UNSER FILMARCHIV F

 

 

Die Farben des Paradieses

Iran 1998, 88 min., Regie: Majid Majidi ( „Kinder des Himmels") ab 6 Jahre. Anrührende Geschichte um den blinden Jungen Mohammed, der von seinem Vater nicht angenommen wird. Aus Teheran wird er in das Heimatdort zur Großmutter gebracht, wo er sich in der herrlichen Berglandschaft wohlzufühlen beginnt. Doch der Vater bringt ihn zu einem ebenfalls blinden Zimmermann. Hier kann er sich - unter Blinden - öffnen. Der Vater sieht seinen Fehler ein und will den Jungen zu sich nehmen. Zurück geht die Reise durch einen Wald. Ein Bach ist zu überqueren. Er führt Hochwasser...

 

Fellinis 8 1/2

I/F 1962, 134 min., mit Marcello Mastroianni, Anouk Aimee, Claudia Cardinale. Filmregisseur Guido Anselmi gerät in eine berufliche und private Krise, aus der ihn weder neue Filmprojekte noch die Frauen in seinem Leben befreien können. Unter dem Druck seines Produzenten plant er halbherzig seinen nächsten Film, während er sich gleichzeitig zu seiner intelligenten Frau Luisa, seiner sinnlichen Geliebten Carla und der schönen jungen Schauspielerin Claudia hingezogen fühlt, die ihm jedoch alle drei die Suche nach dem Sinn des Lebens nicht abnehmen können. Eine Weile verfällt Guido der Illusion eines "ganz neuen Anfangs", hofft weiter auf Erlösung durch das weibliche Geschlecht, die Kunst und selbst die Kirche, ohne in der Erkenntnis seiner selbst und der Gesetze der künstlerischen Inspiration voranzukommen.2 Oscars, darunter als bester Auslandsfilm
Fellinis Roma

Originaltitel: Roma - Regie: Federico Fellini - Buch: Federico Fellini, Bernadino Zapponi und Giuseppe Rotunno - Kamera: Giuseppe Rotunno - Musik: Nino Rota - Darsteller: Marcello Mastroianni, Anna Magnani, Alberto Sordi, Peter Gonzales, Fiona Florence, Marne Maitland, Federico Fellini, Pia De Doses u.a. - 1971; 115 Minuten. In dem fulminanten Episodenfilm zeigt Federico Fellini, wie in Rom -- trotz Verfall und Niedergang -- das Leben pulst. Er schreckt nicht davor zurück, der Selbstanpreisung üppiger, ältlicher Prostituierter in einem Bordell eine groteske kirchliche Modenschau gegenüberzustellen.

Ferien auf Saltkrokan -
Das Trollkind

Schweden 1965; 93 min;FSK: Keine Altersbeschränkung; Regie: Olle HellbomDarsteller: Louise Edlind, Maria Johansson, Torsten Lilliecrona, Urban Strand, Björn Söderbäck; Genre: Kinderfilm

Ein Wirbelwind in Kinderschuhen fegt über Saltkrokan. Skrollan, die Tochter von Malin und Peter. Alles gerät durcheinander und Pelle, Malins Bruder wird eifersüchtig. Um ihren Freund zu retten, verkauft Stina das kleine Mädchen für 25 Öre...  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ferien des Monsieur Hulot

Frankreich 1953, 89 min, französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK: ab 6, Regie: Jacques Tati
Buch: Jacques Tati, Henri Marquet; Kamera: Jacques Mercaton, Jean Mousselle;Musik: Alain Romans
Mit: Jacques Tati, Nathalie Pascaud, Louis Perrault, André Dubois, Lucien Fregis.
"Die Abenteuer des Urlaubers Hulot in einer kleinen Badestadt am Atlantik, wo er den alltäglichen Mißverständnissen seiner Mitmenschen und der Umwelt ausgesetzt wird. Tatis zweiter Spielfilm glänzt voller komischer Einfälle, die durch Tati den Schauspieler meisterhaft interpretiert werden. Wie eine Perlenschnur sind die Gags aufgereiht, verbunden von einer überaus liebenswerten Intelligenz und einem romantischen Charme, der über Chaplins kalkuliertes Spiel weit hinausgeht. Eine zärtlich-erfreuliche Typen-Komödie, die sich gegen jede filmische Einordnung nicht nur im französischen Kino sperrt."
(Lexikon des Internationalen Films) 


Ferkels großes Abenteuer

USA 2002, 75 min, ab 0 Jahre, Ferkel kann es einfach nicht verstehen. Wieder einmal haben seine Freunde aus dem Hundertmorgenwald einen Plan ohne ihn ausgeheckt. Er scheint zu klein, um zu helfen, zu klein, um von seinen Freunden wahrgenommen zu werden. Traurig zieht er von dannen und fragt sich, ob er überhaupt jemandem etwas bedeutet.

