrik steht? Sich mit Reina anlegen, der als Objektschützer beim Stadionumbau von Celta Vigo kostenlose Fußballabende garantiert? Die Entschädigung für die Straßenlampe bezahlen oder aufrecht die Haftstrafe antreten? Sehen, was Amador macht der schon seit Tagen nicht mehr in Ricos Kneipe aufgetaucht ist?

Moulin rouge

USA 2001, Regie: Baz Luhrman („Shakespeares Romeo und Julia). Bombastischer Eröffnungsfilm von Cannes, der in einem überbordenden Filmspektakel das Genre des „Musicals" wiederbeleben und gleichzeitig zu überzeichnen versucht. Der arme Poet (Ewan MacGregor) verliebt sich um die Jahrhundertwende im Moulin Rouge von Paris in eine „Kameliendame"(Nicole Kidman), die gleichzeitig von einem schmierigen Geldgeber umgarnt wird. 126 min

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Mutter

GB 2003, Regie: Roger Mitchell, May und Toots, ein Paar in den Sechzigern, fahren mit dem Zug nach London, um ihre Kinder und Enkelkinder zu besuchen. Die Hektik der Großstadt überfällt sie sofort, das urbane Chaos setzt sich im Leben ihrer Kinder fort: Ihr Sohn Bobby hängt ständig am Handy, um sein nächstes Meeting zu vereinbaren; Schwiegertochter Helen hat gerade eine Boutique eröffnet und raunzt dem Kindermädchen Anweisungen zu, bevor sie aus dem Haus stürzt, um luxuriöse Strickwaren zu verkaufen.

Die Enkelkinder sind mit ihren eigenen Aktivitäten beschäftigt und interessieren sich nicht für die alten Fremden, die zu Besuch gekommen sind. Zur täglichen Konfusion in diesem Notting Hill Haushalt trägt außerdem eine Baustelle mit einem angenehm sonderbaren Handwerker - Darren - bei.

Toots und May haben auch eine Tochter, Paula, die als allein erziehende Mutter ständig um Zeit für sich selbst und ihr kreatives Schreiben kämpft. Auch ihr Zuhause befindet sich im Umbau, wenngleich der Handwerker - ebenfalls Darren - seine Energie mehr seiner Kundin widmet als dem zu renovierenden freien Zimmer.

Nach einem Familien-Abendessen in Paulas Wohnung kann Toots nicht schlafen. Scherzhaft schiebt er das auf die Kochkünste seiner Tochter, aber später in der Nacht stirbt Toots im Krankenhaus. Er hatte einen Herzinfarkt.

Bobby fährt seine Mutter nach Hause, doch als sie ihr leeres Heim betritt wird ihr klar, dass sie dort nicht bleiben kann. Sie sagt ihrem Sohn, dass sie sich nicht bereit fühlt für die Rolle der einsamen, untätigen alten Lady, wie ihre Nachbarinnen. Zum unverhüllten Missfallen ihrer Schwiegertochter kehrt May nach London zurück.

Bobby und Helen streiten darüber in lautem Flüsterton, den May natürlich hört. Sie verkündet, dass sie einen Spaziergang macht, um sich aufzuheitern, und verläuft sich hoffnungslos. Keiner der Passanten, den sie nach dem Weg fragt, kann sie zum Haus ihres Sohnes zurück dirigieren. In Panik gelingt es ihr, sich zur Wohnung ihrer Tochter durchzuschlagen.

Paula umsorgt ihre Mutter und sagt ihr, dass sie da bleiben solle, wo sie gewollt und gebraucht wird. Sie will, dass May auf ihren Sohn Jack aufpasst, damit sie ihren eigenen Interessen nachgehen kann. In der Nacht erwacht May von den Geräuschen eines heftigen Liebesspiels, gefolgt von einem handfesten Streit.

Vom Fenster aus sieht sie, wie der Liebhaber ihrer Tochter das Haus verlässt. Es ist Darren. May tröstet Paula. Sie meint, ihre Tochter hätte einen besseren Mann verdient.

Von ihrem Enkel erfährt May, dass Paula zur Psychotherapie geht. Paula findet, dass sie in ihrem schwierigen Leben vielen Ungerechtigkeiten ausgesetzt ist und beneidet May um ihr sorgenfreies Hausfrauendasein.

