Iranische Filme

26.4.-2.5.: (Herrsching)

Die Farben des Paradieses

Iran 1998, Regie: Majid Majidi ("Kinder des Himmels") 88 min. Phänomenale Landschaftsbilder und ungezwungene Darstellerleistungen prägen dieses Drama um den blinden Jungen Mohammed, der von seinem Vater nicht angenommen wird, weil dieser sich für ihn schämt. Aus Teheran wird er in das Heimatdort zur Großmutter gebracht und von dort zu einem ebenfalls blinden Zimmermann. Erst in einem sturzbachartigen Regen entschließt sich der Vater, seinen Sohn zu holen und endlich zu ihm zu stehen. Aber vielleicht ist es dazu bereits zu spät ...

10.-16.5.: (Seefeld)

Die Stille

Iran/Tadjikistan 1996, 75 min, Regie: Mohsen Makhmalbaf. Der blinde Korshid kann in seinem kleinen Dorf die atemberaubenden Farben der Landschaft von Tadschikistan nicht sehen. Er nimmt die Welt durch Gerüche und mit seinen Händen wahr. Eines Tages hört er Beethovens fünfte Sinfonie und folgt fasziniert dem Musiker durch die Strassen. Als er daraufhin seine Arbeit verliert, macht er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Musiker. Motto des Films sind die Verse des Dichters Omar Chajam: "Nutze den Augenblick. Verlier nicht deine Zeit."

17.-23.5.: (Seefeld)

Der Apfel

Iran/Frankreich 1997, Regie: Semira Makhmalbaf. 85 min., OmU, Eine wahre Geschichte: Ein Elternpaar hält seine beiden 12-jährigen Zwillingstöchter seit ihrer Geburt im Haus eingesperrt. Eine Sozialarbeiterin befreit die Mädchen schließlich gewaltsam und sperrt den Vater ins Haus. Die beiden Mädchen lernen erstmals außerhalb des Hauses ein Gefühl von Freiheit kennen. Die damals erst 18-jährige Regiedebutantin erzählt von der gewachsenen Kraft und Selbstvertrauen der Frauen im Iran.

24.-30.5.: (Seefeld)

Die fünfte Jahreszeit

Iran/Frankreich 1997, 80 min. Farbenprächtige und temporeiche Kompödie, angesiedelt in der atemberaubenden Bergwelt des persischen Hochlandes. Vor dem Hintergrund einer Alltagswelt zwischen archaischen Traditionen und dem Eindringen der modernen Welt wird eine starke und selbstbewußte Frauenfigur gezeigt, die es mühelos mit den Männern aufnimmt, um ihre Idee von einem eigenen Busunternehmen durchzusetzen.

31.5.-6.6.: (Seefeld)

Gabbeh

Iran 1996. Regie: Mohsen Makhmalbaf, 75 min. Das Knüpfen der farbenprächtigen Gabbehteppiche ist vor allem die Arbeit der Mädchen in den nomadischen Familienclans des südöstlichen Iran. Aus dem ursprünglich geplanten Dokumentarfilm entstand ein Spielfilm, in dem der "Gabbeh" zum Sinnbild des Lebens wird. Mit den Farben des Teppichs erzählt der Film von der Liebessehnsucht, von umwerbender Poesie und von den Jahreszeiten und Landschaften des Landes. Ein Zauber von einem Film.

7.-13.6.: (Seefeld)

Kinder des Himmels

Regie: Majid Majidi. Vorgeschlagen für den OSCAR 1999 als bester ausländischer Film. Zwei Kinder teilen sich ein Paar Turnschuhe. Die Eltern können sich keine weiteren leisten. Der Junge erhält die Möglichkeit, bei einem Wettrennen seiner Schule ein weiteres Paar zu gewinnen. Er ist ein guter Läufer. Einfühlsam erzählt mit den kleinen Gefühlen von Glück.

14.-20.6.: (Seefeld)

Der Wind wird uns tragen

Regie: Abbas Kiarostami, Iran/ Fr 1999, 118 min. Drei Männer aus Teheran kommen für einen kurzen Aufenthalt in ein kleines Dorf. Ein Fotograf wartet auf das Ableben einer uralten Frau, weil er Zeuge einer seltenen Trauerzeremonie werden will. Während des Wartens klingelt immer wieder sein Handy und er sucht den Weg durch das kurdische Doirf hinauf auf einen Hügel, wo der Empfang besser ist. Poetische Einladung zum Sehen, Fühlen und Denken