Verfolgt von einem wild gewordenen Bienenschwarm retten sich Winnie Puuh, Tigger, I-Aaah und Rabbit in Ferkels Haus und stellen dort erschrocken fest, dass ihr kleiner Freund plötzlich verschwunden ist. Sie entdecken en Bilderalbum, in dem Ferkel liebevoll all die wunderbaren gemeinsamen Erlebnisse festgehalten hat.

Während sie durch das Album blättern und in Gedanken diese Geschichten noch einmal erleben, wird ihnen bewusst, welche Rolle Ferkel bei ihren Abenteuern gespielt hat und wie viel er ihnen bedeutet.

Doch wo ist ihr kleiner rosa Freund? Können Winnie Puuh und die anderen alles wieder gut machen? 

Die Feuerzangenbowle

D 1944, 97 min., Der junge Schriftsteller Dr. Hans Pfeiffer, mit drei „f" erinnert sich bei einer Feuerzangenbowle an die früheren Gymnasiastenstreiche und beschließt in Verkleidung noch einmal alles nachzuholen. Heinz Rühmann in einer seiner besten Rollen, Ein wohlhabender Schriftsteller kehrt freiwillig auf die Schulbank zurück und wird als Primaner zum Anstifter übermütiger Pennälerstreiche. Auslöser des ungewöhnlichen Streiches ist ein feuchtfröhlicher Abend mit Freunden bei einer Feuerzangenbowle. Der Schreiberling Johannes Pfeiffer lauscht neidvoll den Schulerinnerungen der anderen. Er selbst hatte nur einen Privatlehrer und will nun das Verpaßte nachholen. Auf der Schulbank zeigt er schnell seine anarchistischen Talente.
Die Erlebnisse des Herren Pfeiffer - dem Schöler mit den drei f - erlangten hierzulande Kultstatus. Heinz Rühmann entfaltete hier - nie zuvor und auch danach nicht mehr gezeigte - humoristische Talente. Besonders bemerkenswert sind die spritzigen Dialoge und skurrilen Lehrertypen. Der Film gehörte zur typischen Unterhaltungsproduktion des Dritten Reichs, verzichtet aber auf rassistische Untertöne.
Prof: "Sie heißen?" - Pfeiffer: "Herr Dok... Jo...Johann Pfeiffer." - Prof: "Mit einem f oder mit zwei?" - Pfeiffer: "Mit 3, Herr Professor." - Prof: "Mit 3 f?" - Pfeiffer: "Eins vor dem ei 2 hinterm ei. Bitte."
Genial!

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Fickernde Fische

Die 15-jährige Nina (Sophie Rogall) leidet sehr darunter, dass sich ihre Mutter nach Afrika abgesetzt hat. Also flüchtet sie sich so oft es geht auf ihre Inline-Skates, mit deren Bremsen sie allerdings auf Kriegsfuß steht. So kommt es eines Tages zu einem heftigen Zusammenprall mit dem schüchternen Jan (Tino Mewes). Die beiden Teenager kommen sich näher und Jan setzt alles daran, Nina sein Steckenpferd, die Unterwasserwelt, näher zu bringen. Gemeinsam wollen sie nun der Frage nachgehen, ob Fische "Es" tatsächlich tun. So lassen sie sich im Städtischen Aquarium zur heimlichen Beobachtung einsperren. Langsam entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden Außenseitern, die nicht zuletzt von der Angst vor Jans HIV-Infizierung und vor dem ersten Kontakt mit der Sexualität geprägt ist....
Mit "Fickende Fische" liefert Regisseurin und Drehbuchautorin Almut Getto ein ebenso mutiges wie bewegendes Spielfilmdebüt. Sie erzählt mit viel Feingefühl von den Unsicherheiten und Verwirrungen, die mit dem Erwachsenwerden und der ersten großen Liebe verbunden sind. Dabei nimmt der Film seine Figuren sehr ernst, jedoch ohne jemals seinen frischen, humorvollen Unterton zu verlieren. In Tino Mewes und Sophie Rogall hat Almut Getto zwei glänzende junge Hauptdarsteller gefunden, die ihren
Rollen starke Präsenz verleihen. Ein Film für alle Jugendlichen und diejenigen, die ihre Träume aus Teenagerzeiten noch nicht aufgegeben haben.