May erzählt Paula, dass sie in ihrer Ehe unglücklich war, doch ihre Tochter will davon nichts hören. Sie bittet ihre Mutter, ihr in der Beziehung mit Darren zu helfen.

Im Haus ihres Sohnes stellt May Darren die Frage, was er von ihrer Tochter wolle. Sie gibt zu, dass man mit zunehmendem Alter furchtloser wird.

An diesem Abend sprechen Mutter und Tochter über Darren. May bezweifelt, dass Paula ihre gemeinsame Zukunftsperspektive mit ihm realistisch einschätzt. Paula räumt ein, dass sie versucht, sich von Darren zu trennen, seit sie ihn zum ersten Mal getroffen hat. Sie beschließt, ihm am nächsten Tag den Laufpass zu geben.

Aus einem Café bringt May Darren ein Croissant mit ins Haus ihres Sohnes, wo er arbeitet. Darren ist gerührt von der Geste, und während er eine Pause einlegt unterhalten sich die beiden. Sie fühlen sich wohl in der Gegenwart des anderen und so lädt Darren May zum Lunch ein.

Nach einem Picknick und dem Besuch von Hogarths Grab schlendern sie den Fluss entlang. Als May stolpert, fängt Darren sie auf, sie küssen sich. May ist durcheinander und entschuldigt sich: Sie sei nicht gewöhnt, am helllichten Tag Alkohol zu trinken.

Zurück in Paulas Wohnung probiert May neue Kleider an. Sie fragt ihre Tochter, ob sie mit Darren gesprochen habe, aber Paula hat bereits wieder ihre Meinung geändert. Sie will vielmehr wissen, was ihre Mutter über Darrens Gefühle für sie herausgefunden hat. Sie nimmt May mit zu ihrem Schriftsteller-Kursus.

Die Teilnehmer sitzen im Kreis und hören sich an, was Bruce, ein älterer Mann, geschrieben hat. Jeder ist aufgefordert, etwas zu schreiben, und May bringt ein sehr persönliches Essay über ihr Scheitern als Ehefrau und Mutter zu Papier. Bruce lobt sie enthusiastisch und Paula ermuntert ihre Mutter, mit ihm auszugehen.

May besucht eine Skulpturen-Ausstellung in den weiten Räumen der Tate Galerie und ist gefesselt vom wunderschönen goldenen Abbild eines jungen nackten Mannes.

May kauft ein Geschenk für Darren, ein Buch mit Zeichnungen alter Meister. Sie malt ihn und sie reden, während er im Wintergarten arbeitet. May bittet Darren, mit ihr nach oben zu gehen - er leistet der Aufforderung folge. Sie lieben sich und May gesteht, dass sie geglaubt hat, nie wieder von einem Mann berührt zu werden, außer vom Leichenbestatter.

Als May in der Wohnung ihrer Tochter putzt, fragt Paula, was ihr Darren über ihre Beziehung erzählt habe. May ist überrascht - Paula hat doch sicher mit ihm Schluss gemacht? Paula schnauzt ihre Mutter an und geht zur Tür, um Darren zu empfangen.

Sie bringen ein verlegenes Abendessen hinter sich. Dann schlägt Paula vor, ihre Mutter solle zu Bett gehen. May sagt, sie wolle lieber ausgehen und sie sieht, wie Darren das Haus verlässt. May fährt durch London und denkt darüber nach, was Darren in ihr ausgelöst hat.

Am nächsten Morgen kehrt sie ins Haus ihres Sohnes zurück, zu Darren. Sie lieben sich leidenschaftlich. Danach schlägt May Darren vor, ihn finanziell zu unterstützen, damit er reisen kann - vielleicht mit ihr.

Paula besucht ihren Bruder und erfährt von dessen finanziellen Problemen. Zufällig öffnet sie ein herumliegendes Skizzenbuch. Es sind Mays Zeichnungen von Darren, einige davon anschaulich erotisch. Mays Kinder reagieren darauf mit Abscheu und Entsetzen. "Sie treibt's mit ihm", schreit Paula.

Zu Hause bei Paula liegt die Spannung zwischen den beiden förmlich in der Luft, doch Paula konfrontiert ihre Mutter nicht mit ihrem Verdacht.

