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Jalla! Jalla!

Schweden 2000. 88 min. Eine neue spielerisch-ausgelassene Multi-Kulti-Komödie im Stil von „Zusammen" oder „Raus aus Amal" von Produzent Lukas Moodysson. Stress ist ein Fremdwort für die beiden Freunde Roro und Mans, deren Job es ist, Grünanlagen zu säubern und dabei auch Hundehaufen im Park zu beseitigen. Aber dann holt sie der Ernst des Lebens ein, als bei Mans ungewohnte Erektionsprobleme auftauchen und Roro möglichst schnell = Jalla! Jalla! mit seiner Cousine Yasmin, die er nie zuvor gesehen hat, verheiratet werden soll. Gleichzeitig will seine langjährige, doch geheimgehaltene Freundin Lisa endlich seine Eltern kennenlernen. Entstanden ist ein Kassenschlager in schweden, der dieses Tribut durchaus verdient hat. Es macht einfach Spaß, den frisch und sympathisch agierenden Darstellern dabei zuzuschauen, wie sie von einem Chaos ins nächste schliddern. Ab 12 J

 

Jeder ist ein Star!
B/F/NL 2000. Regie: Dominique Deruddere, vorgeschlagen für den OSCAR als bester ausländ. Film. Ultraschräge, wunderschöne Komödie um den Star-Kult. Ein Vater setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um seine Tochter ganz groß rauszubringen. So entführt er die bekannte und äußerst attraktive Sängerin Debbie ... Eine treffende Geschichte über die Leute und ihre Ambitionen. 

 

Jenseits von Tibet

D 2000, 89 min., Dokumentarfilm über die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen der deutschen Punkmusikerin Santtra Oxyd und dem tibetischen Lama und Exilanten Ngawang Gelek, der sechsten Reinkarnation eine Lamas. Er wurde in einer Nomadenfamilie ausfindig gemacht, wuchs als Mönch unter chinesischer Besatzung auf, wurde verhaftet und ging nach Folter, Amnestie und abermaliger Verhaftung nach Indien, um dort als Einsiedlermönch zu leben. Dort lernte er die junge Sandra kennen, die mit Hilfe der Musik und des Buddhismus ihre Drogensucht besiegte.

Jennerwein

Deutschland 2003, Regie: N.C. Bücking, 87 min. Der Film erzählt die Geschichte des Georg "Girgl" Jennerwein, eines Rebellen der Berge, der Ende des 19. Jahrhunderts im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol mit seiner Wilderei den Menschen in bitterer Not half und die königlichen Jäger im Revier in Atem hielt.Ein moderner Heimatfilm mit dem Oberösterreicher Fritz Karl in der Hauptrolle.

 

Johnny English

GB 2002, 90 min, Darsteller: Rowan Atkinson. Johnny English ist britischer Agent beim MI7. Zwar ist er nicht mehr der allerjüngste und auch nicht der allerhellste Geheimdienstler im Service Ihrer Majestät, aber seine kleinen Schwächen macht er durch extremen Enthusiasmus wett.
Und als Britannien vor seiner größten Krise steht, stolpert Johnny mittenhinein: Der finstere Franzose Pascal Sauvage hat die Kronjuwelen der englischen Königin in seinen Besitz gebracht und es außerdem auf den britischen Thron abgesehen. Die nationale Katastrophe beschert dem bisher eher bedeutungslosen Johnny plötzlich schnelle Autos, die neuesten Hi-Tech Gadgets und Geheiminformationen allererster Güte.
Angespornt auch durch das Zusammentreffen mit der schönen Doppelagentin Lorna ist er wild entschlossen, dem hinterlistigen Sauvage den Garaus zu machen. Denn was kann einem auch besseres passieren, als sich zu verlieben und dabei noch ganz nebenbei die Nation zu retten?

 

 

 

Junimond

D 2002, Regie: Hanno Hackfort, 89 min, ab 6 J., "Junimond" erzählt die tragisch romantische Geschichte von Paul und Nele, zwei Einzelgängern, die den verlorengegangenen Glauben an die Kraft der Liebe wiederentdecken. Die beiden haben nichts zu verlieren und riskieren alles ...

Zwei einsame Herzen kommen sich näher
Auf der Flucht vor seiner Vergangenheit und den traumatischen Erinnerungen an seinen Einsatz als KFOR Soldat im Kosovo verschlägt es Paul (30) aus der Metropole Berlin ins kleinstädtische Paderborn. Eines Tages beobachtet er vom Küchenfenster aus seine Nachbarin Nele (28), die im Haus gegenüber wohnt.
Die Geschichte nimmt in dem Moment ihre Wendung, als Paul bei einem Arztbesuch Leukämie im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. Eine Chance auf Heilung gib es nicht. Erst vor diesem Hintergrund der Endlichkeit gelingt es beiden, sich die längst entstandenen Geefühle einzugestehen. Paul wird in eine Klinik eingewiesen. Als sein Zustand sich dramatisch verschlechtert, "entführt" Nele ihn aus dem Krankenhaus, um ihm einen letzten großen Traum zu erfüllen ...

Junta

Argentinien/Italien 1999, 98 min, Regie: Marco Benchis, 

Buenos Aires zur Zeit der Militärdiktatur: die Studentin Maria wird von der Geheimpolizei in eine stillgelegte Autowerkstatt verschleppt. Dort trifft sie auf Felix, ihren verschlossenen und in sie verliebten Mitbewohner: er ist der "Verhör"-Spezialist.
Während sich daraus eine kaum vorstellbare Beziehung aus Macht, Zuneigung, Folter, und Überlebenswillen entwickelt, versucht Marias Mutter mit allen Mitteln, ihre Tocher zu finden. 

Über diesen Film kann ich nicht schreiben wie über andere ... Die Stärke von Bechis' intensivem - und nie voyeuristischem - Drama liegt genau in diesen Momenten: wenn wir tief eindringen in die Psyche der Opfer, er uns im Sinne des Wortes mitleiden lässt und teilhaben lässt an dieser Tortur, diesem Trip in die Hölle, der zeigt, was Menschen Menschen antun können. Wer da von "vorauseilendem Gehorsam" aus angelernter political correctness redet, der hat überhaupt nichts verstanden.

filmdienst 01/2000: Noch nie hat sich ein argentinischer Film so offen, schonungslos und ohne falsche Sentimentaliät mit dem Schicksal der "desaparecidos", der Verschwundenen, auseinandergesetzt. Mit der Entscheidung, dem Film zusätzlich den "Colon de Plata" für die beste Regie zu verleihen, hat die Jury Mut bewiesen - gegen das Vergessen und für den Film als Ausdruck der sozialen und politischen Realität Lateinamerikas.

film-dienst 14/2003: Auf ebenso beklemmende wie unspektakuläre Weise werden, basierend auf Fakten sowie Erlebnissen des Regisseurs, die Methoden der argentinischen Militärjunta dargestellt, Opposition verschwinden zu lassen. Gefilmt wurde unter Verzicht auf spektakuläre Szenen mit der Handkamera bei natürlichem Licht. Im Kontrast dazu steht die Normalität des argentinischen Alltags, der im gleißenden Licht unwirklich und verloren wirkt.