Findet Nemo

USA 2003, 100 min., o.A.Tauchen Sie mit uns ein in die faszinierende Unterwasserwelt des Pazifiks vor der Küste Australiens. Dort, in der Anemone eines Korallenriffs, ist der bezaubernde 6-jährige Clownfisch Nemo zuhause. An seinem ersten Schultag wird er vor den Augen seines überängstlichen Vaters von Tauchern entführt und landet ausgerechnet im Aquarium einer Zahnarztpraxis in Sydney.

Nemo trifft dort auf eine äußerst exzentrische Gang von tropischen Fischen - total verrückt aber absolut liebenswert.

Auf der spektakulären Suche nach seinem Sohn begegnet Nemos Vater Marlin der Doktorfischdame Dorie, die ihr Kurzzeitgedächtnis verloren hat, einem Weißen Hai namens Bruce mit seiner Gang der "Anonymen Fischesser", der coolen Surfer-Schildkröte Crush und vielen anderen...

Und schon werden Sie hineingezogen in dieses außergewöhnliche Abenteuer in den berauschenden Tiefen des Great Barrier Reefs. 

Das fliegende Klassenzimmer


Deutschland 2002;Regie: Tomy Wigand;FSK: Keine Altersbeschränkung:Darsteller: Hauke Diekamp, Piet Klocke, Ulrich Noethen;Genre: Kinderfilm

Das Leipziger Internat des berühmten Thomanerchores ist bereits die siebte Schule, an die Jonathan (Hauke Diekamp) versetzt wird. Erneut muss er sich vollkommen neu einleben. Zum Glück freundet sich Jonathan schnell mit seinen Zimmerkollegen an. In einem stillgelegten Eisenbahnwaggon haben sie ihren Geheimtreff, in dem sie immer wieder neue Streiche gegen Lehrer und externe Mitschüler aushecken. Dort finden sie auch ein altes Theaterstück mit dem Namen "Das fliegende Klassenzimmer", das sie zur Weihnachtsfeier der Schule aufführen wollen. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Erstmal gilt es, einen Fernsehauftritt ihres Chores über die Bühne zu kriegen und ihren Lieblingslehrer Justus (Ulrich Noethen) mit einem alten Schulfreund zusammen zu führen..

 

Fluch der Karibik

USA 2003, mit Johnny Depp, geoffrey Rush, 145 min, ab 12 Jahre, Kristallklar, unschuldig und verlockend blitzt das Meerwasser in der karibischen Sonne. Hier, wo Freiheit, Abenteuer und Lebenslust förmlich in der Luft liegen, fühlt sich der verwegene und charmante Haudegen Captain Jack Sparrow zu Hause.

Sein bis dahin paradiesisches Leben erhält einen jähen Dämpfer, als der durchtriebene Captain Barbossa sein stolzes Schiff, die BLACK PEARL, in seine Gewalt bringt und mit ihr die Hafenstadt Port Royal überfällt, wo er die bildschöne Tochter des Gouverneurs, Elizabeth Swann, entführt.

Das kann der abenteuerlustige Will Turner, Elizabeth' Freund und Vertrauter seit Kindheitstagen, nicht auf sich ruhen lassen. Gemeinsam mit Captain Sparrow macht er sich auf die Jagd nach der mörderischen Bande um Barbossa - und seiner verlorenen Liebe. Auf dem schnellsten Schiff der britischen Flotte wollen sie den Piraten das schmutzige Handwerk legen.

Noch ahnen die beiden Draufgänger nichts von einem mysteriösen Fluch, der auf Barbossa und seiner Mannschaft lastet: Bei Mondschein verwandeln sie sich in lebendige Skelette, dazu verdammt, auf ewig als Untote durch die Nacht zu ziehen. Nur ein außergewöhnliches Geheimnis kann den Fluch brechen ... 

Forget Bagdad

D/CH 2002, 110 min, Regie: Samir. Politisch brisanter und hochaktueller filmischer Essay und Dokumentation über die Klischees von Juden und Arabern und die Frage nach der Identität jüdisch-irakischer Kommunisten. Die vier betagten Protagonisten irakischer Herkunft, ein Professor, ein Bauunternehmer, ein Schriftsteller und ein arabisch schreibender Autor erzählen von ihren leidvollen Erfahrungen mit ihrer doppelten Identität als Araber und Juden. Die vielschichtige Struktur des Films verleiht den Aussagen eindrucksvoll Leben.