In einem Pub am Flussufer gehen Darren, Paula, Bruce und May etwas trinken. Darren ist unruhig, May unsicher, Paula triumphiert und Bruce bekommt nicht mit, was um ihn herum vorgeht. Paula verkündet, dass sie und Darren zusammenziehen werden und ihr Bruder sein Haus verkaufen will. Darren ist verletzt und wütend, dass Bobby diesen Entschluss gefasst hat, ohne mit ihm zu reden.

Sie ziehen weiter in eine Kneipe nach Soho. Trotzig küsst Paula Darren und starrt dabei ihre Mutter an. May geht weg. Ihr Weg führt sie an die Treppen vom Eros-Brunnen am Piccadilly Circus. Dort findet sie Bruce. Er nimmt sie mit nach Hause und schläft mit ihr. Angeekelt stiehlt sie sich davon, als er eingeschlafen ist.

Zuhause muss sie ihre Tochter anflehen, sie hereinzulassen. Sie kann nicht schlafen. Im Garten sieht sie Flammen: Paula verbrennt ihre eigenen Manuskripte. Sie gibt vor, dabei den Wünschen der Mutter folge zu leisten und nicht weiter ihre Zeit mit Schreiben zu verplempern.

Bobby will seine Mutter zu einer Therapie schicken. Er verweist sie und Darren des Hauses. May versucht, mit Darren zu reden, doch der ist bis zum Hals voll Drogen und wird aggressiv, als sie Zärtlichkeit erwartet. Er verlangt von ihr das Geld, das sie ihm versprochen hat und verspottet sie, als sie ihm anbietet, ihm ein Flugticket zu kaufen und mit ihr zu verreisen.

Er ereifert sich, dass er von Frauen ausgenutzt werde, vor allem von May und ihrer Tochter, und zertrümmert den ganzen Wintergarten, den er mühsam aufgebaut hatte.

Paula konfrontiert ihre Mutter mit ihrer Affäre mit Darren. May fragt, was sie tun könne, damit ihre Tochter sich besser fühlt, und Paula sagt, sie habe Lust, sie zu schlagen.

Während Helen einen Immobilienmakler durchs Haus führt, repariert Darren den Wintergarten. May und Paula kommen dazu, May mit einer großen Prellung im Gesicht. Sie sagt, sie werde nach Hause fahren. Als sie geht, schauen alle auf und verabschieden sich flüchtig.

May nimmt den Zug zurück in den Vorort. Zuhause packt sie eine Reisetasche, schnappt sich ihren Pass und ein Flugticket und schließt die Tür hinter sich. 

Mulholland drive

Regie: David Lynch, USA 2001, 150 min. In der Tradition von „Blue Velvet" und „Twin Peakss" wird erneut eine Atmosphäre von Wahnwitz und Geheimnissen unter der glatten Oberfläche des Alltags krieiert. Entstanden aus einer Idee über eine Fernsehseire lässt Lynch hier eine junge Ftrau verunglücken und das Gedächtnis verlieren. Sie kommt bei einer anderen jungen Frau unter, die in Hollywood Fuß zu fassen versucht. Die geheimnisvolle Schönheit Rita versucht ihre Vergangenheit zu rekonstruieren und begibt sich mit ihrer neuen, ganz anders gearteten Freundin auf die Suche durch die Straßen Hollywoods. Die beiden kommen sich näher, während dem Zuschauer langsam der Boden der Realität unter den Füßen weggerissen wird. Weiter treten auf: ein fatalistischer Albträumer, ein magelhaft begabter Auftragskiller, ein Erfolgsregisseur und ein bedrohlicher Mann im Hintergrund ... Ab 16

My big fat greek wedding

Toula Portokalos (Nia Vardalos) weiß, was von ihr als anständige Griechin erwartet wird: Sie soll einen netten Griechen heiraten, viele griechische Kinder kriegen und ihre griechische Familie bekochen, solange sie lebt. Langsam wird die Zeit für all dies allerdings knapp. Toula ist bereits 30 Jahre alt und immer noch Single. Da lernt sie mit dem Lehrer Ian Miller (John Corbett) ihren absoluten Traummann kennen. Beide verlieben sich und wollen heiraten. Doch der smarte Amerikaner ist so gar nicht nach dem Geschmack ihres Vaters Gus (Michael Constantine). Erst nach kräftiger Überzeugungsarbeit können die turbulenten Hochzeitsvorbereitungen beginnen...