 

Four rooms 

Eine Silvesternacht in einem Hotel in Los Angeles. So ziemlich alle Angestellten haben sich zum Feiern freigenommen. Nur der cholerische Nachtportier Ted hat Dienst - und erlebt gleich vier bizarre Abenteuer auf einmal:

Episode 1: Die fehlende Zutat. In der "Honeymoon-Suite" hat es sich eine Gruppe Hexen zusammengefunden, um einen ganz besonderen Zaubertrank zu brauen. Jede der Satansjüngerinnen sollte eine bestimmte Zutat mitbringen - doch Junghexe Eva hat es nicht geschafft, irgendwo männliches Sperma aufzutreiben. Die Hexen beschließen, den Nachtportier "anzuzapfen" ...

Episode 2: Der falsche Mann. Als der sexuell ausgelaugte Ted später einen Eiskübel in Zimmer 404 bringt, wird er von dem mysteriösen Sigfried mit einer entsicherten 357er Magnum begrüßt und ins Zimmer gezerrt. Dort befindet sich auch Sigfrieds wunderschöne Frau, die er gefesselt und geknebelt hat. Ted fürchtet zu recht um sein Leben und ist erleichtert, als Sigfried einen Herzinfarkt zu haben scheint. Doch Ted hat sich zu früh gefreut ...

 Episode 3: Die Strolche. Nachdem Ted das bizarre Kidnapping wie durch ein Wunder überstanden hat, erscheint ihm seine nächste Aufgabe wie ein buchstäbliches Kinderspiel: Er soll Babysitter für die beiden Sprößlinge eines arroganten Neureichen-Paares spielen. Doch die lieben Kleinen entpuppen sich als wahre Horrorkinder: Zuerst schalten sie nur den Porno-Pay-TV-Kanal ein, wo gerade Salma Hayek strippt, am Ende jedoch sind sie sturzbesoffen, steht das Zimmer in Flammen und modert eine Frauenleiche im Bettkasten vor sich hin ...

Episode 4: Der Mann aus Hollywood. In der Penthouse-Suite schließlich langweilen sich diverse Hollywood-Promis fast zu Tode. Bis der Schauspieler Chester Rush eine bizarre Idee hat: Er will eine Folge der alten Serie "Alfred Hitchcock präsentiert ..." nachspielen: Wenn Chesters Saufkumpan Norman es schafft, zehnmal hintereinander sein Feuerzeug anzuzünden, gewinnt er Chesters Cabrio. Schafft er es nicht, soll Nachtportier Ted ihm einen Finger abhacken ...

 

Eine Frau unter Einfluß

(A Woman under the Influence, USA 1974) Darsteller: Peter Falk, Gena Rowlands Regie: John Cassavetes FSK: ab 16, Länge: 146 Min.Mabel Longhetti (Gena Rowlands) hat sich nach langer Zeit mal wieder auf ein romantisches Wochenende mit ihrem Ehemann Nick (Peter Falk) gefreut. Doch ihrem Gatten kommt etwas dazwischen. Aus Enttäuschung wagt Mabel einen sexuellen Seitensprung mit einem vollkommen Fremden. Allerdings plagt sie danach dermaßen das schlechte Gewissen, dass sie sich mit Übereifer in die Rolle der guten Ehefrau und Mutter stürzt. Ihre Führsorge und Liebe überzieht sie dabei derart stark, dass sie schließlich in einer Nervenklinik landet...
Die Charakterstudie über eine junge Frau, die aus Reue über einen One Night Stand in der Psychiatrie landet, stammt bereits aus dem Jahr 1974. Der im Februar 1989 verstorbene Regisseur und Drehbuchautor John Cassavetes besetzte viele Rollen mit eigenen Familienmitgliedern und ließ sie bei der Umsetzung improvisieren. Besonders die Leistung seiner Ehefrau Gena Rowlands in der Hauptrolle ist überzeugend.

 

Fremder Freund

Deutschland, 2003, 35 mm, Farbe, 1:1,85, Dolby SR,106 Minuten. 

Er sagt nicht, dass er gehen will. Er verabschiedet sich von niemanden. Er feiert noch einmal, als ob es kein Morgen gäbe, und am nächsten Tag verschwindet er: Yunes (Navid Akhavan), 22 Jahre alt, Student der Verfahrenstechnik in Berlin. Geboren im Jemen.

Chris (Antonio Wannek), sein deutscher Mitbewohner, beginnt sich Sorgen zu machen. Er erinnert sich an ihre Freundschaft: Das Kennenlernen in einem türkischen Gemüseladen, die vorsichtige Annäherung zweier fremder Kulturen, die Gespräch über Frauen, die wunderbare Zeit mit Julia (Mina Tander) und Nora (Mavie Hörbiger). Wenn es wirklich darauf ankam, waren Chris und Yunes für einander da. Aber es gab auch Dinge, die Chris nie verstanden hat: Momente, in denen bei Yunes ein Stolz und ein Zorn aufblitzen, die alle um ihn herum erschreckt haben.

Chris macht sich auf die Suche, Yunes Eltern im Jemen wissen nichts, genauso wenig wie seine Ex-Freundin. Den Kontakt zu seinen Freunden hat er aufgegeben, seine Islam-Gruppe ist aufgelöst. Er bleibt unauffindbar; dann kommt der 11. September 2001...

Regie: Elmar Fischer

Drehbuch: Tobias Kniebe und Elmar Fischer

Frida

Mexiko City 1925: Die lebensfrohe 18-jährige Frida (Salma Hayek) wird bei einem Busunglück schwer verletzt. Monatelang ist sie ans Bett gefesselt und malt sich wie besessen ihren psychischen und physischen Schmerz von der Seele. Nachdem sie mühsam wieder gelernt hat zu laufen, präsentiert sie ihr Werk dem berühmten Maler Diego Rivera (Alfred Molina) mit der Bitte um eine kritische Beurteilung. Rivera ist fasziniert von Fridas Arbeit und ihrer Schönheit. Schon bald heiraten die beiden ungleichen Künstler und werden zu einem der schillerndsten Paare des 20. Jahrhunderts. Ihre ungewöhnliche Liebesgeschichte erlebt zahlreiche Höhen und Tiefen, doch sie hält bis Fridas Tod sie scheidet...



Frida Kahlo

Mexiko 1984, OmU, 108 min, Regie: Paul Leduc. Frida Kahlo hat mit schonungsloser Aufrichtigkeit und fast ruhiger Gewalt die allgemeinen und besonderen Themen aufgegriffen, die ausschließlich Frauen betreffen. Dieser Aspekt hat Paul Leduc angeregt, Leben und Werk der großen mexikanischen Künstlerin zu verfilmen, die Beziehung zu dem übermächtigen Diego Rivera, die Geschichte ihres Leidens, ihr politisches Engagement ... Der Film schwelgt in assoziativen, manchmal surrealistischen Motiven, kehrt die Widersprüche heraus, ohne sie glätten zu wollen, ist sehr viel komplizierter strukturiert als das neue Opus und versperrt sich einfachen Antworten. Mit dieser Haltung kam Leduc seiner Heldin sehr nahe und stellt Julie Taymors ("Frida") Werk weit in den Schatten.


Frühling, Sommer, Herbst, Winter ... und Frühling

Drama;Korea, Deutschland 2003, Regie Kim Ki-Duk, 103 min., Gegen den ewigen Kreislauf von Leben und Tod ist der Mensch machtlos. Dies müssen auch der alte Mönch und sein Schüler in ihrer Einsiedelei inmitten eines Bergsees erkennen. Jede einzelne Phase ihres im Rhythmus der Jahreszeiten dargestellten Lebens ist von einer Intensität erfüllt, die beide zu einer tieferen Spiritualität und, mit der Entdeckung von Liebe und Eifersucht, in eine Tragödie führt.
Erhaben einfach, atemberaubend schön!
Time Out, New York
Archaische Bilder vom Lehren und Lernen, von Schuld und Sühne, Liebe und Tod.
Tagesspiegel Berlin

 

103 Min.

 

  Das Frühlingstreffen

Gr. 1999, 178 min, OmU, „Die Geschichte von 4 Männern, die im Jahr 1960 auf der Insel Chios arbeiten und nacheinander alle an ihrer menshclichen Unzulänglichkeit scheitern, bescherte den Berliner Filmfestspielen ein heiteres 3-stündiges Wunder. Hier feiert der fröhliche Geist der Anarchie Triumphe, der dem melancholiker wie dem Choleriker, dem Dienstbesessenen wie dem über seine Liebe Dienstvergessenen und erst recht der schönen Diebin der Feldfrüchte zu ihrem Recht verhilft ... „(FAZ) 4 Feldhüter melden sich für die Stelle der dörflichen Landpolizei. Doch alle vier werden sie von der Diebin der Feldfrüchte umgarnt. Spielerisch leicht, erfrischend ironisch, vielschichtige Parabel, ein kleines - langes Fundstück in der Filmgeschichte.